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F license plate.jpg]] Plate France CD.JPG Das derzeitig noch gültige System für Kfz-Kennzeichen in Frankreich besteht seit dem 1. April 1950.

Das gesamte Kennzeichen ist niemals länger als 8 Zeichen (9 Zeichen für die Übersee-Départements) und setzt sich zusammen aus

  1. 1-4 Ziffern (eine Ziffer nur bis etwa 1955; Ausnahme: Korsika 1976, seitdem mindestens 2, beginnend mit der "11")
  2. 1, 2 oder 3 Buchstaben
  3. der Nummer des Départements: Die Départements des französischen Festlandes werden durch eine zweistellige Zahl gekennzeichnet (01-19,21-95). Das Département 20 (Korsika) wurde 1976 zweigeteilt. Seitdem tragen die Kennzeichen hier 2A (Corse-du-Sud) bzw. 2B (Haute-Corse). Bis August 1951 gaben die Départements 01 bis 09 Kennzeichen nur mit der Kennung 1 bis 9 heraus, seitdem zweistellig. Die Übersee-Départements sind mit drei Zahlen angegeben (971-974), wobei aus Platzgründen die 9 über der 7 erscheinen kann.

Beispiele:

  1. 2928 TW 74; 252 DRS 91; 56 ABM 13
  2. 11 GY 2A
  3. 654 ANY 971

Einschränkungen:

  • Die Buchstaben O und U werden gar nicht verwendet (Verwechselungsgefahr mit 0 und V)
  • Der Buchstabe I erscheint nur auf Sonderkennzeichen (z. B. der Serie IT = importation temporaire, die bis 2003 an Diplomaten mit Dienstsitz in der Schweiz ausgegeben wurde und allmählich ausläuft)
  • Kennzeichen, mit einem einzelnen W oder mit WW sind Kurzzeit- oder Händlerkennzeichen
  • Kennzeichen mit drei Buchstaben, die mit einem W beginnen sind Ausfuhrkennzeichen
  • Die Nummer des Départements wird nie als Ziffernfolge vor der Buchstabengruppe verwendet (z. B. 75 ABC 75)

Es gibt keine Wunschkennzeichen, sondern eine chronologische Vergabe seitens der Präfekturen und Unterpräfekturen. In jedem Département fing die Serie folglich mit 1 A an und wird irgendwann mit 999 ZZZ enden. Am weitesten fortgeschritten ist derzeit Paris mit 71 QNG 75 (Stand: 2. April 2006). Am weitesten "hinten" liegt Lozère mit 9452 GP 48 (Stand: 1. April 2006).

Mit einer entsprechenden Liste kann man anhand des Kennzeichens das Alter eines Fahrzeugs feststellen, sofern es seit der ersten Zulassung das Département nicht gewechselt hat (siehe Link unten "Francoplaque").

Im Unterschied zu Deutschland sagt das Kennzeichen nichts über den technischen Zustand (TÜV Frankreich), die Versicherung (Kfz-Versicherung Frankreich) oder die gezahlte KFZ-Steuer des Fahrzeuges aus. Diese Daten sind an Vignetten abzulesen, die an der Frontscheibe angebracht sind.

Es gibt in Frankreich für Privatfahrzeuge keine Kfz-Steuer; einzig bei der Anmeldung (nachgewiesen durch die Carte Grise) wird eine Gebühr auf Basis der Leistung des Fahrzeuges (Chevaux Fiscaux) fällig. Diese wird bei einer Ummeldung in ein anderes Departement erneut erhoben.

Das Kennzeichen wird in Frankreich dem Fahrzeug zugeordnet und ändert sich bei einem Halterwechsel nicht, sofern der neue Halter seinen Wohnsitz im selben Département hat.

Im Rahmen der großangelegten Offensive zur Securite Routiere wurden neben vielen Radarfallen auch verschärfte Regeln hinsichtlich Versicherung und Kennzeichen eingeführt. Immer wieder gerne zitiert wird in diesem Zusammenhang das Beispiel des Traktors aus der Bretagne, der mit 200 km/h auf der Pariser Peripherique geblitzt wurde. Um also der Kriminalität im Zusammenhang mit gefälschten Kennzeichen vorzubeugen, müssen diese seit einiger Zeit fest mit dem Fahrzeug verbunden werden (angenietet).

