| Wappen | Karte | - bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Kirchheim unter Teck.png | Karte_Kirchheimteck_in_Deutschland.png | - | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | - bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Stuttgart | - bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Esslingen | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 312 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 40,47 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 39.923 (30. Juni 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 986 Einwohner/km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 14,6 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 73219-73230 (alt 7312) | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07021 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | ES | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 033 | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 4 Stadtteile | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstraße 14 73222 Kirchheim unter Teck | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.kirchheim-teck.de | - bgcolor="#FFFFFF" | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeisterin: | Angelika Matt-Heidecker (SPD) |
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Kirchheim unter Teck ist eine Stadt in Baden-Württemberg, im Südosten der Region Stuttgart etwa 25 km südöstlich von Stuttgart. Sie ist die viertgrößte Stadt des Landkreises Esslingen und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.
Die Einwohnerzahl der Stadt Kirchheim unter Teck überschritt 1948 die Grenze von 20.000. Daher wurde Kirchheim unter Teck bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt. Mit den Gemeinden Dettingen unter Teck und Notzingen hat die Stadt Kirchheim unter Teck eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
In der Kernstadt Kirchheim werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Ein von der Kernstadt räumlich getrennter Stadtteil ist hingegen "Schafhof", der in den 1970er Jahren entstand.
Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Kirchheim datieren auf das Jahr 960. Die Ortsteile Jesingen (769), Nabern (861) und Ötlingen (788) sind früher, Lindorf (1090) später erwähnt worden.
Im Jahr 960 gelangte Kirchheim in einem Tausch vom Bistum Chur in den Besitz Kaiser Ottos I. In dieser ersten urkundlichen Erwähnung wird auch die Martinskirche erstmals genannt. Im 9. und 10. Jahrhundert wurde Kirchheim zu einem wichtigen Marktort.
kirchheim-teck.jpg Um 1060 fassten die Zähringer am Albvorland Fuß und beeinflussen die Entwicklung Kirchheims rund 300 Jahre lang. Besonders zu erwähnen ist hierbei eine Nebenlinie der Zähringer: die Herzöge von Teck.
Im Zeitraum zwischen 1220 und 1230 wurde der Marktort Kirchheim durch die Herzöge von Teck zur Stadt erhoben und bereits Ende des 13. Jahrhunderts waren in Kirchheim alle Funktionen einer mittelalterlichen Stadt zu finden. Im Jahr 1381 wurde Kirchheim aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs im 14. Jahrhundert von den Herzögen von Teck an die Grafen von Württemberg verkauft. Die Stadt wurde Sitz eines Amtes. Mit der Rückkehr Herzog Ulrichs im 16. Jahrhundert wurde Kirchheim zur Landesfestung ausgebaut. 1690 vernichtete ein verheerender Stadtbrand fast ganz Kirchheim. Nur wenige Gebäude blieben verschont.
Bereits im 18. Jahrhundert liegen die Anfänge der Industrialisierung Kirchheims. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Amt Kirchheim unter Teck zum Oberamt erhoben. 1819 wurde einer der größten Wollmärkte des Landes eingerichtet und förderte die Ansiedlung von Färbereien und Textilbetrieben. 1864 wurde Kirchheim an die erste Privateisenbahn in Württemberg, die Linie Unterboihingen - Kirchheim angeschlossen. Im weiteren Verlauf der Industrialisierung etablierte sich auch die Metallindustrie in Kirchheim.
1938 wurde das Oberamt Kirchheim aufgelöst. Sein Gebiet kam zum Landkreis Nürtingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde, bedingt durch die Zuwanderung von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die Stadt erheblich erweitert. Neue Wohn- und Industriegebiete entstanden und es wurden Schul- und Sportstätten errichtet. 1956 wurde sie Große Kreisstadt und seit der Kreisreform 1973 gehört Kirchheim unter Teck zum Landkreis Esslingen.
