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HK-Nummernschild.jpg in Deutschland]] Die Kfz-Kennzeichen der US-Streitkräfte in Deutschland wurden bis Ende 2005 von einer US-Behörde an Fahrzeughalter, die ihren Armeedienst in Deutschland leisten, herausgegeben. Da die Fahrzeuge in einem Drittland außerhalb der EU zugelassen sind, müssen diese nach internationalen Übereinkünften das internationale Kraftfahrzeugkennzeichen "USA" am Fahrzeugheck (auch im Bundesgebiet) tragen. Bei Reisen außerhalb Deutschlands (auch in EU-Länder) schreiben die Militärvorschriften der USA das Anbringen des Kraftfahrzeugkennzeichen "USA" vor. Für neue Fahrzeuge werden aus Sicherheitsgründen deutsche Kennzeichen herausgegeben.

Geschichte


Die ersten Kennzeichen wurden 1947 herausgegeben. Nach amerikanischem Recht gilt die Fahrzeugzulassung nur für ein Jahr und muss dann gegen Gebühr um ein weiteres Jahr verlängert werden. Bei jeder Verlängerung wird ein neues Nummernschild vergeben. Von 1951 bis einschließlich 1961 erschien das Gültigkeitsjahr auf dem Nummernschild. Seit 1962 erscheint nur noch in kleinerer Schrift das Kürzel USA, davor fand sich auf dem Kennzeichen noch die Beschriftung "United States of America" oder "US Forces in Germany". Der Nummernaufbau war bis 2000 überwiegend in der Form AB 1234.

Lookalike-Kennzeichen (2000-2005)


Aufgrund von Sicherheitsbedenken der US-Streitkräfte wurden mit Billigung der deutschen Regierung seit ca. 2000 unauffällig wirkende und daher den EU-Schildern nachempfundene (sog. "Lookalike"-Kennzeichen) verwendet. Seit 1. Januar 2002 wurden nur noch "Euro-Schilder" ausgegeben. Da die Zulassung jährlich erneuert werden musste, waren demnach seit dem 1. Januar 2003 nur noch die neuen Kennzeichen im Verkehr. Als "Zulassungsbezirk" wurden die Kürzel AD (Standardgröße) und AF (kleine Größe) ausgewählt, da dies die ersten freien zweistelligen Kombinationen im Alphabet waren. Einige Zeit später merkte man, dass AF leicht mit American Forces (amerikanische Streitkräfte) oder Air Force (Luftwaffe) in Verbindung gebracht werden kann. Die Militärbehörden entschlossen sich, die Kombination AF nicht mehr zu vergeben und diese durch HK zu ersetzen. Die genannten Kombinationen wurden an Privatfahrzeuge von Angehörigen der US-Streitkräfte in Deutschland vergeben. Für dienstlich zugelassene Fahrzeuge verwendete man die Kombination IF in der Standardkennzeichengröße.

Aufbau

Der Aufbau der Nummer war wie folgt: AD-AB 123. Auf der linken Seite war statt des EU-Sternenkranzes das NATO-Emblem und der Schriftzug USA angegeben. Das Kreiswappen des "Zulassungsbezirks" lautete "Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Deutschland". Anstelle der TÜV-Plakette - die Fahrzeuge unterlagen nicht deutschem Recht und benötigten daher keinen TÜV - war das Ablaufdatum der Zulassung angegeben. Hierbei konnte sich die Plakette von der TÜV-Plakette darin unterscheiden, dass die Monate mit Buchstaben (J-F-M-A-...) statt Zahlen (1-2-3-4...) gekennzeichnet wurden und dann auch der Ablaufmonat der Zulassung gelocht war. Diese Lochung musste sich dann auf der "12-Uhr"-Position befinden. Vorderes und hinteres Schild waren gleich, da es auch keine AU-Plakette gab. Die Kürzel für den Zulassungsbezirk wurden gewählt, weil sie im deutschen Kennzeichensystem noch nicht verwendet wurden.

Erscheinungsbild

Neben den Buchstabenkürzeln gab es weitere Unterschiede zu Fahrzeugen mit deutscher Zulassung. Die häufig anzutreffende verkleinerte Kennzeichenversion HK wird bei deutschen Zulassungen nur an landwirtschaftliche (Zug-)fahrzeuge, Mopeds und nur in seltenen Ausnahmefällen auch an Autos vergeben, an denen nicht genügend Platz für die übliche Kennzeichengröße ist. Durch Verwendung der verkleinerten Version an Autos von US-Angehörigen relativierte sich der Sicherheitsgewinn, da die kleinen Kennzeichen schon leicht aus einiger Entfernung auszumachen sind. Des Weiteren waren viele Privatautos der US-Streitkräfte auch von weitem schon an ihrer in Deutschland ungewöhnlichen Ausstattung und Erscheinungsform zu erkennen, beispielsweise auch vorne getönte Scheiben oder roter Blinker.

Entwicklung


Ende 2005 wurde von den Militärbehörden entschieden, dass dieses System keine ausreichende Sicherheit bietet. Somit wurden ab Dezember 2005 alle ablaufenden Kennzeichen durch deutsche Kennzeichen des jeweiligen Zulassungsbezirks, in dem sich die Militäreinrichtung befindet, ersetzt. Dabei gibt es folgende Änderungen:

  • eine Mitnahme des Kennzeichens als Souvenir ist nicht mehr möglich, es muss nach Abmeldung stets an die Militärkraftstelle zurückgegeben werden.
  • es werden nur noch in begründeten Ausnahmefällen (kein Platz für normal große Kennzeichen) verkleinerte Kennzeichen ausgegeben. Man gleicht sich somit den deutschen Vorschriften an.
  • bei Fahrten ins Nicht-EU-Ausland muss ein "D"-Nationalitäts-Aufkleber am Fahrzeugheck angebracht werden (bisher "USA"-Aufkleber).
  • bei Geschwindigkeitskontrollen wird kein Voraussortieren der US-Privatfahrzeuge mehr möglich sein.
  • Da die deutsche Polizei nicht mehr auf Anhieb zwischen den Kennzeichen an Fahrzeugen von US-Militärpersonal und deutschen Zivilfahrzeugen unterscheiden kann, müssen auf Anweisung der Militärbehörden US-typische Fahrzeugmerkmale, wie getönte Scheiben oder zu lauter Auspuff entfernt werden oder diese müssen den europäischen Vorschriften entsprechen. Ansonsten werden Bußgelder gegen den Halter durch die deutschen Behörden verhängt und nicht mehr wie bisher als Ausnahme anerkannt werden, da diese Fahrzeuge nicht mehr am Kennzeichen von deutschen Privatfahrzeugen unterschieden werden können.

Der letzte Punkt führt zu Kritik durch die betroffenen Personenkreise, da ihrer Meinung nach damit ein Teil ihrer US-amerikanischen Kultur unterdrückt würde.

Siehe auch


Kfz-Kennzeichen der kanadischen Streitkräfte in Deutschland

Weblinks


Car number plates (US Army in Germany)

Kfz-Kennzeichen | Militär (USA)

 

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