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Kelkheim (Taunus) ist eine Stadt im Vordertaunus (Rhein-Main-Gebiet) und liegt ca. zehn Kilometer von Frankfurt am Main entfernt.

Wappen Karte
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Basisdaten
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Staat: Deutschland
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Bundesland: Hessen
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Regierungsbezirk: Darmstadt
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Landkreis: Main-Taunus-Kreis
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Einwohner: 26.945 (31. Dezember 2004)
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Höhe: ca. 100 bis 515,9 m. ü. NN
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Postleitzahl: 65779
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Vorwahlen: 06195,
06198 (Eppenhain),
06174 (Ruppertshain)

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Geografische Lage:
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Kfz-Kennzeichen: MTK
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Gliederung des Stadtgebiets: 6 Stadtteile
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Adresse der
Stadtverwaltung:
Gagernring 6
65779 Kelkheim (Taunus)
Website: www.kelkheim.de
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E-Mail-Adresse: mailto:rathaus@kelkheim.de
Politik
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Bürgermeister: Thomas Horn (CDU)

Geografie


Geografische Lage

Kelkheim liegt unmittelbar westlich von Frankfurt am Main. Weitere Nachbargemeinden sind Hofheim, Eppstein, Schloßborn, Königstein, Bad Soden und Liederbach. Ein wichtiges Nahziel ist außerdem der Frankfurter Stadtteil Höchst (10 km südöstlich). Wiesbaden liegt etwa 25 km, Mainz etwa 30 km entfernt.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Stadtgebiet reicht von der Mainebene (etwa 100 m über NN) bis zum Taunuskamm, höchste Erhebung ist der Rossert mit 516 m. Weitere nennenswerte Berge sind der Staufen (451 m) und der Atzelberg (506 m) im Stadtteil Eppenhain. Durch das Stadtgebiet fließen der Liederbach (fließt durch Hornau, Mitte, Münster), der Krebsbach dessen Quelle in Ruppertshain liegt und der in Fischbach zum Fischbach wird.

Nachbargemeinden und -kreise

Kelheim grenzt im Norden an die Gemeinde Glashütten und die Stadt Königstein im Taunus (beide Hochtaunuskreis), im Osten an die Stadt Bad Soden und die Gemeinde Liederbach, im Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main und die Stadt Hofheim, sowie im Westen an die Stadt Eppstein.

Stadtteile

Kelkheim-1916.jpg]] Die Stadt Kelkheim besitzt keine gewachsene Altstadt, sondern entstand vielmehr aus dem Zusammenwachsen mehrerer ehemaliger Dörfer. 1938 fusionierten die drei Landgemeinden Kelkheim, Hornau und Münster zu einer Kleinstadt, die nach dem in der Mitte liegenden Ort Stadt Kelkheim genannt wurde. 1977 kamen im Zuge der Hessischen Gebietsreform die Stadtteile Fischbach, Ruppertshain und Eppenhain hinzu.

Die drei erstgenannten Stadtteile sind mittlerweile baulich zusammengewachsen. Der Stadtteil Fischbach ist von Hornau und Kelkheim-Mitte nur noch durch einen 200 m breiten unbebauten Streifen getrennt. Ruppertshain und Eppenhain waren von 1972 bis 1977 zur Gemeinde Rossert zusammengeschlossen.

Kelkheim 7.990 Kelkheim-Mitte, hervorgegangen aus dem früheren Dorf Kelkheim, ist heute die "Innenstadt" der Gesamtstadt.
Münster 7.178 Münster ist der südlichste Stadtteil. Hier befindet sich das Freibad, das Gymnasium und das größte Gewerbegebiet der Stadt.
Hornau 4.405 Hornau hat einen vorbildlich sanierten alten Ortskern und das teuerste Wohngebiet Kelkheims.
Fischbach 5.881 Fischbach ist vor allem ein Wohngebiet. Weithin bekannt sind die beiden Ausflugslokale Gimbacher Hof und Rettershof.
Ruppertshain 2.228 Ruppertshain war früher vor allem durch seine Lungenheilstätte bekannt, der monumentale Klinikbau ist weithin sichtbar.
Eppenhain 1.154 Eppenhain liegt hoch in den Taunusbergen und ist nur über eine einzige Straße erreichbar.
Gesamt 28.836 (Einwohnerzahlen vom 29. Januar 2004)


Geschichte


Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Das Kelkheimer Wappen

Kelkheim-Wappen.svg

Das Kelkheimer Wappen ist in vier Felder unterteilt, das Feld oben links zeigt ein silbernes, sechsspeichiges Rad auf rotem Hintergrund (Mainzer Rad). Das Feld oben rechts zeigt ein rotes Horn vor silbernem Hintergrund. In den beiden Feldern unten wird ein Hufeisen in verwechselnden Farben rot und Silber dargestellt. Nach dem Zusammenschluss der drei Gemeinden Kelkheim, Hornau und Münster am 1. April 1938 zur Stadt Kelkheim wurde auch beschlossen, ein Stadtwappen entwickeln zu lassen. Durch den Zweiten Weltkrieg verzögerte sich dieses Vorhaben, so dass der Stadt Kelkheim erst am 19. Juni 1950 ihr neues Stadtwappen verliehen werden konnte. Um das Zusammenwachsen der drei vormals unabhängigen Gemeinden zu symbolisieren, setzt es sich aus ehemaligen Ortszeichen der drei damaligen Stadtteile Kelkheim, Hornau und Münster zusammen. So war das Hufeisen ein altes Symbol der Gemeinde Kelkheim, welches bereits 1668 durch ein Siegelabdruck belegt wird. Das Horn wurde als Symbol für das melodische Erkennungszeichen Hornaus gewählt. Das Rad stellt das Mainzer Rad dar, das Wappen des Kurfürstentums Mainz, zu dem Münster seit 1694 (erstmalige Nutzung des Mainzer Siegels) bis zur Säkularisierung gehörte. Nach der Eingemeindung von Fischbach, Ruppertshain und Eppenhain am 1. Januar 1977 stand die Entwicklung eines neuen Stadtwappens zur Diskussion, dies wurde allerdings mit der Begründung angelehnt, dass die neuen Stadtteile bereits mit dem Mainzer Rad repräsentiert seien, da diese ebenfalls zwischen 1581 und 1803 zum Kurfürstentum Mainz gehörten.

