Eine Kirche als Organisation ist eine christliche Religionsgemeinschaft von einer gewissen Größe.
Struktur
Der interne Aufbau der einzelnen christlichen Kirchen weicht teilweise stark voneinander ab. Während etwa die
Römisch-Katholische Kirche stark hierarchisch organisiert ist und der Leitungs- und Weihegewalt des
Papstes und der
Bischöfe zentrale Bedeutung zukommt, sehen etwa manche evangelische Kirchen eine stärkere Einbeziehung der kirchlichen Basis wie auch der Laien vor.
Theologische Grundlagen
Die
Römisch-Katholische Kirche betrachtet sich als unmittelbar von Gott eingesetzt und beruft sich insofern insbesondere auf
Mt 16,18 ("Du bist Petrus der Fels, auf den ich meine Kirche bauen werde"). Die theologischen Grundlagen und das Kirchenverständnis anderer Kirchen unterscheiden sich hiervon teilweise erheblich.
Rolle in der Gesellschaft
In den
säkular geprägten westlichen Gesellschaften ist der Einfluss der Kirchen seit längerer Zeit im Rückgang begriffen. Dies äußert sich nicht zuletzt in auch durch
Kirchenaustritte bedingten schwindenden Mitgliederzahlen.
Finanzierung
Die Finanzierung der Kirchen divergiert je nach Land. In Deutschland sind die als
öffentlich-rechtliche Körperschaften anerkannten Kirchen berechtigt, die Beiträge ihrer Mitglieder unter Zuhilfenahme der staatlichen Finanzverwaltung in Form der
Kirchensteuer einzuziehen. Daneben spielen auch Erträge aus der Verwertung eigenen Vermögens sowie Spenden eine Rolle. Die
Freikirchen, oft auch Körperschaften des öffentlichen Rechts, finanzieren ihre Arbeit überwiegend aus freiwilligen Beiträgen ihrer Mitglieder, die bis zu einer gewissen Höhe steuerlich absetzbar sind.
Einzelne Kirchen
Zu den gemessen an der Zahl ihrer Mitglieder und ihrem gesellschaftlichen Einfluss im deutschen Sprachraum bedeutendsten Kirchen gehören:
- Orthodoxe Kirchen, darunter
- Weitere religiöse Gemeinschaften, darunter
Weltweit ist die Römisch-katholische Kirche nach Mitgliederzahl mit großem Abstand die größte.
Siehe auch
Kirchenwesen