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Ein Gotteshaus oder eine Kirche ist ein christlicher Sakralbau. Die Übersetzung des griechischen Wortes „kyriake“ (Kirche) bedeutet dem Herrn gehörig.

Überblick


Das Kirchengebäude ist ein Ort der Zusammenkunft. Seine religiöse Bedeutung ist verschieden. Während zum Beispiel in einigen christlichen Konfessionen das Kirchengebäude als besonderer Ort der Gegenwart Gottes geglaubt wird, hängt in anderen Konfessionen die Gegenwart Gottes von der im Kirchengebäude sich versammelnden Gemeinde ab. Während römisch-katholische Christen eher die zuerst genannte Sicht vertreten, sehen zum Beispiel reformierte und freikirchliche Gläubige den Ort für die Anwesenheit Gottes als sekundär an; entscheidend ist für sie, dass sich Menschen im Namen Jesu - wo auch immer - versammeln.

Im Laufe der Jahrhunderte unterlag der Baustil der Gotteshäuser - je nach Kultur mehr oder weniger stark - ständiger Veränderung. Die Architektur von Kirchengebäuden ist häufig von reicher Symbolik geprägt. Aus der Art und Weise, wie in bestimmten Epochen die Kirchen gebaut wurden, kann man vieles ablesen über das religiöse Leben dieser Zeit. Jährlich wird der Weihetag der Kirche gefeiert, siehe Kirchweihe bzw. Kirchweih.

Unterscheidung nach Funktion


Unterscheidung nach Bauform


Besondere Bauformen:

Moderner Kirchenbau


Der heutige "moderne" Kirchenbau ist - wie die Architektur im Allgemeinen - von einer vorher nicht gekannten Vielfalt geprägt. Eine regionale, stilistische Unterscheidung ist kaum mehr möglich. Modernen Kirchen entsprechen oft nicht mehr dem stereotypen Bild der "Bauform Kirche" mit Turm, Portal und Massivität, sondern haben einen sehr individuellen Charakter. Ein Kirchturm ist zum Beispiel nicht immer vorhanden. Neue Standorte (z.B. Autobahnkirchen und -kapellen) und veränderte Anforderungen an die Funktion des Kirchenraumes ließen neue Formen entstehen, dem Einsatz aller heute verfügbaren Materialien sind keine Grenzen gesetzt.

Der Architekt Justus Dahinden, der mehr als 30 Kirchen geplant und gebaut hat, beschreibt in seinen theoretischen Werken die Merkmale des liturgischen Raumes wie folgt: "Merkmale des Raumes lösen Wirkmale beim Menschen aus, der sich diesem Raum aussetzt. In diesem Sinne ist der kirchliche Raum ein Ort der dreifachen Merkmale: Im Wortgottesdienst hat der Raum eine Versammlungsgestalt; bei der Eucharistiefeier hat er eine Mahlgestalt; für die Meditation braucht er eine Andachtsgestalt. Jede der drei Gestaltformen hat ihre eigenen Wirkmale beim Nutzer, und alle drei differenzierten Wirkrealitäten zusammen müssen aus einer architektonischen Synthese resultieren. Dieser Anspruch ist einzigartig; er fordert den Architekten, der Kirchenbau betreibt, in außerordentlicher Weise."

Beispiele der jüngeren Architekturgeschichte

Zeitgenössische Beispiele

Siehe auch


Listen

Literatur


  • Renate Dürr (Hg.): Kirchen, Märkte und Tavernen. Erfahrungs- und Handlungsräume in der Frühen Neuzeit, Klostermann Verlag : Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-465-03413-9

Weblinks


Kirchenbau | Kirchengebäude

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