- | - | Kerala - കേരളം | - | Land: | Indien | - | Hauptstadt: | Thiruvananthapuram (794.000 Einwohner) | - | Fläche: | 38.863 km² | - | Einwohner: | 32.803.000 (2006) | - | Bevölkerungsdichte: | 844 Einwohner je km² | - | Sprachen: | Malayalam (Amtssprache); Tamil, Tulu, Konkani, Englisch | - | Religionen: | Hinduismus (56,2 %), Islam (24,7 %), Christentum (19,0 %), andere | - | Webseite: | www.kerala.gov.in | - | Karte | - | |
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Kerala (Malayalam: കേരളം, Kēraḷam) ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 38.863 km² und 32.802.812 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2006). Die Bevölkerungsdichte beträgt 844 Einwohner je km². Damit gehört der Staat zu den am dichtesten besiedelten Regionen Indiens. Hauptstadt ist Thiruvananthapuram (das ehemalige Trivandrum).
Der Bundesstaat Kerala entstand 1956 durch dem Zusammenschluss der drei ehemaligen Fürstenstaaten Cochin, Malabar und Travancore. Der Name Kerala bedeutet wörtlich „Land der Kokospalmen“. Abgeleitet ist er von den Malayalam-Wörtern kera für Kokospalme, die tatsächlich überall in der Region in großer Zahl zu finden sind, und alam für Land.
Kerala grenzt im Norden an den Bundesstaat Karnataka, im Osten wird es durch die Westghats von Tamil Nadu abgeschirmt und im Westen durch das Arabische Meer begrenzt. Kerala nimmt fast die gesamte Malabarküste ein. Insgesamt beträgt die Küstenlänge rund 590 Kilometer.
Die teils noch dicht bewaldeten Westghats im Osten steigen im Durchschnitt 1500 Meter auf. Die höchste Erhebung des Bundesstaates und der gesamten Westghats ist der 2695 Meter hohe Anai Mudi. Das Gebirge fällt nach Westen über eine Hügellandschaft zur höchstens 120 Kilometer breiten, fruchtbaren Küstenebene am Arabischen Meer ab. Über den mittleren Küstenabschnitt, zwischen Kochi und Kollam, erstrecken sich die Wasserstraßen, Seen und Lagunen der Backwaters. Deren größtes Gewässer ist der Vembanadsee südlich von Kochi. Fast alle Flüsse entspringen in den Westghats. Keralas längster Strom ist der Periyar.
Die Mehrheit (56,2 Prozent) der Bevölkerung sind Hindus. Daneben gibt es beträchtliche Minderheiten von Muslimen (24,7 Prozent) und Christen (19,0 Prozent, vor allem Thomaschristen, die ihren Ursprung bis auf den Apostel Thomas zurückführen. Letztere sind in verschiedene Konfessionen gespalten: Katholiken, d. h. die Syro-Malabaren und die Syro-Malankaren, bilden die Mehrheit, außerdem gibt es indisch-orthodoxe (Malankara Orthodox-Syrische Kirche), syrisch-orthodoxe und anglikanische Thomaschristen sowie eine kleine Minderheit von Protestanten. Die Thomaschristen der verschiedenen Richtungen sind fest in das hinduistische Kastensystem integriert und bilden sogar eine der oberen Kasten in Kerala. Dagegen sind die Angehörigen der protestantischen Missionskirchen zumeist Konvertiten aus niederen Kasten oder Kastenlose.
Die restlichen 0,1 Prozent verteilen sich auf Jains (4.500 in Kerala), Sikhs (2.800), Buddhisten (2.000) und sonstige (2.300). Zu ihnen gehören auch die wenigen verbliebenen Cochin-Juden.
Generell herrscht in Kerala große religiöse Toleranz. Die verschiedenen Glaubensrichtungen existieren seit Jahrhunderten friedlich nebeneinander.
