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Als Kirchengeschichte (Historia ecclesiastica) wird eine Literaturgattung bezeichnet, die besonders in der Spätantike eine Blüte erlebte, aber auch im Mittelalter (in Form der christlichen Historiographie) weit verbreitet war, siehe beispielsweise Historia ecclesiastica gentis Anglorum.

Bedeutende Verfasser von antiken „Kirchengeschichten“ waren Eusebius von Caesarea, der „Vater der Kirchengeschichte“, Sozomenos, Socrates Scholasticus, Theodoret und Evagrius Scholasticus, die alle in griechischer Sprache schrieben, wobei Sozomenos, Socrates und Theodoret mit ihren Darstellungen an Eusebius' Kirchengeschichte anschlossen. Dabei wurde oft, neben der Geschichte der Kirche und innerchristlichen Auseinandersetzungen, wenigstens teilweise die Profangeschichte berücksichtigt, sodass Kirchengeschichten nicht selten auch eine wichtige Quelle etwa bezüglich der politischen Geschichte darstellen.

Rufinus von Aquileia übersetzte die Kirchengeschichte des Eusebius ins Lateinische und führte sie bis in das Jahr 395 fort; auch die Werke der drei oben genannten Fortsetzer Eusebius' wurden schließlich im 6. Jahrhundert von Epiphanius Scholasticus ins Lateinische übersetzt und in 12 Bücher zusammengefasst (Historia tripartita).

Bzgl. der christlichen Geschichtsschreibung im Mittelalter vgl. Geschichte der Geschichtsschreibung.

Literatur


Literatur | Spätantike | Mittelalter

 

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