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Kilimandscharo-Massiv
Kilimanjaro01.jpg
Art: Hochgebirge
Typ: Schichtvulkan
Lage: Ostafrika
Staat: Nordost-Tansania
Geogr. Lage:
Geolog. Lage: Rand des
Ostafrikanischen Grabens
Nationalpark: Kilimandscharo NP
Höchster Berg: Kibo; 5.895 m ü. NN
Länge / Breite (max.) : 80 km lang / 60 km
Nächste Stadt: Moshi
Erstbesteigung: 6. Oktober 1889
Dr. Hans Meyer und
Ludwig Purtscheller
Leicht. Route: Marangu-Route
Besonderheit 1: Enthält den höchsten
Berg von Afrika (Kibo)
Besonderheit 2: Weltnaturerbe
(UNESCO - 1987)
Kilimandscharo.jpg) - Blick zum Kibo]]

Das Kilimandscharo-Massiv (Kilima Njaro = „Weißer Berg“ bzw. „Schneeberg“), meist nur Kilimandscharo, Kilimanjaro bzw. Mount Kilimanjaro (oder von 1902 bis 1918 Kaiser-Wilhelm-Spitze) genannt, ist mit bis 5.895 m über dem Meeresspiegel das höchste Bergmassiv Afrikas und weist - im Nordosten von Tansania liegend - mit dem Kibo den höchsten Berg des Kontinents auf.

1987 wurde die einzigartige Landschaft von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Geographie


Das Kilimandscharo-Massiv, das sich etwa 340 km südlich des Äquators befindet, liegt im Nordosten von Tansania etwa 500 km nordwestlich von Daressalam und rund 560 km südöstlich von der Mitte des Viktoriasees. Nur wenige Kilometer von der Grenze zu Kenia entfernt liegt das wuchtige Bergmassiv ungefähr 200 km südöstlich von dessen Hauptstadt Nairobi.

Während das etwa 750 bis 1.000 m hohe Gelände, welches das Kilimandscharo-Massiv umgibt, in Richtung Osten beispielsweise über das bis 2.463 m hohe Pare-Gebirge allmählich zum Indik hin abfällt, geht es nach Westen und Norden in die Gebirgswelten und Hochländer von Tansania und Kenia und nach Süden in die recht hoch gelegene Massai-Steppe über. Ungefähr 70 km südwestlich des Bergmassivs ragt der Mount Meru 4.562,13 m hoch auf.

Der höchste Berg des Massivs bzw. Afrikas ist der bereits erwähnte Kibo (Uhuru Peak; 5891.76 m m ü. NN). Vom Batian, dem zweithöchsten Berg des Kontinents, der sich Richtung Norden im Mount-Kenya-Massiv befindet, ist der Kibo 325 km entfernt, bis zum Margherita Peak, dem dritthöchsten Berg Afrikas, der sich in Richtung Nordwesten im Ruwenzori-Gebirge befindet, sind es 898,5 km.

Kilimandscharo-Nationalpark


Der Kilimandscharo Nationalpark, der 1973 gegründet und 1977 eröffnet wurde, umfasst das Kilimandscharo-Massiv, zu dem unter anderen dessen Regenwälder und die Berge Kibo, Mawenzi und Shira gehören. Zweck des ungefähr 756 km² großen Nationalparks ist es, das nachfolgend erwähnte Landschaftsbild und die Flora und Fauna am Kilimandscharo zu schützen und für die Zukunft zu bewahren.

Zwischen dem Kilimandscharo-Massiv und dem Viktoriasee - aber mehr in Richtung des Sees - befindet sich übrigens in der Serengeti der Serengeti-Nationalpark mit dem großen Ngorongoro-Krater und seiner artenreichen Flora und Fauna.

Landschaftsbild


kilimanjaro satellit.jpg in Bildmitte]]

Obwohl sich das Kilimandscharo-Massiv in den tropisch-heißen Regionen der Erde befindet, ist es neben dem Ruwenzori-Gebirge und dem kaum noch vergletscherten Mount-Kenya-Massiv, die ebenfalls in Äquatorial-Ostafrika liegen, der dritte vergletscherte Hochgebirgszug des Kontinents.

