| Kirschbäume | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frühling blühender Kirschenbaum.jpg | ||||||||||||
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Rosenartige (Rosales) |
| : | Rosengewächse (Rosaceae) |
| : | Steinobstgewächse (Amygdaloideae) |
| : | Prunus |
| : | Cerasus |
Kirschbäume, oder einfach Kirschen, sind mehrere Arten der Cerasus aus der Gattung Prunus, aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), sind sommergrüne Laubbäume.
Es gibt selbstunfruchtbare und selbstfruchtende Sorten. Im Kirschanbau, wie im gesamten Obstanbau werden verschiedene Unterlagen verwendet, um die Größe der Pflanze, und Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Der Geschmack und andere Eigenschaften werden durch den Edelreis, also die eigentliche Kirschsorte bestimmt. In der Regel sind Sauerkirschen anspruchsloser als Süßkirschen.
Da die Sämlinge der Vogelkirsche unveredelt nur kleine Früchte tragen, werden meistens größere Edelsorten hinaufveredelt. Dies geschieht hauptsächlich durch die Geißfußveredelung auf Hochstämme.
Im Handel werden in letzter Zeit oft Bäumchen angeboten auf denen gleich zwei verschiedene Edelsorten der Süßkirsche veredelt wurden, diese werden dann als Dualkirsche bezeichnet. Es wird auch immer wieder versucht, kleinere Bäume (Zwergkirschen) zu züchten, die dann weniger Platz benötigen, und deshalb auch für kleinere Gärten geeignet sind.
Auch durch den Zeitpunkt der Reife der Früchte unterscheiden sich die verschiedenen Sorten. Die Maikirsche ist eigentlich das erste Obst im Jahr und erlangt, wie schon der Name sagt, Ende Mai die Reife. Die Herzkirsche ist etwas später dran, wobei es bei dieser Art wiederum frühere und spätere Sorten gibt.
Außerdem gibt es noch verschiedene Arten der Zierkirschen, die nicht wegen der Früchte gepflanzt werden, sondern als Gartenverzierung dienen.
In getrockneter Form sind sie in Früchtetees anzutreffen, Hochprozentiges gibt es in Form von Edelbränden (Kirschwasser) und Liköre.
In vielen dieser Produkte wird auch künstliches Aroma hinzugefügt.
Bei Süßkirschen ist auf die richtigen Befruchtersorten zu achten, weil diese zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Man geht davon aus, dass ein Befruchterbaum in 100 m Entfernung ausreichend ist, oder ein aufgepfropfter Ast kann auch aushelfen. Auch Vogelkirsche und Sauerkirsche können als Befruchter dienen. Als Folge davon werden, je nach Sorte, die Früchte in 7 sogenannten Kirschwochen geerntet. Diese sind:
Es wird zwischen färbenden und nicht färbenden Kirschen unterschieden. Zum ersten Typ gehören die sogenannten Amarellen und zum zweiten Typ die Morellen, Weichseln und Sauerkirschen. Der zweite Typ enthält Anthocyane, die durch Wärmeeinwirkung zerstört werden können. Je dunkler die Farbe, desto gehaltreicher. Neben Vitaminen sind Minerale enthalten.
Die Kirschen sollten mit Stiel geerntet werden, damit sich die Frucht länger hält.
Zeichnung kirschfliege ugglan.jpg
In Anton Tschechows trauriger Komödie Der Kirschgarten (ISBN 3-458-33041-0) ist der Kirschgarten Symbol für eine alte Zeit und eine Gesellschaftsschicht, die dem Untergang geweiht ist.
In Alfred Anderschs autobiografischer Erzählung Die Kirschen der Freiheit (ISBN 3-257-20001-3) sind ein paar wilde Kirschen gleichzeitig Belohnung und Verheißung. Der Erzähler isst sie, nachdem es ihm gelungen ist, aus dem sinnlosen, verlorenen Kriegsbetrieb der Wehrmacht zu desertieren.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Kirsche (Pflanze)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world