Katholiken gibt es in Kirchheim unter Teck erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1910 eine eigene Kirche St. Ulrich gebaut. Zur Kirchengemeinde gehören auch die Stadtteile Ötlingen und Lindorf sowie einige Nachbargemeinden. 1967 wurde in Kirchheim unter Teck eine zweite Kirche, Maria Königin, erstellt, zu deren Kirchengemeinde auch die Katholiken aus Jesingen und Nabern und einiger Nachbargemeinden gehören. Beide Kirchheimer Kirchengemeinden bilden heute die Seelsorgeeinheit 5 innerhalb des Dekanats Esslingen-Nürtingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Kirchheim unter Teck auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Kirchheim unter Teck vertreten.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1600 | ca. 2.500 | - | 1700 | 2.101 | - | 1763 | 2.911 | - | 1803 | 3.878 | - | 1843 | 5.372 | - | 1861 | 5.478 | - | 1. Dezember 1871 | 5.863 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 6.632 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 7.029 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 8.235 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 9.668 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 10.057 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 10.664 |
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| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 17. Mai 1939 ¹ | 13.260 | - | 1946 | 18.700 | - | 13. September 1950 ¹ | 20.138 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 25.007 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 28.842 | - | 31. Dezember 1975 | 31.666 | - | 31. Dezember 1980 | 32.136 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 33.920 | - | 31. Dezember 1990 | 35.842 | - | 31. Dezember 1995 | 38.205 | - | 31. Dezember 2000 | 38.834 | - | 31. Dezember 2004 | 39.886 |
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Seit dem 19. Jahrhundert trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. April 1956 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Stadtoberhäupter seit 1819
Das Wappen wird schon lange geführt. Bereits 1295 ist es in den Stadtsiegeln belegt, wobei die württembergische Hirschstange erst später hinzukam. Das Wappensymbol wird auch als Kirchheimer Kreuz bezeichnet. Die Blasonierung des Wappens ist seit 1535 belegt. Die Stadtflagge wurde hingegen erst 1902 festgelegt.
Die Bundesautobahn 8 (Stuttgart - München) verläuft durch das südliche Stadtgebiet. Kirchheim ist über die Anschlussstellen Kirchheim-West und Kirchheim-Ost zu erreichen. Ferner führt die Bundesstraße 297 (Lorch - Tübingen) durch die Stadt. Hier beginnt auch die Bundesstraße 465 durch das Lenninger Tal nach Süden bis Leutkirch im Allgäu.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Kirchheim unter Teck der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
An Gesundheitseinrichtungen hat die Stadt ein Kreiskrankenhaus des Landkreises Esslingen. Darüber hinaus gibt es mehrere Sport- und Freizeiteinrichtungen, darunter ein Hallenbad, ein Freibad, 11 Sport- und Veranstaltungshallen, eine Skateanlage, ein Reitstall sowie 10 Stadien bzw. Sportplätze.
Der Landkreis Esslingen ist Schulträger der Beruflichen Schulen (Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule - Kaufmännische Schule und Max-Eyth-Schule - Gewerbliche Schule) sowie des Carl-Weber-Schulkindergartens für Geistigbehinderte.
Die private Freie Waldorfschule, die Janusz-Korczak-Schule für Erziehungshilfe am Heim sowie Sonderberufsfachschule der Paulinenpflege und die private Krankenpflegeschule des Diakonissenmutterhauses Aidlingen am Kreiskrankenhaus runden das schulische Angebot in Kirchheim unter Teck ab.
Für kleinere Kinder gibt es 49 Kindergartengruppen mit 1328 Plätzen, 5 Gruppen in Kindertagesstätten mit 85-88 Plätzen, 5 Gruppen in kirchlichen Kindergärten mit 75-81 Plätzen und 5 Gruppen in freien Kindergärten mit 119 Plätzen.
Weitere evangelische Kirchen in der Kernstadt sind die Christuskirche von 1909, die Kreuzkirche von 1956, die Thomaskirche von 1967 und die Auferstehungskirche von 1972. Katholische Kirchen sind St. Ulrich von 1910 und Maria Königin von 1967.
Die namensgebende Burg Teck liegt einige Kilometer südlich von Kirchheim bei Owen (Teck).
In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen: Evangelische Kirche Jesingen (neugotisch mit Resten aus dem 13. Jahrhundert), evangelische Kirche Nabern (spätgotisch mit freistehendem Turm, der 1870 einen Achteckhelm erhielt), Johanneskirche in Ötlingen (erbaut um 1600) und Matthäuskirche Lindorf (erbaut 1971).
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