Die jüngere Vergletscherung am Kilimandscharo beschränkt sich auf den Kibo. Zwischen 1912 und 1989 verlor dessen Eiskappe etwa 75 % ihrer ursprünglichen Fläche und bis 2000 schrumpfte sie nochmals um fast 25 %. Der primäre Grund für diesen Rückgang ist ein regional trockeneres Klima seit Ende des 19. Jh. *.

Die von verschiedenen Medien oftmals zitierten Satelliten-Fotos aus den Jahren 1993 und 2000, die den Rückgang illustrieren sollten, sind bezüglich Gletscherschwund jedoch unrelevant. Das 1993-er Foto zeigt die Situation unmittelbar nach einem Neuschneefall, während im 2000-er Foto kaum Neuschnee zu erkennen ist. Der markante Unterschied zwischen den beiden Bildern basiert also auf der räumlichen Ausdehnung der saisonalen Schneedecke.

Die aktuelle Vergletscherung umfasst Gletscher am Gipfelplateau und an den Hängen des Kibo. Am Gipfelplateau bilden das Nördliche und das Südliche Eisfeld die größten Einheiten, das Östliche Eisfeld und der Furtwängler-Gletscher sind bedeutend kleiner. Die Hanggletscher befinden sich vorrangig am Südhang des Kibo, allerdings sind auch an der Westflanke noch Überbleibsel der einst mächtigen Vergletscherung zu sehen.

Neben diesen Gletschern beherbergt das felsige Gebirge Firn- und Schneefelder, Frostschuttwüsten, zahlreiche Gebirgsbäche und eine üppige Vegetation, die in den tieferen Gebirgsregionen in den urwaldartigen Regenwald übergeht (siehe auch Flora und Fauna am Kilimandscharo).

Geologie


Kilimanjaro PIA03355.jpg, Kibo und Mawenzi (v.l.n.r.)]]

Das Kilimandscharo-Massiv ist vulkanischen Ursprungs. In diesem Bereich driften seit Jahrmillionen die Afrikanische Platte sowie die Ostafrikanische Platte auseinander. Sie bilden aktuell den Ostafrikanischen Graben, der sich in ferner Zukunft zu einem neuen Ozean ausweiten wird. An den Grabenrändern quillt Magma aus dem Erdinneren, was zahlreiche Berge und Vulkane emporwachsen lässt. Das Kilimandscharo-Massiv befindet sich am Eastern Rift, dem östlichen Ast des Grabens.

Am Kilimandscharo-Massiv, das etwa zwei bis drei Millionen Jahre alt ist, fand die vermutlich größte Eruption vor rund 360.000 Jahren statt. Zuletzt soll der Kibo um 1700 ausgebrochen sein, seitdem verharrt die vulkanische Aktivität auf einem niedrigen Niveau (Fumarole), ist jedoch keineswegs erloschen.

Geschichte, Erforschung


Sansibar (Einseitige Farbkarte).jpg

Entdeckung

Um 100 n. Chr. berichtete der griechische Astronom und Geograph Ptolemäus von einem hohen, mit Schnee bedeckten Berg mitten in Afrika. Etwa 1000 Jahre später folgte weitere Kunde von einem solchen Berg, diesmal durch chinesische Handelsreisende.

Doch erst als am 11. Mai 1848 ein weiterer Europäer, der deutsche Missionar Johannes Rebmann, vor dem Kilimandscharo stand und 1849 nach seiner Rückkehr nach Europa den überwältigenden Anblick der Schneekuppe schilderte, trat der Berg in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit, die der Nachricht, dass es nur etwa 350 km südlich des Äquators Eis und Schnee gebe, angesichts der Gegenargumente - starke Sonneneinstrahlung und Hitze - über Jahrzehnte keinen rechten Glauben schenkte.

Kolonialzeit

In der Zeit der kolonialen Besetzung durch Deutschland in der Zeit von 1885 - 1918 bildete dieses Bergmassiv das höchste Gebirge Deutschlands.

Erstbesteigung

Schon 1861 und 1862 hatte sich der deutsche Entdecker Karl Klaus von der Decken an eine Besteigung des Berges gewagt, war aber jedes Mal gescheitert. Der nächste dokumentierte Besteigungsversuch wurde von dem Missionar Charles New am 14. und 26. August 1871 unternommen, der beim zweiten Anlauf am 28. August in Begleitung eines Dieners und eines Jagga-Führers die Schneegrenze erreichte, bevor er umkehren musste. 1872 wurde über die erfolglose Unternehmung in einer Publikation der Royal Geographical Society berichtet.