Die noch ab und an zu sehenden "schönen" Kennzeichen mit besonderen Schriftarten sind verboten und das Fahren mit nicht-gesetzeskonformen Kennzeichen kostet € 150 Strafe. Allerdings gibt es keine Regelung über die genaue Ausgestaltung der Kennzeichenschrift, so dass man weiterhin zwischen einer Handvoll genehmigter Schriften wählen kann.

Die Farbe der Kennzeichen ist vorne weiß mit schwarzem Text, hinten gelb mit schwarzem Text. Fahrzeuge, denen bei der ersten Zulassung noch die alten schwarzen Kennzeichen mit weißer bzw. silberner Beschriftung zugeteilt wurden, dürfen weiterhin mit solchen Kennzeichen versehen sein, auch dürfen diese Kennzeichen durch neue, gleichermaßen gestaltete Kennzeichen ersetzt werden. Das Europa-Feld mit dem Nationalitätskennzeichen "F" ist laut Medienberichten seit Juli 2004 Pflicht, doch sind in der Praxis überall auch für Neuzulassungen noch die "alten" Kennzeichen ohne Europa-Feld erhältlich.

Eine Besonderheit bilden verkleinerte vordere Kennzeichen, die eigens für eine Serie des Peugeot 206 genehmigt wurden. Diese Kennzeichen sind etwa einen Zentimeter schmaler und rund fünf Zentimeter kürzer als die Kennzeichen in der standardisierten Euro-Größe.

Gendarmerie Nationale und Militär verfügen über Sonderkennzeichen mit einem Hoheitsemblem am linken Rand der weißen/gelben Kennzeichen. Auch gibt es Nummernschilder auf rotem Grund (temporäre Zulassungen, einfuhrsteuerbefreite Fahrzeuge, Diplomaten mit Dienstsitz z. B. in der Schweiz), grüne Kennzeichen (Diplomaten mit Dienstsitz im Inland, Mitarbeiter internationaler Organisationen wie CERN und Interpol) sowie Kennzeichen auf blauem Grund (Soldaten und Zivilangestellte der Deutsch-Französischen Brigade in den deutschen Garnisonen).

Besonders in Paris und in den Grenzgebieten sieht man auch öfter vermeintlich "abgelaufene" deutsche Exportkennzeichen. Das eingeprägte Datum gibt allerdings lediglich das Ablaufdatum der deutschen Exportversicherung an. Die Kennzeichen sind unabhängig vom eingeprägten Datum ein Jahr lang gültig, müssen nach diesem Datum jedoch in Frankreich versichert sein (grüne Plakette hinter der Windschutzscheibe).

Neues Kennzeichensystem


Frühestens 2007 soll das bestehende System geändert werden. Die Kennzeichen werden dann in einer nationalen Serie ausgestellt und verbleiben "auf Lebenszeit" bei dem Fahrzeug.

Des Weiteren soll das Aussehen der vorderen Kennzeichen mit dem hinteren angeglichen werden. Danach wären beide Schilder gelb mit schwarzer Schrift ausgeführt.

Dem Fahrzeughalter wird es dann freigestellt sein, in einem dem linken Europa-Feld ähnelnden blauen Feld am rechten Rand des Kennzeichens eine regionale Kennzeichnung anzubringen. Dies kann weiterhin die Nummer des Departements sein, aber auch das Wappen der Region, oder beides. Das neue national einheitliche Nummernsystem sieht das Format "A 11 A" bis "ZZ 999 ZZ" vor.

Hierbei sollen allerdings Kennzeichen, die mit einem einzelnen Buchstaben enden den Motorrädern reserviert bleiben.

Krafträder unter 50cm³ müssen seit dem 1. Juli 2004 ebenfalls ein Kennzeichen führen; dieses entspricht in seiner Gestaltung bereits der neuen Norm, jedoch mit weißem statt gelbem Hintergrund und ohne das optionale blaue Feld mit regionalen Gestaltungselementen.

Weblinks


Frankreich | Kfz-Kennzeichen

French vehicle registration plates | Plaque d'immatriculation française | Targhe automobilistiche francesi

 

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