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Die Kelly GmbH, besser bekannt unter dem Markennamen Kelly's, ist ein österreichischer Hersteller von Knabbergebäck.

Unternehmensgeschichte


Im Nachkriegs-Österreich von 1955 gründete der US-Amerikaner und - aufgrund des Staatsvertrags-bedingten Abzugs der US-Armee ehemalige - Major Howard Morse Kelly gemeinsam mit dem Österreicher Herbert Rast die „American Popcorn Company“. Die Produkte fanden guten Absatz, und aus den 80.000 Schilling Jahresumsatz im ersten Jahr wurden schnell mehr. 1965 wurde das Unternehmen dann in Kelly Ges.m.b.H. umbenannt.

1976 erwarb das Unternehmen die Hollabrunner Chips-Produktion, und in weiterer Folge 1985 auch die Feldbacher Backwarenfabrik, welche sich durch Zwieback-Produktion einen Namen gemacht hatte. Diese wurde zur größten Backstraße für Salzstangen (Soletti) in Europa ausgebaut. Zusätzlich wurde eine Nussverarbeitungsfirma aufgekauft.

Derzeit ist die Kelly GmbH zu 62,4 % im Besitz der schweizerischen „v. Nordeck International Holding AG“, zu 25,1 % der RWA Raiffeisen Ware Austria, zu 10 % von Josef Wolfgang Zach und zu 2,5 % von Maria Elisabeth Zach.

Standorte


1994 übergibt Herbert Rast nach fast 40 Jahren Geschäftsführung diese an Dr. Wolfgang Hötschl. Unter seiner Leitung wird im Frühjahr 1997 ein modernes Logistik- und Verwaltungszentrum am heutigen 58.000m² großen Standort im Industriezentrum Nord in Wien-Donaustadt eröffnet. Dieses wurde als Drehscheibe für Österreich und dessen Nachbarländer konzipiert, weshalb seither auch die Expansion verstärkt vorangetrieben wird.

An diesem Standort werden neben der Kommissionierung und Verteilung der gesamten von Kelly erzeugten Ware auch Extruderprodukte und Popcorn erzeugt. 2003 übersiedelte auch die Kartoffelchips-Produktion von Hollabrunn in die Donaustädter Produktionshallen, da eine Expansion am alten Standort nicht mehr möglich war, und Synergieeffekte erzielt werden konnten. 37 der ehemals 99 Hollabrunner Mitarbeiter nahmen das Angebot einer Mitübersiedelung an den neuen Standort an, die restlichen benötigten Mitarbeiter wurden neu aufgenommen.

Insgesamt sind am Donaustädter Standort 210 Personen beschäftigt, 50 davon in der Produktion.

Marken


Mit „Kelly's“ (Chips und verwandte Produkte) und „Soletti“ hat die Kelly GmbH zwei bekannte und beliebte Marken als Zugpferde. „Soletti“ hat am Heimmarkt Österreich eine Bekanntheit von 95% und hält laut Erhebungen von ACNielsen den 4. Rang in der Beliebtheitswertung von Marken der österreichischen Nahrungs- und Genussmittelbranche. „Kelly's“ hält in dieser Studie sogar den 2. Rang.

Produkte und Rohstoffherkunft


Erzeugt werden allerlei Sorten von Kartoffelchips und Laugengebäck. Auch diverse Popcornsorten, sowohl zum sofortigen Verzehr, als auch zum zu Hause selber machen, gehören zum Sortiment. Produktinventionen wie zB. das „Kelly's Airpack“ für Chips, oder „Soletti SuperSize“ sorgten nach deren Markteinführung für einen dauerhaften Umsatzanstieg um über 20% und Rückgewinne am Marktanteil, der durch starke Konkurrenz und Diskontanbieter ständig in Bedrängnis ist.

Kelly strebt in allen Märkten die „Qualitätsführerschaft“ an. Nicht zuletzt deshalb werden bevorzugt österreichische Rohstoffe verwendet. So stammen rund zwei Drittel sämtlicher benötigter Kartoffel allein aus dem Wiener Marchfeld. Seit 2002 hat Kelly seine Kartoffelzulieferer auch unter Vertrag genommen. Den rund 180 Vertragsbauern werden nun vertraglich geregelte Abnahmemengen und Preise zugesichert. Zudem werden die Bauern auch zum langfristigen Umstieg auf Chips-Kartoffelanbau ermutigt, da Kelly am Standort in Wien-Donaustadt die Produktionsmengen aufgrund der stark vorangetriebenen Vertriebs-Expansion jährlich teils massiv erhöht, und dem selbstauferlegten Prinzip der österreichischen Herkunft schließlich nachgekommen werden soll. Dabei ist es natürlich von Vorteil, die Bauern gleich in der Nähe zu haben.

Exportgeschäft


Das Exportgeschäft nimmt jährlich an Wichtigkeit für Kelly zu. Dies ist beabsichtigt und Teil der ambitionierten Expansionspläne. Erkenntlich ist dies auch am Kartoffelverbrauch. Wurden im Jahr 1999 noch 17.000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet, so waren 2004 rund 28.000 Tonnen von Nöten. Zurückzuführen ist dies zum allergrößten Teil auf das Exportgeschäft. 2005 wurden in etwa pro Tag 90 Tonnen Kartoffeln für die Chips Produktion verarbeitet.

  • Exporte 2001: 4.800 t
  • Exporte 2002: 6.800 t
  • Exporte 2003: 8.200 t (+ 20 %)

  • Exporterlöse 2001: € 17,6 Mio.
  • Exporterlöse 2002: € 27,0 Mio.
  • Exporterlöse 2003 (HR): € 34,0 Mio. (+ 25 %)

Zahlen und Fakten (2003)


  • Mitarbeiter: 430
  • Absatz: 25.500 t (+ 6% zum Vorjahr)
  • Umsatz: € 102 Mio. (+ 8 % z. V.)

Weblinks


Unternehmen (Österreich) | Nahrungsmittelunternehmen

 

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