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Wappen Karte
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Basisdaten
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Bundesland: Oberösterreich
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Politischer Bezirk: Bezirk Kirchdorf an der Krems (KI)
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Fläche: 3 km²
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Einwohner: 3.677 (17. September 2002)
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Höhe: 450 m ü. NN
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Postleitzahl: 4560
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Vorwahl: 07582
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Geografische Lage:
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Gemeindekennziffer: 40905
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Verwaltung: Rathausplatz 1
4560 Kirchdorf a.d.Krems

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Offizielle Website: http://www.kirchdorf.at
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E-Mail-Adresse: office@kirchdorf-krems.ooe.gv.at
Politik
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Bürgermeister: Ferdinand Kaineder (SPÖ)
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Mandate im Gemeinderat
(25 Sitze):
SPÖ 13, ÖVP 8, FPÖ 2, Grüne 2
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letzte Wahl: 2003
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nächste Wahl: 2009
Kirchdorf an der Krems ist eine Stadtgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Kirchdorf an der Krems im Traunviertel mit 4.104 Einwohnern. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Kirchdorf an der Krems. Sie ist die Bezirksstadt des gleichnamigen Bezirks und Gerichtsbezirks Kirchdorf an der Krems und liegt am Fluss Krems.

Geografie


Kirchdorf an der Krems liegt auf 450 m Höhe im Traunviertel im hügeligen Alpenvorland im Süden von Oberösterreich. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 2,2 km, von West nach Ost 1,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 2,9 km². 44,8% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Wappen


Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold ein schwarzer, silbern bewehrter und rot bezungter, aufgerichteter Löwe, der in den Vorderpranken eine rote Kirche hält. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau.

Geschichte


903 findet sich die erste Erwähnung des Kirchdorf-Micheldorfer Beckens (oberstes Kremstal) - „…in valle que dicitur oliupespurc..“ - im Tal, welches Oliupespurc (Olsburg) heißt“- mit dem herrschaftlichen Zentrum Georgenberg. Gleichzeitig besaß die Kirche am Georgenberg auch die Funktion einer Altpfarre „Ulsburg“, welche sich bis nach Spital/Pyhrn erstreckte.

In der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts erhält das Hochstift Bamberg Kirchdorf, Hausmanning, Seebach und Teile von Kremsdorf und setzte sich so an der wichtigen Pyhrnlinie fest.

1083 wird eine Filialkirche der Ulsburgkirche (Georgenberg) erwähnt, die als Talschaftskirche wahrscheinlich schon länger Bestand hatte.

Der Bischof von Bamberg hatte wohl ein Interesse, in seinem neuen Besitz auch ein religiöses Zentrum zu errichten. Der Georgenberg war ja um die Mitte des 11. Jahrhunderts zum jungen Stift Lambach gekommen.

1111 wird in einer Urkunde für das Stift St. Florian erstmals Chirchdorf genannt.

1119 weiht der Bischof von Passau die (neue) Kirche St. Gregor in Kirchdorf ein. Der Name weist auf die seelsorgliche Bedeutung der ehemaligen Filialkirche hin, welche als Talkirche den Funktionsbereich von der ehemaligen Altpfarre Ulsburg übernommen hatte ( „Chirchdorf, qui antea Ulsburg dicitur“ = Kirchdorf, welches vorher Ulsburg hieß). Man verstand bis ins 13. Jahrhundert unter Chirchdorf hauptsächlich die Altpfarre. Gleichzeitig aber wurde dieser Name immer häufiger für die Häusergruppe um die Kirche verwendet.

Diese pfarrliche Zentralfunktion bedingten ihrerseits gewisse Marktfunktionen und so entstand südlich des alten Angerdorfes (Rathausplatz) die bambergische Straßenmarktanlage (Hauptplatz). 1283 hatte der Ort schon Marktcharakter (forum). Der Bischof von Bamberg verlieh zwar Frankenmarkt Wochen- und Jahrmarkt, jedoch nicht Kirchdorf.

