| Kiwis | ||||||||||||
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| Kiwi aka.jpg | ||||||||||||
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Asternähnliche (Asterdae) |
| : | Heidekrautartige (Ericales) |
| : | Strahlengriffelgewächse (Actinidiaceae) |
| : | Actinidia |
| : | Kiwi |
Neben den bekannten Früchten aus dem Laden gibt es noch andere Kiwiarten mit kleineren (etwa 2 cm großen) Früchten, deren Schale unbehaart ist. Diese Pflanzen (Actinidia arguta) sind frosthärter und fruchten auch regelmäßig in Deutschland, wenn zur Blütezeit der weiblichen Pflanze(n) ebenfalls mindestens ein männliches Exemplar in der Umgebung blüht.
In Nordamerika und deutschsprachigen Ländern wird die Frucht meistens „Kiwi“ genannt, im Gegensatz zu den meisten anderen englischsprachigen Ländern, wo die Frucht „kiwi fruit“ („Kiwifrucht“) genannt wird. Die Verwendung des Namens „Kiwi“ kann zu ärgerlichen Verwechslungen mit den Einwohnern Neuseelands führen, deren Spitzname „Kiwi“ ist (z. B.: Er ist ein Kiwi). Da es die neuseeländischen Produzenten versäumt haben, sich „Kiwi“ als Markennamen zu sichern, hat man vor einigen Jahren begonnen, Kiwifrüchte aus Neuseeland unter dem geschützten Markennamen „Zespri“ zu vermarkten.
Kiwis enthalten je 100 g Frucht etwa 80 mg Vitamin C. Sie enthalten außerdem ein eiweißlösendes Enzym (Actinidin), das jedoch beim Kochen zerstört wird. Rohe Kiwis vertragen sich daher nicht mit Milchprodukten -- die Speise wird nach wenigen Minuten bitter, wenn die Früchte roh hinzugefügt werden, weil das Enzym in der Frucht das Milcheiweiß zersetzt. Abhilfe schafft kurzes Dünsten mit etwas Zucker und Wasser oder Saft. Andererseits sind rohe Kiwis ein guter Nachtisch für eiweißreiche Speisen, da das Enzym die Verdauung der Eiweiße erleichtert.
| 100 g Kiwi enthalten: | |||||||
| kcal | kJoule | Wasser | Fett | Kalium | Calcium | Magnesium | Vitamin C |
| 51-61 | 215-255 | 81-84 g | 1,0 g | 295 mg | 38 mg | 24 mg | 71 mg |
| Tagesbedarf eines Erwachsenen | |||
| Kalium | Calcium | Magnesium | Vitamin C |
| 15% | 5% | 8% | 95% |
Die weltweite Kultivierung des im südwestlichen China heimische Strahlengriffel begann damit, dass Isabel Fraser, die Leiterin des neuseeländischen Wanganui Girls' College die Pflanze kennenlernte, als sie in China Missionsschulen besuchte. Die Samen, die sie 1906 mit nach Neuseeland zurück brachte, wurden von dem neuseeländischen Gärtner Alexander Allison angepflanzt. Die ersten Früchte trugen die Pflanzen 1910. Anfangs nur in Privatgärten angebaut, begann der kommerzielle Anbau 1940.
Neuseeland ist nach wie vor der führende Produzent von Kiwifrüchten, gefolgt von Frankreich, den Vereinigten Staaten, Italien, Spanien und Japan. In China und Taiwan werden Kiwis nach wie vor angebaut, China ist es bis jetzt jedoch nicht gelungen, zu den wichtigsten zehn Produzenten dieser Frucht aufzuschließen. Angebaut werden Kiwis vorwiegend in der bergigen Region von Chang Jiang und Sichuan.
Da die Kultur ohne den Einsatz intensiver chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen nicht möglich ist, wurden die in Kiwifrüchten zulässigen Höchstmengen für einzelne Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe aus politischen Gründen besonders hoch angesetzt.
Da einige Kiwipflanzen frostfest sind (bis -30 °C), kann man diese auch in Mitteleuropa (also auch Deutschland) anbauen. Es muss aber damit gerechnet werden, dass die Früchte nicht die volle Größe von 8 cm erreichen. Die Kiwipflanze ist aber auch als Zierpflanze gut geeignet, da sie sehr schöne große Blätter und kleine weiße Blüten ausbildet. Die Pflanze bevorzugt windgeschützte und sonnige Stellen und braucht unbedingt ein Klettergestell (Spalier).
Neben der bekannten Kiwifrucht mit grünem Fruchtfleisch, gibt es neuere Züchtungen mit gelben Fruchtfleisch, die sogenannte Kiwi Gold. Es sind bereits neuere Kiwisorten mit rotem Fruchtfleisch im Handel, die sogenannte Rote oder China HongYang Kiwi.
Nicht nur die Kiwifrucht als solche ist ein wertvolles Nahrungsmittel.
Inzwischen wurde festgestellt, dass die Kerne/Samen der Kiwifrucht in hohem Maße Omega-3 (ca. 65 %) und Omega-6 (ca. 15 %)-Fettsäuren enthält, die in dieser Konzentration bisher nur in Fischölen nachgewiesen werden konnten. Mittels CO2-Extraktion ist es inzwischen möglich, das in den Kiwi-Samen enthaltene Kiwisamenöl auf umweltfreundliche Weise zu extrahieren ohne die wertvollen Inhaltsstoffe zu beeinträchtigen.
Die enthaltenen Fettsäuren sind essentiell - das heißt, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie nicht vom Körper hergestellt werden können. Sie werden vor allem für folgende Körperfunktionen benötigt: Herz - Kreislauf, Blutgefäße, Zellbildung, Gehirn und Augen, Embryonalentwicklung, Hormonhaushalt.
Da zur Gewinnung dieses hochwertigen Öles nur ausgewählte Sorten aus bestimmten Anbaugebieten verwendet werden können (zur Zeit Neuseeland), wird das Angebot an Kiwisamenöl in absehbarer Zeit recht knapp bleiben.
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