Die Erstbesteiger waren der Leipziger Bergsteiger, Geograph und Forscher Hans Meyer und der österreichische Alpinist und Bergführer Ludwig Purtscheller, die den Gipfel nach zwei fehlgeschlagenen Erstbesteigungs-Versuchen von 1887 und 1888 am 6. Oktober 1889 erklommen.

Erste Abfahrt per Ski

1912 waren Walther Furtwängler und Siegfried König nach ihrer dritten Gipfelbesteigung die Ersten, die per Ski vom Kibo-Gipfel hinab fuhren.

Bergwelt


Höchste Gipfel

Das Kilimandscharo-Massiv besteht im wesentlichen aus drei erloschenen Vulkanen, deren höchster, der bereits erwähnte Kibo (Uhuru Peak), 5.895 m Höhe erreicht. Östlich des Kibo, durch einen weiten, durchschnittlich etwa 4.300 m hohen Sattel mit diesem verbunden, ragt der felsige, 5.148 m hohe Mawenzi auf. Über einen im Mittel 3.700 m hohen Sattel ist westlich des Kibo der Shira (3.962 m ü. NN) erreichbar.

Berge:

  • Kibo (= Der Helle) - höchster Berg Afrikas, teils noch vergletschert
    • Uhuru Peak (5.895 m ü. NN) - Gipfel des Kibo mit 1,9 mal 2,4 km großen Kibo-Krater
    • Inner Cone (5.835 m) - Kraterrand des Reusch Kraters (ca. 800 m Durchmesser; bis 200 m tief), kleiner Krater im Kibo-Krater
  • Mawenzi (= Der Dunkle; 5.148 m) - ca. 10 km östlich des Kibo - ohne Gletscher
  • Shira (3.962 m) - plateauartiger Berg ca. 15 km westlich des Kibo - ohne Gletscher

Bergsteigen

Forest in Marangu route in Kilimanjaro area 001.JPG
Horombo Hut in Kilimanjaro Park 001.JPG
Glacier at summit of Mt Kilimanjaro 001.JPG-Gipfel) über Rest des Furtwängler-Gletscher zum Nordeisfeld]]

Das Bergsteigen am bzw. auf dem Kilimandscharo-Massiv ist aufgrund der einzigartigen Landschaft und der herrlichen Flora und Fauna ein äußerst eindrucksvolles Erlebnis.

Allgemeines
Die Besteigung des Kibo bzw. des Uhuru Peak bietet dem Bergsteiger nur geringfügige technische Schwierigkeiten, weshalb jährlich etwa 15.000 Menschen einen Aufstieg versuchen - trotz der großen körperlichen Anstrengungen. Doch infolge der mit der großen Höhe verbundenen Abnahme des Sauerstoffs kommt es häufig zur Höhenkrankheit, so dass auch aufgrund der physischen Anstrengungen nur etwa die Hälfte aller Gipfelaspiranten den höchsten Punkt erreicht. Die Besteigung, für die man zwecks Anpassung an das Höhenklima fünf bis sieben Tage einplanen sollte, ist gebührenpflichtig, zudem ist die Beauftragung eines Jagga-Führers sowie die Beschäftigung einheimischer Träger vorgeschrieben.

Routen
Marangu-Route:

Während alle anderen Strecken, auch die landschaftlich besonders schöne Machame-Route, die im Südwesten des Kilimandscharo-Massivs verläuft, nur recht wenig begangen werden, ist die meist benutzte Aufstiegsroute die im Südosten des Massivs beginnende Marangu-Route:

Der Pfad beginnt am Südhang des wuchtigen Massivs und führt anfangs in Richtung Norden über Marangu (1.515 m ü. NN), das oft als Ausgangspunkt für Bergtouren angesteuert wird, und durch den Regenwald zur Bismarckhütte (Mandara Hut; 2.682 m). Danach erreicht man - oberhalb der Baumgrenze - durch das anfangs üppig sprießende Gras-, Busch- und Strauchland in Richtung Nordwesten aufsteigend die Petershütte (Horombo Hut; 3.719 m), die sich rund 5 km südlich des Mawenzi befindet. Von dort gelangt man in stets dünner werdender Luft auf den eben erwähnten, 4.300 m hohen Sattel, auf dem man in Richtung Westen und durch die Frostschuttwüste laufend zur 1932 (erstmals) errichteten Kibohütte (Kibo Hut; 4.694 m) kommt. Diese befindet sich an der Ostflanke des Kibo. Von der zuletzt genannten Hütte kraxelt man auf nur noch wenigen Kilometern Entfernung, aber durch zahlreiche Serpentinen und durch eine Gerölllandschaft noch 987 m und maximal 6 Stunden steil bergauf zum Gilman’s Point (laut der Aufschrift eines dort aufgestellten Schilds 5.681 m hoch) auf dem Rand des Kibo-Kraters. Letztlich läuft man auf dem südlichen Kraterrand weitere 214 m aufwärts und erreicht den Kibo-Gipfel - Uhuru Peak (5.895 m ü. NN) genannt. Nach insgesamt rund 55 km Marsch steht man geschafft auf dem Kraterrand des Kibo und wird mit der Aussicht über große Teile von Tansania und Kenia belohnt - wenn das teils unberechenbare Wetter mitspielt. Zum Beispiel kann man den Mount Meru (4.562,13 m) sehen, der oft über die Wolkendecke empor ragt und rund 70 km entfernt ist. Top_kilimanjaro.jpg Weitere Routen:

Auf das Kilimandscharo-Massiv führen neben der eben erläuterten Marangu-Route noch weitere Pfade, die aber zu den schwierigen Routen gehören; unter anderen sind dies:

  • Barafu-Route - steile Teilroute von der bzw. über die Barafu-Hut (4.600 m ü. NN) auf den Kibo
  • Lemosho-Route - Ausgangspunkt Londorossi (2.250 m ü. NN)
  • Machame-Route - Ausgangspunkt Machame (1.800 m ü. NN)
  • Mweka-Route - Ausgangspunkt Mweka (1.700 m ü. NN)
  • Shira-Route - Ausgangspunkt Londorossi (2.250 m ü. NN)
  • Umbwe-Route - Ausgangspunkt Umbwe (1.700 m ü. NN)
  • Western-Breach-Route - steile Teilroute vom bzw. vorbei am Lava Tower (4.600 m ü. NN) auf den Kibo

Seen

Wegen der steil abfallenden Berghänge gibt es am Kilimandscharo-Massiv nur kleine Seen. Doch befindet sich an seinem Südostfuß der Chalasee (auch Dschalasee genannt; knapp 1.000 m ü. NN; 3 km²) und etwas weiter südlich liegt der Djipesee (707 m ü. NN; 46 km²). Beide Stillgewässer befinden sich auf der Grenze von Tansania und Kenia. Am Südwestfuß des Massivs liegt der Momellasee.

Flüsse

Am Kilimandscharo-Massiv entspringen zahlreiche Gebirgsbäche, die beispielsweise am vergletscherten Gipfel des Kibo entstehen und durch die dichten Wälder die Berghänge hinab rauschen. Sie streben vom Massiv in alle Himmelsrichtungen davon. Aus der Vereinigung von solchen teils reißenden Bächen bzw. kleinen Flüssen entstehen später der Pangani und der Galana.

Flora und Fauna


Das Kilimandscharo-Massiv stellt für die afrikanische Flora und Fauna einen wichtigen und artenreichen Lebensraum dar.

Flora

Wie bereits erwähnt, sind die Gipfelregionen am Kibo teils vergletschert; dort gibt es auch Firn- und Schneefelder und Frostschuttwüsten.

Unterhalb dieser Regionen schließt sich teils üppig sprießendes Grasland an, das in Busch- und Strauchland übergeht. Im Süden reicht die Baumgrenze bis auf maximal 3.500 m Höhe, durchschnittlich liegt diese bei 2.700 bis 3.000 m über dem Meeresspiegel.

Bedingt durch das feucht-heiße Klima hat sich nicht nur in den unteren Regionen der Gebirgswelt eine einzigartige Flora im urwaldartigen Regenwald entwickelt, in dem ungezählte Pflanzenarten mit prachtvollen Wuchs gedeihen - sie werden zumeist größer als anderswo. Der Regenwald befindet sich zwischen 1.400 und 3.000 m Höhe - maximal reicht er 3.300 m Höhe. In der Umgebung des Bergriesen gibt es Gras- und Baum-Savannen sowie Sümpfe.