Große Bedeutung erlangt die Barchentweberei und noch im 16. Jahrhundert stellten die Barchentweber knapp die Hälfte der Bürgerschaft.

1437 verlieh der Bischof von Bamberg Kirchdorf Siegelrecht und Siegelstempel und erhob ihn zum Burgfried einem Quasimarkt. Das heutige Stadtwappen (bambergischer Löwe) geht auf dieses Siegel zurück. Es folgte eine Zeit wirtschaftlichen Wohlstands, der sich in der Gotisierung der Kirche (1491), Errichtung eines Rathauses und einer Schule manifestierte.

1584 endlich bewilligte Kaiser Rudolf II. den Wochenmarkt („Wochentlich auf dem Montag ain Wochenmarkt aufzurichten und nun hinfüro Ewigelich zu halten“). Doch wurde durch diese Urkunde nur sanktioniert, was schon seit früheren Zeiten üblich war, nämlich drei Jahrmärkte und der Wochenmarkt.

Der in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erfolgte große Aufschwung der Sensenschmiede im oberen Krems- und Steyrtal (und Teichltal) führte schließlich 1604 zur Gründung der Kirchdorf – Micheldorfer – Sensengewerkschaft mit Sitz in Kirchdorf. So wird Kirchdorf auch Mittelpunkt des Sensenhandels, der dem Marktbürgertum Wohlstand brachte, der zu steigendem Selbstbewusstsein führte, sich aus der Bevormundung Bambergs zu lösen.

Doch zuerst gehen die Besitzrechte über Kirchdorf (Markt und Umgebung) 1681 an Kremsmünster und 1684 an Schlierbach, ehe sich Kirchdorf 1795 endlich freikaufen kann.

Kirchdorf war nun zwar ein freier Markt, blieb aber noch bis 1811 im nominellen Lehnsverband mit dem Bistum Bamberg. Das Jahr 1741 bedeutet auch das Ende des Weinbaues im Kremstal – „Sind fast alle Weinstöck erfroren“. 1792 wurde das Bürgerspital (Anfang des 16. Jahrhunderts als Bruderhaus gestiftet) ausgebaut. Immer wieder wurde der Markt von schrecklichen Feuersbrünsten heimgesucht (1625, 1686, 1769, 1777 und der große Brand 1877).

1800 erfolgte die Wahl des 1. Bürgermeister (Anton Herzog) des freien Marktes Kirchdorf.

1811 endet die bambergische Lehnshoheit und Kirchdorf wird landesfürstlicher Markt. Seit 1842 verfügt Kirchdorf über eine feste Poststation.

1850 wird Kirchdorf politische Gemeinde mit einem Bürgermeister, zwei Gemeinderäten und mehreren Ausschüssen.

1868 wird der Markt durch die Errichtung der Bezirkshauptmannschaft und dem Bezirksgericht Bezirkshauptort und Verwaltungszentrum des neuen gleichnamigen politischen Bezirks.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Die Stadterhebung erfolgte 1976.

Politik


Bürgermeister ist seit 1989 Ferdinand Kaineder von der SPÖ.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3.738 Einwohner, 2001 dann 4.104 Einwohner.

Wirtschaft und Infrastruktur


Kirchdorf ist Standort einer Garnison, mehrerer (Höherer) Schulen, von (Bezirks) Behörden und Unternehmen.

Persönlichkeiten


Dr. Wolfgang Strobl, neben seiner Tätigkeit als Arzt auch Schriftsteller und Fotograf.
Thomas Netopilik, neben seiner Tätigkeit als Rettungssanitäter (Offizier) auch DJ, Moderator (unter anderem in seiner Kochsendung "Nettos Kochstudio" auf yes-TV) und Mitglied bei der Kirchdorfer Faschingsgesellschaft. Homepage: http://www.djnetto.com

Literatur


Fotos von Dr. Wolfgang Strobl in Buchveröffentlichung: Flamenca: der unschuldige Duft des Jasmins, Goki-Verlag, (Kierspe, Deutschland)

Ort in Oberösterreich

Kirchdorf an der Krems (gemeente)

 

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