Verkehr


Mk Frankfurt Kelkheim FKE.jpg Kelkheim besitzt drei Haltebahnhöfe auf der Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn (FKE), eine S-Bahn-ähnliche Vorortbahn, die im 30-Minuten-Takt von Königstein über Kelkheim und Höchst zum Frankfurter Hauptbahnhof fährt.

Die FKE betreibt im Frankfurter Westen zahlreiche Buslinien. Die Linie 804 des RMV bedient alle sechs Stadtteile.

Durch Kelkheim verlaufen die Bundesstraßen B 8 (Frankfurt-Limburg, in Richtung Frankfurt autobahnähnlich ausgebaut), B 455 (Wiesbaden-Bad Homburg) und B 519 (Rüsselsheim-Königstein). Auf der Autobahn A 66 (Frankfurt-Wiesbaden) gibt es eine Abfahrt Kelkheim, die aber auf dem Gebiet von Frankfurt-Unterliederbach liegt.

Stadtbild


Kelkheim-Mitte besitzt eine verkehrsberuhigte Einkaufsstraße, die Bahnstraße. Im Süden des Stadtteils entsteht seit den 1980er Jahren die Neue Stadtmitte an der Frankenallee. Die Hauptstraße der Stadt ist die Frankfurter Straße, die Kelkheim-Mitte und Münster von Norden nach Süden durchzieht.

Sehenswürdigkeiten

Ehem. Franziskanerkloster Kelkheim (Taunus).JPG | mk_Frankfurt_Fischbach_Retters.jpg
  • Franziskanerkloster (1909, neuromanisch). Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt.
  • Stadthalle (1948)
  • Ehemaliges Kaiserliches Postamt, Friedrichstraße
  • Rettershof, mittelalterliches Hofgut, bei Fischbach
  • In der Nähe des Rettershofs befinden sich etwa 3500 Jahre alte keltische Hügelgräber
  • Gimbacher Hof, zwischen Fischbach und Kelkheim-Mitte, Hofgut und beliebtes Ausflugslokal
  • Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit Fischbach (1781) mit frühmittelalterlichem (um 500) Grabstein aus der ehemaligen Gimbacher Wallfahrtskapelle
  • Altes Rathaus Münster, prächtiger Fachwerkbau (1789)
  • Direkt daneben die klassizistische Pfarrkirche St.Dionysius (1811)
  • Ortskern Hornau (Hornauer Straße), mit dem ältesten Haus der Stadt (1568)
  • Hofgut (in Hornau) und Gräber der Familie von Gagern (Heinrich von Gagern war 1848/49 Präsident der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche und gilt als größter Sohn der Stadt)
  • Neben dem Gagernhaus steht die alte Hornauer Pfarrkirche St. Martin von 1725
  • Ehemalige Lungenheilstätte in Ruppertshain (Gerhard-Domagk-Klinik, spöttisch Hustenburg genannt, heute Kulturzentrum "Zauberberg")
  • Atzelbergturm, 30 m hoher Aussichtsturm auf dem Atzelberg oberhalb des Stadtteils Eppenhain.

Partnerstädte


Wirtschaft


Kelkheim ist bekannt als Stadt der Möbel. Zahlreiche Familienunternehmen produzieren und verkaufen bis heute in Kelkheim Möbel, speziell qualitativ gehobene Einrichtungsgegenstände und Stilmöbel. Bis 1997 fand einmal im Jahr in Kelkheim eine überregional bedeutende Möbelausstellung statt.

Zu den übrigen Wirtschaftszweigen zählt die Papierindustrie.

Kultur


Kelkheim hat ein lebhaftes kulturelles Leben mit Konzerten von Klassik (Tage alter Musik) bis Rock, Lesungen (Ostwestsofa mit Lesungen von Autoren aus den alten und neuen Bundesländern), Kabarett und Theateraufführungen, die von der Kelkheimer Kulturgemeinde e.V. bzw. vom Kulturreferat der Stadt veranstaltet werden. Das Kino Kelkheim wird ehrenamtlich betrieben.

Ende der 90er Jahre wurde in Kelkheim die Rockband Verlen gegründet. Ebenfalls erfolgreich musikalisch in Kelkheim aktiv sind FailureZ. 2002 gründete sich die Alternative Band Oiterpe, die seit kurzer Zeit in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit geraten ist und sich an einer großen Fangemeinde erfreut. Oiterpe ist außerdem zweifacher Preisträger des Sauerkrautpreises und eine der wenigen Bands, die Rock ´n´Roll noch im alten Stile zelebrieren.

Sport


Mit der TSG Münster besitzt Kelkheim eine erfolgreiche Herren-Handballmannschaft, die zurzeit (Stand 2006) in der 2. Handball-Bundesliga spielt. Verschiedene andere Sportvereine bieten ein großes Angebot an Breitensport, auch der örtliche Wanderverein erfreut sich großer Beliebtheit.

Links


Ort in Hessen | Taunus

 

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