In Kerala gibt es 7 Universitäten, die Kerala University in Thiruvananthapuram, die Cochin University of Science and Technology in Kochi, die Kannur University, die Calicut University in Kozhikode, die Mahatma Gandhi University in Kottayam, die Kerala Agricultural University in Thrissur und die Sree Sankaracharya University of Sanskrit in Kalady.
| Stadt | Einwohner | Stadt | Einwohner | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Thiruvananthapuram | 744.739 | 6 | Alappuzha | 177.079 |
| 2 | Kochi | 596.473 | 7 | Palakkad | 130.736 |
| 3 | Kozhikode | 436.527 | 8 | Tellicherry | 99.386 |
| 4 | Kollam | 361.441 | 9 | Ponany | 87.356 |
| 5 | Thrissur | 317.474 | 10 | Manjeri | 83.704 |
| Quelle: www.bevoelkerungsstatistik.de | |||||
Soweit die Legende, doch tatsächlich ist nur wenig über Keralas frühe Geschichte bekannt. Vieles ist ungesichert oder nur in Legenden und Mythen überliefert. So soll der Apostel Thomas im Jahre 52 in Muziris (heute Kodungallur) gelandet sein – der antiken Hafenstadt, die im 1. Jahrhundert n. Chr. auch der römische Gelehrte Plinius der Ältere erwähnte – und das Christentum nach Kerala gebracht haben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es durch christliche Kaufleute aus Syrien eingeführt worden ist. Belegt sind christliche Gemeinden erst seit dem 4. Jahrhundert. Nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem 70 n. Chr. soll es angeblich auch eine Masseneinwanderung von Juden nach Muziris gegeben haben. Möglicherweise gab es aber auch vorher schon Juden an der Malabarküste.
Tatsache ist, dass Kerala vermutlich auf Grund der ursprünglich dichten Dschungelgebiete später als andere Regionen Indiens besiedelt wurde. Kontakte mit dem hochentwickelten nordindischen Reich der Maurya trieben die Entwicklung jedoch schnell voran. Buddhismus und Jainismus breiteten sich damals in Kerala aus. Zu früher Bedeutung gelangte die Region durch den Handel mit Phönizien, Ägypten, Babylon, Arabien, China und dem Römischen Reich.
Sangam-Ära und Erstes Chera-Reich (bis ca. 400 n. Chr.)
Erst mit der tamilischen Sangam-Ära (ca. 300 v. Chr. bis 200 n. Chr.) lassen sich sichere Aussagen über Keralas Geschichte treffen. Zu dieser Zeit existierte im Norden Keralas das Reich der Mooshika-Könige, nach seiner Hauptstadt Ezhimala genannt. Im äußersten Süden, etwa vom Kap Komorin bis Thiruvananthapuram, herrschten die Ays. Die mittlere Malabarküste wurde von den Cheras kontrolliert, einer ursprünglich in Tamil Nadu herrschenden Dynastie, die bereits in Inschriften aus der Zeit Ashokas erwähnt wurde. Sie waren die mächtigsten Herrscher der Region und führten zahlreiche Kriege gegen andere tamilische Dynastien wie die Cholas und die Pandyas. Ihre Hauptstadt war Vanchi, dessen genaue Lage aber bis heute umstritten ist.
Venads erster bedeutender Herrscher war Udaya Marthanda Varma (1175-1195). Die Hauptstadt Quilon (heute Kollam) entwickelte sich zu einer wohlhabenden Hafenstadt, sie wurde 1275 von Marco Polo besucht. Seinen Zenit erreichte der Staat jedoch unter Ravi Varma Kulasekhara (1299-1314). Danach erlosch die Bedeutung Venads allmählich. Der Staat gelangte erst im 18. Jahrhundert als Travancore wieder zu Bedeutung.
Nediyirippu Swarupam, im Besonderen seine Hauptstadt Calicut, kam durch den Seehandel mit Arabien und China zu großem Wohlstand. Die Zamorine (wörtlich: „Herren der See“) vergrößerten ihr Reich durch die Eroberung vieler Kleinstaaten beträchtlich. Schließlich stiegen sie zu den unbestrittenen Herrschern der nördlichen Malabarküste auf. Erst durch die Einmischung europäischer Kolonialmächte begann auch ihre Macht zu schwinden.
Über die Geschichte von Perumpadappu Swarupam oder Cochin bis zur Ankunft der Europäer ist nicht viel bekannt. Ähnlich wie Calicut und Quilon vermochte es sich aber dank des gewinnbringenden Seehandels aufrechtzuerhalten. Im 15. Jahrhundert kam es zunehmend zu Konflikten mit den expandierenden Zamorinen von Calicut.
Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama landete am 20. Mai 1498 nach der ersten erfolgreichen Umsegelung Afrikas am Strand Kappad, etwa 30 km nördlich von Calicut. Zunächst wurde er vom Zamorin freundlich empfangen. Als da Gama jedoch versuchte, das Gewürzmonopol der in Calicut ansässigen Araber an sich zu reißen, verwehrte ihm der Zamorin die erhofften Handelsprivilegien. Da Gama wandte sich daraufhin an den Raja von Cochin, schloss mit ihm ein Bündnis und ließ 1503 in Cochin das erste europäische Fort auf indischem Boden errichten. Auf diese Art und Weise wurden Cochin und Calicut in den bald darauf ausbrechenden Krieg zwischen Portugiesen und Arabern verwickelt. Unter Ausnutzung der Feindschaft zwischen den beiden Königreichen gelang es Portugal, das Gewürzmonopol der Araber zu brechen. 1506 wurde Alfonso de Albuquerque Gouverneur aller portugiesischen Besitzungen in Indien. Er schuf vorübergehend Frieden mit dem Zamorin, den seine Nachfolger aber wieder brachen. Portugals Einfluss äußerte sich in vielen Lebensbereichen, etwa der Einführung des Katholizismus bzw. der Katholisierung der bereits in Kerala lebenden Christen, der Mode, Architektur, der Einführung bestimmter Anbausorten wie Cashewnüssen und Tabak, aber auch in religiöser Intoleranz und Fanatismus.
Heute existieren in Kerala zwei große politische Bündnisse: die United Democratic Front (UDF) unter Führung der Kongresspartei und die Left Democratic Front (LDF), angeführt von der CPI (M).
Folgende Regierungen bestimmten seit 1957 die Geschicke Keralas:
Die Regierungsgewalt liegt beim Chief Minister, der das Kabinett zusammenstellt. Ernannt wird er vom Gouverneur, der wiederum vom indischen Staatspräsidenten in sein Amt berufen wird. Der Gouverneur ist zwar das formelle Oberhaupt Keralas, hat aber eher repräsentative Aufgaben. Immerhin kann er auf Bitten des Chief Ministers das Parlament auflösen.
Höchster Gerichtshof des Staates, und zugleich des Unionsterritoriums Lakshadweep, ist der High Court of Kerala mit Sitz in Ernakulam. Seine wichtigste Aufgabe ist es, die Einhaltung der Grundrechte zu überwachen und durchzusetzen. Daneben ist er als unabhängiges Organ für die Beilegung von Streitigkeiten bei Wahlen oder über die Zuständigkeit untergeordneter Gerichte verantwortlich.
- | Distrikt | Hauptstadt | Fläche | - | Kasaragod | Kasaragod | 1.992 km² | - | Kannur | Kannur (Cannanore) | 2.966 km² | - | Wayanad | Wayanad | 2.131 km² | - | Kozhikode | Kozhikode (Calicut) | 2.344 km² | - | Malappuram | Malappuram | 3.550 km² | - | Palakkad | Palakkad (Palghat) | 4.480 km² | - | Thrissur | Thrissur (Trichur) | 3.032 km² | - | Ernakulam | Kakkanad | 3.068 km² | - | Idukki | Idukki | 4.358 km² | - | Kottayam | Kottayam | 2.208 km² | - | Alappuzha | Alappuzha (Alleppey) | 1.414 km² | - | Pathanamthitta | Pathanamthitta | 2.637 km² | - | Kollam | Kollam (Quilon) | 2.491 km² | - | Thiruvananthapuram | Thiruvananthapuram (Trivandrum) | 2.192 km² | - | Kerala | Thiruvananthapuram | 38.863 km² |
Der Bergbau spielt nur eine untergeordnete Rolle, da Kerala kaum über nennenswerte Bodenschätze verfügt.
