Der Kiwusee (auch Kivusee genannt) befindet sich in Afrika auf der Grenze von Ruanda zur Demokratischen Republik Kongo.
Direkt östlich der großen Zentralafrikanischen Schwelle und westlich des Ruanda-Hochlands liegt er südlich der Virunga-Vulkane und nördlich von Bukavu. Der See, der Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs ist, liegt im Albert Nationalpark.
Einer der Zuflüsse, die den Kiwusee speisen, ist der Kalundura, der vom eben genannten Hochland hinunter stürzt. Entwässert wird der See im Süden über den Ruzizi in den Tanganjikasee.
Der Kiwusee ist 2.650 km² groß und bis zu 450 m tief.
Wichtigste Insel ist die Insel Idjwi, sie gehört zur Demokratischen Republik Kongo. Die Insel Iwawa liegt in Ruanda und ist als Militärgebiet für die Öffentlichkeit gesperrt.
Der Kiwu-See ist einer von drei weltweit bekannten Seen, bei denen eine Übersättigung mit CO2 gemessen wurde. Da dieses Naturphänomen beim Manoun-See und beim Nyos-See bereits zu Katastrophen mit bis zu 1800 Toten geführt hat, forciert man ein Entgasungsprojekt. Im Falle einer Explosion wie bei der Nyos-Tragödie 1986 rechnet man mit weit mehr Toten, da der See 2000 mal größer ist als der Nyos und er zudem dichter besiedelt ist. 2002, beim letzten Ausbruch des Nyiragongo, fürchtete man eine ähnliche Katastrophe, da vermutet wurde, das solche plötzlichen Abgasungen auch durch vulkanische Aktivität ausgelöst werden können, sie blieb jedoch aus.
Der Kiwusee wurde erstmals von Gustav Adolf von Götzen 1894 erkundet. Anschließend waren mehrere Reisende mit der genaueren Erforschung der geographischen und naturkundlichen Verhältnisse beschäftigt:
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