Ketone sind chemische Verbindungen, die als funktionelle Gruppe eine nicht endständige Carbonylgruppe (-C=O) (auch Ketogruppe genannt) enthalten. Das bedeutet (siehe Bild): im Gegensatz zu den Aldehyden ist der Carbonylkohlenstoff bei den Ketonen mit zwei weiteren Kohlenstoffatomen verbunden.
Ketone sind Oxidationsprodukte sekundärer Alkohole. Weil man sie von Alkanen ableiten kann, nennt man sie auch Alkanone. Einfachstes Keton ist das Aceton (Propanon).
Verwendet werden Ketone in der Chemie, der Medizin (siehe *) und in der Parfüm-Herstellung.
Niedermolekulare Ketone sind farblose, leichtbewegliche Flüssigkeiten. Höhermolekulare Ketone sind feste Stoffe.
Eine Oxidation von Ketonen unter gemäßigten Bedingungen, beispielsweise mit Fehlingscher Lösung ist nicht möglich. Dadurch kann man sie von Aldehyden unterscheiden.
Ketone besitzen aufgrund des +I-Effekts der Alkylsubstituenten am Carbonyl-Kohlenstoffatom eine niedrigere Reaktionsfreudigkeit als Aldehyde. Außerdem polymerisieren sie nicht.
Viele Ketone zeichnen sich durch einen angenehmen, fruchtigen Geruch aus.
Aufgrund der neutralen Struktur sind sie nicht el. leitfähig.
Ketone stehen mit ihrer tautomeren Form, den Enolen im Gleichgewicht (Keto-Enol-Tautomerie): H H | | R - C - C = O <-> R - C = C - O | | | | H R H R Zum Schutz gegen unerwünschte Reaktionen werden Ketone mit Diolen zu Vollacetalen (siehe Schutzgruppe) umgesetzt: R-C=O R-C-R | + HO-R-OH --> / \ R O O \ / R
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