Kiss Me, Kate ist das bekannteste und erfolgreichste Musical von Cole Porter, das Buch stammt von Samuel und Bella Spewack. Die Uraufführung fand am 30. Dezember 1948 in New York statt. Im deutschen Sprachraum lief das Musical unter dem Titel „Küß mich, Kätchen!“
Unmittelbar vor Beginn der Aufführung lässt Fred Lois einen Blumenstrauß zukommen, der jedoch irrtümlich bei Lilli landet. Diese freut sich zunächst unbändig; als sie jedoch während der Aufführung endlich dazukommt, die beigefügte Karte zu lesen, wird ihr der Irrtum bewusst und ihre Freude wandelt sich in Zorn um. Während der berühmten Szene in Shakespeares Stück, bei der Katharina und Petrucchio das erste Mal aufeinander treffen, kommt es zum Eklat: Lilli extemporiert, beißt, tritt und ohrfeigt Fred, der sie schließlich im Gegenzug mitten auf der Bühne übers Knie legt. Nach dieser Demütigung weigert Lilli sich, weiter zu spielen, und bittet ihren Verlobten telefonisch, sie unverzüglich abzuholen. Da kommen Fred unerwartet zwei Gangster zu Hilfe: Bill Calhoun, der Darsteller des „Lucentio“ (und Lois' Freund) mit Hang zum Glücksspiel, hat nämlich einen Schuldschein mit Freds Namen unterzeichnet.
Fred gibt nun vor, den Schuldschein tatsächlich selbst unterschrieben zu haben, und behauptet, er könne seine Schulden nur dann bezahlen, wenn die Gangster Lilli davon abhalten würden, das Ensemble vorzeitig zu verlassen. Der Plan geht zunächst auf - Lilli muss weiterspielen. Vor der Schlussszene von „Der Widerspenstigen Zähmung“ erfahren die Gangster jedoch, dass ihr Auftraggeber liquidiert wurde, und lassen Lilli daher doch mit ihrem Verlobten das Theater verlassen. Zu Freds freudiger Überraschung erscheint Lilli jedoch zu guter Letzt doch wieder auf der Bühne - sie hat sich offensichtlich trotz allem für ihn entschieden. Ein Happyend gibt es also nicht nur für Katharina und Petrucchio, sondern auch für Lilli und Fred.
„Kiss Me, Kate“ wurde 1953 vom Regisseur George Sidney als 3D-Film produziert, mit Howard Keel, Kathryn Grayson, Ann Miller und Keenan Wynn. Die Verfilmung gilt als eine der besten Musical-Verfilmungen und als einer der besten 3D-Filme. Lange Zeit war die 3D-Fassung verschollen, erst im Jahr 2003 wurde sie auf der „World 3D-Film Expo“ wieder im ursprünglichen Polarisationsprozess aufgeführt.
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