Essen_Kettwig_1.jpg | Kettwig-Blaeu1640.jpg | Kettwig_Rathaus.JPG | Essen_Kettwig_2.jpg Kettwig, unmittelbar an der Ruhr gelegen, ist heute der jüngste und einer der südlichen Stadtteile der Stadt Essen im und gehört zum Stadtbezirk IX Werden/Kettwig/Bredeney mit 17.876 Einwohnern (Stand: 31.12.2005). Er hat die größte Gesamtfläche aller Essener Stadtteile mit 15,30 Quadratkilometern und liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 53 Metern ü. NN.
Am 1. Januar 1975 wird die Stadt Kettwig, trotz massiven Widerstands der Bevölkerung, aus dem Kreis Düsseldorf-Mettmann in die Stadt Essen eingemeindet; der westlichste Kettwiger Stadtteil Mintard fällt an Mülheim an der Ruhr. Ein 1996 in Kettwig durchgeführtes Bürgerbegehren für die Wiederherstellung der Stadt und Rückgemeindung in den Kreis Mettmann wird trotz einer großen Mehrheit in der Bevölkerung von der Landesregierung im Herbst 1997 abgelehnt.
An der Zugehörigkeit Kettwigs zum Erzbistum Köln änderte sich durch die 1975 erfolgte Eingemeindung nichts; das Ruhrbistum Essen kommt bis heute (Stand: 2006) nicht in den Genuss der Kirchensteuereinnahmen aus Kettwig. Ebenso sieht es bei der überwiegend protestantischen Bevölkerung (ca.60%) von Kettwig aus, die zum Kirchenkreis Mülheim an der Ruhr gehört.
Ein weiteres markantes Gebäude ist die 1830 geweihte katholische Kirche St. Peter.
Da das allein von der Tuchindustrie geprägte Kettwig keine kriegswichtige Industrie beheimatete, wurde es von den Bombardements des Zweiten Weltkriegs weitestgehend verschont. So wurde die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern in weiten Teilen erhalten, obwohl man auch dort in den 70er Jahren im Rahmen der Neugestaltung von Schulstraße und Bürgermeister-Fiedler-Platz einige intakte Fachwerkhäuser abriss.
Sehenswert sind auch das Kettwiger Rathaus mit dem Standesamt, Schloss Hugenpoet mit den aus Schloss Horst stammenden Renaissance-Kaminen, Schloss Oefte, Schloss Landsberg sowie der Kettwiger See (Stausee) und der Mühlengraben mit der im Jahr 1786 vom vorletzten Werdener Abt, Bernhard II. (Bierbaum), errichteten Steinbrücke. Diese aus Ruhrsandstein errichtete Brücke war vermutlich der erste Bauabschnitt zu einer komplett die Ruhr überspannenden, aber nicht vollendeten Brücke. 1865 wurde sie nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut. Das Wappen des Abtes Bernhard II. ist im mittleren Brückenbogen eingearbeitet. Im Kettwiger Norden befindet sich Maria im Maien - eine kleine Kapelle, die gerne für Hochzeiten genutzt wird, ursprünglich aber den Katholiken in Auf der Höhe die fußläufige Teilnahme an der Messe erleichtern sollte.
Flussaufwärts befindet sich auf der Kettwiger Seite der Ruhr der sogenannte Kattenturm. Dabei handelt es sich um die Ruine der Burg Luttelnau, die vermutlich im 14. Jahrhundert geschliffen wurde.
Im Teelbruch, einem Kettwiger Gewerbegebiet, arbeiten ca. 400 Beschäftigte in einer Druckerei der Axel Springer AG. Dort werden täglich etwa eine Million Tages- und Wochenzeitungen produziert – eigene Titel und Lohndruckaufträge.
In der Nähe dieses Gewerbegebietes liegt das Kettwiger Schwimmzentrum, eines der beliebtesten Bäder Essens, mit Hallen- und Freibad - Letzteres mit großen Liegeflächen, Sprungturm, Schwimmer- Nichtschwimmer- und Kleinkinderbecken.
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