Zur Flora am Kilimandscharo-Massiv und in dessen Umgebung gehören unter anderen:

Fauna

In der Gebirgswelt des Kilimandscharo-Massivs und seiner Umgebung leben zahlreiche Tierarten; zu dieser Fauna gehören:

Klima


Das typische Klima in der Region um das Kilimandscharo-Massiv folgt einem ausgeprägten Jahresgang des Niederschlags mit zwei Regenzeiten (März-Mai, Oktober-Dezember) und zwei Trockenzeiten, wobei die kleine Trockenzeit (Januar und Februar) in einzelnen Jahren ebenfalls niederschlagsreich sein kann. Die mittlere Monatstemperatur an der Basis des Berges erreicht ganzjährig mehr als 20 °C. Am Massiv selber ändert sich das Klima vor allem in vertikaler Richtung stark, was sich in der Abfolge verschiedener Vegetationszonen widerspiegelt. Die tiefer gelegenen Gebiete (bis ca. 3000 m) sind feucht, oftmals in Wolken gehüllt und von üppiger Regenwaldvegetation bedeckt. Mit der Höhe wird der Bewuchs immer karger, Temperatur und Niederschlag nehmen ab. Am Gipfelplateau des Kibo sind die beiden Regenzeiten zwar noch ausgeprägt, allerdings beträgt die jährliche Niederschlagsmenge nur mehr ein Zehntel jener im Regenwaldgürtel. Die Temperatur steigt selbst in den Nachmittagsstunden nur selten über den Gefrierpunkt. Dies gestaltet den Gipfelbereich zu einer trockenen, eisigen Umgebung.

Orte


  • Arusha - Großstadt 80 km südwestlich des Massivs; 50 km östlich der Stadt befindet sich ein Großflughafen.
  • Marangu - Stadt am Massiv; etwa 25 km von Moshi entfernt; optimaler Ausgangspunkt für Bergtouren auf der Marangu-Route
  • Moshi - Großstadt am Massiv mit Regionalflughafen

Bevölkerung


In den Ansiedlungen und Orten am und rund um das Kilimandscharo-Massiv leben die Jagga, die insbesondere von der Landwirtschaft, teils aber auch vom Tourismus leben.

Wirtschaft


Ackerbau

Die Wirtschaft am Kilimandscharo·Massiv ist nach wie vor von der Landwirtschaft geprägt, so dass die einheimischen Jagga zumeist vom Ackerbau sowie von Plantagen- und Viehzucht leben. Angebaut werden unter anderen diese Pflanzen:

Bananen · Kaffee · Mais · Weizen · Sisal

Tourismus

Die Region um das Kilimandscharo-Massiv und den Kilimandscharo-Nationalpark erfreut sich bei abenteuersuchenden Touristen und Naturfreunden großer Beliebtheit. Viele Touristen kommen auch zum Bergsteigen an den Kilimandscharo.

Das wenig südlich des Massivs gelegene Moshi bietet eine Vielzahl von touristischen Einrichtungen. Südwestlich des Massivs und etwa 30 km westlich der Stadt befindet sich in Richtung der Nachbarstadt Arusha der Kilimanjaro International Airport, von dem die Touristen zum Beispiel in den Kilimandscharo- und Serengeti-Nationalpark gelangen können.

Wissenschaft und Forschung


U.a. betreibt die Universität Bayreuth seit vielen Jahren eine wissenschaftliche Forschungsstation am Kilimandscharo-Massiv. Sie ist primär der Erforschung der Flora und der Niederschlagsverteilung im Regenwaldgürtel gewidmet. In den vergangenen Jahren wurde durch Glazialkerne (Eisbohrungen) einzigartiges Datenmaterial zur Klimageschichte der letzten Jahrtausende gesammelt. Die Universitäten Innsbruck und Massachusetts führen seit 2002 zusammen ein Klimaforschungsprojekt durch mit dem Ziel, die klimatologischen Gründe des Gletscherrückgangs zu verstehen [http://www.geo.umass.edu/climate/kibo.html.

Literatur und Film


Am Fuß des Bergs schrieb Ernest Hemingway seinen Kurzroman Schnee auf dem Kilimandscharo (The Snows of Kilimanjaro), der 1952 von Henry King verfilmt wurde. Mit Gregory Peck, Susan Hayward, Ava Gardner und Hildegard Knef in den Hauptrollen wurde der Film ein Hollywood-Klassiker.

Weblinks


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