Kitt, auch Glaserkitt oder Fensterkitt genannt, ist eine Dichtungsmasse und seit ca. 1700 bekannt. Er besteht aus rund 85 % Schlämmkreide (Calciumcarbonat) und rund 15 % Leinöl bzw. Leinölfirnis und kommt als geschmeidige Paste in den Handel. Die Hauptanwendung war die Abdichtung von Fensterscheiben in Holzrahmen. Allerdings härtet Kitt infolge von Luftoxidation des Leinöls im Laufe mehrerer Jahre aus und wird spröde. Er kann den Relativbewegungen zwischen Fenster und Glas nicht mehr folgen und bröckelt. Damit wird das Fenster undicht. Heutzutage werden Fenster durch vollsynthetische Produkte abgedichtet. Der klassische Fensterkitt wird nur mehr für anspruchslose Abdichtungen eingesetzt.
Siehe auch: Dichtung (Technik)