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Kerman () ist die zweitgrößte Provinz des Iran mit einer Fläche von 186.422 km². Mit 2,1 Millionen Einwohnern ist sie sehr dünn besiedelt. Durch Kerman führt die alte Straße von Teheran nach Pakistan und Afghanistan. Das in der Region z.T. noch verbreitete Kerman-Dialekt der persischen Sprache ist für Iraner aus Teheran nur schwer verständlich.

Geografie


Das Klima der Provinz ist wüstenhaft mit heißen trockenen Sommern und kalten ebenfalls trockenen Wintern. Die Hauptstadt heißt, wie die Provinz auch, Kerman und hat 320.000 Einwohner. Sie liegt in 1.748 Metern Höhe und hat ein relativ angenehmes Klima.

Durch den Iran verläuft die Kontaktregion der Arabischen Platte und der Eurasischen Platte. Daher ist der Iran immer wieder Schauplatz starker Erdbeben. Insbesondere ist dann die Region Kerman stark betroffen.

Erdbeben


Das letzte schwere Beben ereignete sich am 22. Februar 2005 gegen 5:55 Uhr Ortszeit (3:25 MEZ) und hatte eine Stärke 6,4 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag in 42 Kilometer Tiefe etwa 60 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt nahe der Kleinstadt Sarand, die weitgehend zerstört wurde. Der iranische Stab für Naturkatastrophen bezifferte darüber hinaus die Zerstörung mehrerer Dörfer in der Umgebung auf 20 bis 70 Prozent. Etwa 30.000 Menschen in 40 Dörfern sind von dem Erdbeben betroffen. Die meisten Gebäude in der armen, schwach besiedelten Region sind aus Lehmziegeln errichtet, sie können Erdbeben kaum widerstehen.

Am ersten Tag wurden mehr als 420 Tote geborgen, die geschätzte Zahl der Verletzten schwankt je nach Quelle zwischen 1000 (staatliches Fernsehen) und 5000 (Rettungsärzte). Da mehrere Straßen in der Region blockiert wurden und starke Regenfälle am Tag des Bebens die Bergungsarbeiten behinderten, wird mit deutlich höheren Opferzahlen gerechnet.

Am 26. Dezember 2003 hatte sich in der etwa 250 Kilometer südöstlich von Sarand bei der Stadt Bam ein Erdbeben der Stärke 6,6 ereignet, dem mindestens 26.000 Menschen zum Opfer fielen. Im Sommer 2004 kam es in der Region zu einem weiteren, aber leichteren Beben.

Bereits 1981 traten ebenfalls schwere Beben auf, im Juni bei Golbaf mit der Stärke 6,9 und im Juli bei Sirdsch und Schahdad mit der Stärke 7,3.

Geschichte


Die mittelalterliche Provinz Kerman hatte Zugang zum Persischen Golf bzw. zum Arabischen Meer und war zusammen mit Hormozgan der Kern der Reiche der Kerman-Bujiden (10./11. Jahrhundert), der Kerman-Seldschuken (11./12. Jahrhundert) und auch der letzten Zand-Prinzen der Neuzeit (18. Jahrhundert).

Provinz (Iran)

محافظة کرمان | Kerman Province | Kermán | استان کرمان | Province de Kerman | Kerman (Provinsi) | ケルマーン州 | Kerman (provincie) | Província de Kerman

 

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