Die Industrie ist vergleichsweise schwächer ausgeprägt als in vielen anderen Landesteilen, nicht zuletzt wegen der äußerst starken Gewerkschaften. Sie trägt nur etwa zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Auch beim industriellen Wachstum hinkt Kerala anderen Bundesstaaten hinterher. Die keralesische Industrie beschränkt sich im Wesentlichen auf die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Kautschuk, Kokos- und Cashewnüsse sowie die Textilindustrie (Baumwollgarn und -stoffe, Strickbekleidung, Wollstoffe). In diesen Zweigen herrschen kleinindustrielle Betriebe vor. Lediglich im Ballungsraum Kochi-Ernakulam, dem wichtigsten Industriezentrum, sind auch in nennenswertem Umfang kapitalintensivere Bereiche wie chemische und IT-Industrie angesiedelt. Letztere entwickelt sich aber nur allmählich.
Hohe wirtschaftliche Wachstumsraten erzielt dagegen der Dienstleistungssektor, in dem knapp drei Viertel des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet werden. Vor allem der Tourismus gewinnt an Bedeutung und macht mittlerweile mehr als sechs Prozent des BIP aus.
Auf Grund der nur schwach ausgeprägten Industrie weist Kerala allerdings eine der höchsten Arbeitslosenraten Indiens auf, daher sind viele gut ausgebildete Keralesen, die in der Heimat vergeblich nach Arbeit suchen, im Ausland angestellt, insbesondere in den Golfstaaten. Die Überweisungen der Auslandskeralesen an ihre Familien tragen nicht unerheblich zum relativ hohen Lebensstandard in Kerala bei.
Die Stellung der Frau in der keralesischen Gesellschaft ist für indische Verhältnisse relativ gut. Das demografische Verhältnis der Frauen beträgt 1058 auf 1000 Männer gegenüber 933 auf 1000 Männer im gesamten Indien. Auch die Analphabetenrate unter Frauen ist mit 12,3 Prozent ungewöhnlich niedrig. Das gesellschaftliche Leben wird dennoch, wie im ganzen Land, fast ausschließlich von Männern bestimmt. Der amerikanische Anthropologe Richard W. Franke spricht vom Kerala-Modell der Entwicklung, siehe unter *.
Wie überall in Indien spielt die Eisenbahn eine wichtige Rolle. Die Southern Railway betreibt die breitspurige Hauptlinie entlang der Westküste sowie die in Shoranur abzweigende Hauptlinie, die über Coimbatore nach Chennai führt. Diese Hauptstrecke war bis zur Eröffnung der Konkanbahn (1999) die einzige Eisenbahnverbindung mit Nordindien. Daneben betreibt die Southern Railway auch die meterspurige Eisenbahnlinie von Kollam über Virudunagar nach Chennai. Die Gesamtlänge aller Eisenbahnstrecken beträgt 1200 km.
In Kerala existieren drei Flughäfen, davon zwei internationale, nämlich der Thiruvananthapuram International Airport (IATA-Code: TRV) und der Cochin International Airport (IATA-Code: COK) in Kochi, welcher erst 1999 eingeweiht wurde. Daneben gibt es einen Inlandsflughafen in Kozhikode (IATA-Code: CCJ).
Von großer Bedeutung als Transportwege sind auch die weitverzweigten Wasserstraßen der Backwaters in den Distrikten Kasaragod, Kannur, Ernakulam, Kottayam, Alappuzha und Kollam.
Der Hafen von Kochi ist einer der größten Indiens. Dort wurden 2004/05 über 14 Millionen Tonnen umgeschlagen. Daneben gibt es mehrere kleinere Seehäfen an der Küste Keralas.
Drei Viertel des elektrischen Stroms werden aus Wasserkraft erzeugt, der Rest fast ausschließlich aus Wärmekraft. Kerala ist jedoch nicht in der Lage, seinen Strombedarf aus eigener Produktion zu decken, Stromausfälle sind daher an der Tagesordnung.
Kerala verfügt außerdem über das dichteste Telefonnetz Indiens.
Bemerkenswert sind allerdings die Beiträge Keralas zur frühen tamilischen Literatur. So stammt etwa das Cilappatikaram, das zu den herausragendsten Epen der klassischen Tamilliteratur zählt, aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. aus der Feder eines keralesischen Prinzen.
Auch in der klassischen Sprache Nordindiens, dem Sanskrit, entstanden wichtige Werke in Kerala. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang besonders Adi Shankara, der im frühen 9. Jahrhundert herausragende Beiträge zur hinduistischen Philosophie leistete.
