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(, , englische Schreibweise Khartoum) ist die Hauptstadt der Republik Sudan als auch des Bundesstaates al-Chartum.

Lage


Die Stadt liegt am Zusammenfluss des Weißen Nils mit dem Blauen Nil.

Bevölkerung


hat 2.090.001 Einwohner in der eigentlichen Stadt und in der Agglomeration mit Omdurman und Bahri 7.830.479 Einwohner (Berechnung 2006)http://bevoelkerungsstatistik.de. Damit ist Khartum die viertgrößte Agglomeration in Afrika.

Bevölkerungsentwicklung:

Jahr Einwohner (Stadt) Einwohner (Agglomeration)
1907 (k.A.)Encyclopedia Britannica von 1911: Band 15, Seite 773 69.349 k.A.
1956 (k.A.) 93.100 245.800
1973 (Zensus) 333.906 748.300
1983 (Zensus) 476.218 1.340.646
1993 (Zensus) 947.483 2.919.773
2006 (Berechnung) 2.090.001 7.830.479

Geschichte


Frühe Geschichte

wurde 1820 von den Ägyptern unter Mehemed Ali als Militärlager gegründet. Bald darauf siedelten sich Einheimische an, um den Handel mit den Ägyptern zu intensivieren. Nach dem Sturz des alten Handelszentrums Schandi konzentrierte sich der Handel des Sudan in , das nun den gesamten Handel mit Elfenbein, Gummi, Tamarinden, Straußenfedern und Sklaven aus Zentralafrika mit dem Roten Meer vermittelte.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde als zumeist aus elenden Lehmhäusern mit engen, krummen und schmutzigen Gassen beschrieben. Aus Ziegeln erbaut waren nur das große Haus des Gouverneurs, das einen weiten, mit Dattelpalmen geschmückten Vorplatz hatte, die 1847 gegründete österreichisch-apostolische Mission, die einzige Moschee, die koptische Kirche und einige Häuser der handeltreibenden Griechen und anderer Europäer, Levantiner und Araber. In der Stadt unterhielten Österreich-Ungarn und Großbritannien Konsulate und die Bevölkerung wird auf rund 50.000 Einwohner geschätzt, die zum allergrößten Teil aus Arabern bestand – daneben noch aus afrikanisch-stämmigen Sklaven, Levantinern, Griechen, Italienern, Franzosen und Briten.

Unter Ismail Pascha wurde die Stadt zur Hauptstadt des Sudan und zum Sitz des Generalgouverneurs (Baker, dann Gordon u. a.) erhoben.

1885 wurde von den Mahdisten unter Muhammad Ahmad erobert und zerstört und seit 1898 unter dem britischen Oberbefehlshaber Kitchener wieder aufgebaut.

Neuere Geschichte

In den 1970er und 1980er Jahren war das Ziel von hundert-tausenden Flüchtlingen, die Schutz vor den Konflikten im Tschad, Äthiopien und Uganda suchten. Diese siedelten sich in großen Slums in den Außenbezirken der Stadt an. Seit 1983 kamen dann auch viele Vertriebene aus dem Sudan selbst hinzu, als Folge des neu entbrannten Sezessionskrieges im Süd-Sudan und des Darfur-Konfliktes.

Am 20. August 1998 wurde durch die Clinton-Regierung der USA die Bombardierung der asch-Schifa-Arzneimittelfabrik im Administrationsbereich der Stadt Bahri veranlasst, da der Verdacht bestand, dort würden Komponenten für Chemiewaffen produziert.

Nach dem Tod von John Garang, dem Führer der SPLA, brachen am 1. und 2. August 2005 Unruhen in der Stadt aus, bei denen 75 Menschen ums Leben kamen und mehrere hundert verletzt wurden.

Sehenswürdigkeiten


Infrastruktur


  • Flughafen
    • IATA-Kennung: KRT
    • ICAO-Kennung: HSSS
    • Flugbahnlänge: 2.980 m
    • Höhe über NN: 384 m

Bildung


Hochschulen und Universitäten

Dies ist eine noch unvollständige Liste aller Hochschulen und Universitäten in Khartum:

Söhne und Töchter der Stadt


Städtepartnerschaften


Siehe auch


Quellen


Literatur


  • Jörg Gertel: Krisenherd Khartoum. Geschichte und Struktur der Wohnraumproblematik in der sudanesischen Hauptstadt. Verlag Breitenbach, Saarbrücken/Fort Lauderdale 1993, ISBN 388156599X

Weblinks


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