King Curtis (* 7. Februar 1934 in Fort Worth, Texas; † 13. August 1971 in New York City; eigentlich Curtis Ousley) war einer der berühmtesten Tenorsaxophonisten des Rock'n'Roll und Rhythm and Blues der 1950er und '60er Jahre.
King Curtis wuchs in Fort Worth in Texas auf und zog 1952 nach New York, wo er in den Bands von Lionel Hampton und Horace Silver spielte. Schon Mitte der 1950er Jahre betätigte er sich als Studio-Musiker für diverse R&B-Labels der Ostküste. 1958 kam er dann zu Atco, einem Sublabel von Atlantic Records, wo er noch im gleichen Jahr auf Yakety Yak von den Coasters seinen wohl bekanntesten Part überhaupt spielte. Weitere Songs auf denen Curtis' Saxophon-Spiel zu hören ist, sind beispielsweise Boys von den Shirelles, Clyde McPhatters A Lover's Question und Buddy Hollys Reminiscing, ein Song den Holly zusammen mit Curtis geschrieben hatte. Andere Interpreten, die er für Atlantic begleitete, waren unter anderem Aretha Franklin, Bobby Darin, Wilson Pickett, Solomon Burke und Don Covay.
Nebenbei veröffentlichte er auch Solo-Aufnahmen auf verschiedenen Labels. Von 1958 bis '59 war er bei Atco unter Vertrag, 1960 und '61 folgten Prestige Records. 1963 hatte er mit dem Instrumental Soul Twist einen R&B-Number-1-Hit für Enjoy Records. Die Single schaffte sogar eine Nummer 17 in den Pop-Charts. Von 1963 bis '64 verpflichtete er sich für Capitol. In dieser Zeit entstand auch der Klassiker Soul Serenade. 1965 kehrte er dann zu Atlantic zurück, wo er für den Rest seines Lebens bleiben sollte.
Er veröffentlichte 1967 unter anderem die Singles Ode to Billy Joe und die R&B #6 Memphis Soul Stew und begann später auch selbst Alben anderer Interpreten zu produzieren, zunächst zusammen mit Jerry Wexler, später auch alleine. Zu den Künstlern, die er produzierte, gehören Freddy King, Roberta Flack, Delaney & Bonnie, Donny Hathaway und Sam Moore. Nebenbei war er Bandleader von Aretha Franklins Begleitband, den Kingpins.
Ende der '60er und Anfang der '70er Jahre bekam er dann auch mit Rock-Interpreten wie den Allman Brothers und Eric Clapton zu tun. Clapton spielte auch 1970 als Begleitmusiker auf der King Curtis-Aufnahme Teasin
Curtis selbst beeinflusste Musiker wie Clarence Clemons, Michael Brecker, Junior Walker, Brother Vernard Johnson und Tom Scott. Auch Robbie Robertson von The Band soll Curtis einmal als einen seiner wichtigsten Einflüsse genannt haben.
Geboren 1934 | Gestorben 1971 | Mann | Musikproduzent | Saxophonist | US-Amerikaner
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