Nach einer wenig kreativen Phase zu Beginn der britischen Kolonialzeit, die aber immerhin zahlreiche Übersetzungen englischer Werke ins Malayalam hervorbrachte, erlebte die Malayalam-Literatur schließlich am Ende des 19. Jahrhunderts eine Wiedergeburt. Unter dem Einfluss westlicher Denkweisen entstanden neue Genres, die sich beispielsweise auch zunehmend mit sozialen Themen auseinander setzten. Zu den herausragendsten modernen Schriftstellern und Dichtern Keralas zählen u.a. Anand, Basheer, Mukundan, Edasseri Govindan Nair, M. T. Vasudevan Nair und Vijayan. Im Ausland ist die Autorin Arundhati Roy am bekanntesten.
KathaKali.jpeg Keralas berühmtester Tanz ist zweifellos Kathakali, das als eine der ältesten Tanzformen Südindiens gilt und in Kerala geradezu den Rang eines Nationaltanzes genießt. Es verbindet Musik und Tanz mit Schauspiel, Pantomime und religiös-mythologischen Themen, zumeist Episoden aus einem der großen hinduistischen Epen. Kennzeichnend ist die aufwändige Kostümierung und Maskierung der ausschließlich männlichen Darsteller. Die streng geregelte, traditionelle Darbietung des Kathakali erfordert von den Tänzern höchste Konzentration und Disziplin, und gilt daher als sehr schwer zu erlernen. Kathakali wird meist zu Tempelfesten, in jüngerer Zeit aber auch immer häufiger für kulturell interessierte Touristen aufgeführt. Aus dem Kathakali wurde der moderne Tanz Kerala Natanam entwickelt.
Neben Kathakali hat Kerala jedoch noch eine erstaunliche Anzahl weiterer klassischer Tänze vorzuweisen. Theyyam ist ein in Nordkerala verbreiteter ritueller Tanz. Wie Kathakali wird er nur von Männern getanzt und aufwändige Kostüme und Masken spielen dabei eine wichtige Rolle. Der langsame, anmutige Einzeltanz Mohini Attam wird von Frauen dargeboten.
Auch bei den Muslimen und Christen spielen Tänze eine Rolle. So tanzen Mädchen bei der Vorbereitung einer muslimischen Braut auf die Hochzeit Oppana. Das christliche Musikdrama Chavittunatakam entstand zu Zeiten der portugiesischen Kolonialherrschaft und zeigt daher Einflüsse europäischer Mysterienspiele.
Kerala hat sich zu einem durchaus bedeutenden Urlaubsziel sowohl für ausländische als auch für einheimische Urlauber entwickelt. 2003 wurde das Land von 5,9 Millionen indischen und 295.000 ausländischen Gästen besucht.
Ein Grund für die Attraktivität Keralas als touristisches Ziel liegt in der landschaftlichen Schönheit. Besonders die Lagunen, Seen und Kanäle der Backwaters erfreuen sich großer Beliebtheit. Das Tierschutzgebiet Periyar in den Westghats zählt zu den meistbesuchten Naturschutzgebieten Indiens. Auch der Eravikulam-Nationalpark oder die landschaftlich schön gelegenen Bergorte Munnar und Ponmudi lohnen einen Besuch. Ausländische Touristen werden zudem von den zahlreichen herrlichen Stränden, wie z.B. Kovalam oder Varkala, angelockt.
Ein weiterer Grund ist die faszinierende Mischung verschiedener Kulturen. Besonders in der alten Hafenstadt Kochi bekommt man dies zu spüren. Aber auch andere Städte wie Thiruvananthapuram, Thrissur, Alappuzha und Kollam haben interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Padmanabhapuram-Palast nahe Thiruvananthapuram gilt als einer der Höhepunkte keralitischer Architektur.
Von kulturellem Interesse ist sicherlich Kathakali, eine in Kerala beheimatete und dort sehr populäre Form des Tanzdramas.
Der offizielle Tourismus-Slogan Keralas lautet „God's Own Country“ (Gottes eigenes Land) und wurde den Amerikanern abgeschaut, die ihr Land schon lange gerne so nennen.
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