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Kayseri (früher Mazaka und danach Caesarea) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Kayseri in Kappadokien in der Türkei. Die Stadt hat etwa 500.000 Einwohner. Sie ist eine der wenigen Großstätte der Türkei, deren Einwohnerzahl seit Jahrzehnten ziemlich stabil bleibt.
Kayseri liegt 1054 m über NN am Fuße des Erciyes (3917 m), eines erloschenen Vulkanes, der mit seinen Eruptionen verantwortlich war für die Tuffsteinschichten von Kappadokien. Die Bewohner von Kayseri (türk. Kayserili) sind in der Türkei als schlau und geschäftstüchtig bekannt.
Wie dem ersten Brief des Apostels Paulus an "die erwähnten Fremdlinge hin und her in Pontus, Galatien, Kappadokien, Asien und Bithynien" (1. Petr. 1,1) zu entnehnmen ist, fand das Christentum früh Anklang bei den Bürgern der Stadt. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts war Caesarea ein Mittelpunkt christlich-theologischer Bildung.
Im 4. Jahrhundert hatte Caesarea etwa 400.000 Einwohner. Die Sozialwerke (Spitäler, Altersheime, Armenspeisung), die Basilius von Caesarea in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts dort einrichtete, waren in der Antike berühmt.
Die neue Siedlung wuchs rasch, während die alten Viertel allmählich verfielen (Reste sind noch erkennbar). Nach unruhigen Zeiten ging die Stadt um 1077 dem Byzantinischen Reich verloren. 1082 kam sie in den Besitz der Danischmenden, während des 1. Kreuzzuges (1096-1099) vorübergehend auch in den der Kreuzfahrer unter Gottfried von Bouillon. Im 12./13. Jahrhundert war sie zeitweilig Residenz der Seldschuken und erlebte eine zweite Blütezeit. Nach weiteren Eroberungen wurde sie von den Mongolen regiert. Das anschließend osmanische Kayseri wurde 1401 unter Timur Lenk erneut mongolisch und ab 1468 endgültig osmanisch. Eine lange Friedenszeit ermöglichte eine Aufwärtsentwicklung als Provinzstadt. Um 1900 erfolgte der Bau der Neustadt nördlich der Zitadelle. Aus dieser Zeit sind viele historische Gebäude erhalten. Hier findet man auch die älteste psychatrische Klinik der Zeitgeschichte, in welcher mit Hilfe von Musik therapiert wurde. In der Innenstadt finden sich die Mauern der Festung und mehrere seldschukische Moscheen vom Typus der Ulu cami (Zentrumsloser Säulensaal).
Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt innerhalb der Türkei. Sie verfügt über einen bedeutenden Flughafen (Erkilet Airport) und zentrale Eisenbahnanbindungen. Die Straßenverbindungen in andere Städte sind mit Autobahnen und breiten Landstraßen gut ausgebaut.
Die Stadt ist berühmt für ihren luftgetrockneten Schinken aus Rindfleisch (Pastırma), der mit einer scharfen Paste umhüllt ist, ihre Knoblauchwurst Sucuk und die gefüllten Teigtaschen Mantı.
Kayseri hat zwei Fussballvereine in der türkischen Süper Lig. Der ältere Kayserispor wurde 1966 gegründet, hat die Farben Rot-Gelb und stand 9-mal in der Anfangsformation dieser Liga. Außerdem wurde Kayserispor mehrfach Meister in der zweiten Liga. Kayserispor ist letztes Jahr wieder in die erste Liga aufgestiegen. Der neue Verein Kayseri Erciyesspor hat eine Sensation geschafft und ist von der Amateurliga bis in die ersten Liga binnen weniger Jahre aufgestiegen. Die Farben sind Blau-Schwarz. Beide Teams spielen Spiele im Atatürk Stadion (30.000 Zuschauer), einem der ältesten Stadien der Türkei. In Kürze wird außerhalb des Stadtzentrums ein neues modernes Stadion entstehen.
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