Das Königreich Kition (Kittim) war ein eisenzeitliches Königreich auf Zypern. In den ältesten Schichten findet sich mykenischer Einfluss, der sich auch in den zyklopischen Stadtmauern niederschlägt. Später war die Stadt phönikisch, wie unter anderem die Bestattungen in Skala und die Tempel zeigen. Kition ist auch die Geburtsstätte des Philosophen Zenon, des Begründers der Schule der Stoiker. Nach Flavius Josephus beherrschte Cethimus, ein Sohn Gomers die Insel Cethima, die nun Zypern genannt werde (Jüdische Altertümer 6, 1), Kition aber habe den Namen Cethims beibehalten und werde von den Griechen Kitius genannt.
Näheres ist in der Geschichte Zyperns zu finden.
Geschichte
Die Hauptstadt des Reiches war die Stadt Kition, heute
Larnaka. Kition war ein Vasallenstaat
Sidons.
Flavius Josephus, der sich auf
Menander von Ephesos beruft, berichtet, dass König Elualios von Sidon ca. 730 die aufständische Stadt Kition wieder unterwarf.
Sanherib ernannte nach seinen Annalen als Stadthalter in Kition einen gewissen Ittobaal als Nachfolger des Lulî (Elualios?), der von den Assyrern hingerichtet worden war.
Archäologie
Die Ausgrabungstelle des antiken Kition liegt etwa 500 m vom archäologischen Museum entfernt und kann besichtigt werden. Im
12. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt mit riesigen Mauern befestigt.
Forschungsgeschichte
Im Sommer 1879 versuchten die Engländer den Norden der 'Skala' von
Larnaka, eine meeresnahem Sumpffläche, den ehemaligen Hafen von Kition trockenzulegen, um die
Malaria zu bekämpfen. Dazu trugen sie einen nahegelegenen Felsabhang, die Pamboula (Bamboula) ab, in der die Nekropole von Kition lag. Hier war bereits 1845, leider unter unbekannten Umständen, die
Kition-Stele von
Sargon II. gefunden worden, die sich heute in Berlin befindet. Ein englischer Offizier, Leutnant Sinclair, leitete die Arbeiten und bemerkte auch die zutagetretenden Funde. Der deutsche Archäologe
Max Ohnefalsch-Richter, seit 1878 in Zypern, beobachtete ebenfalls die Ausgrabungen. Ein Bericht von Sinclair vom Juli 1879 gibt einige Details. Ein Teil der Funde wurde auf Anweisung des Britischen Außenministers
Lord Granville ins
Britische Museum nach London gebracht. Unter diesen Funden befinden sich auch zwei phönizische Inschriften. In ihnen wird der Tempel der 'Astart in Kition erwähnt.
Literatur
- Marguerite Yon: Kition dans les textes. Testimonia littéraires et épigraphiques et Corpus des inscriptions. Publications de la Mission Archéologique Française de Kition-Bamboula, 5. Paris 2004. ISBN 2-86538-292-3.
- D. D. Luckenbill, The Annals of Sennacherib (Chicaho 1924), 77
Weblinks
- http://www.larnaka.com/History.html
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