Katsushika Hokusai (jap. 葛飾北斎 Katsushika Hokusai; * vermutlich am 31. Oktober 1760 in Honjo; † 10. Mai 1849) war einer der bedeutendsten Vertreter des japanischen Ukiyo-e. Seine bekanntesten Werke sind die Farbholzschnitte der Serie 36 Ansichten des Berg Fuji.
Ab 1798 nahm er eigene Schüler an und unterrichtete sie in der Kunst des Holzschnitts und der Zeichenkunst. Von diesem Zeitpunkt an zeichnete er dann auch unter seinem bis heute bekannten Namen Katsushika Hokusai. Seine Manga erschienen zwischen 1814 und 1815 in 15 Bänden und stellten Lehrbücher dar, in denen das gesamte Spektrum seiner Motive dargestellt wurde. Bekannter wurden nur noch seine 36 Ansichten des Berg Fuji, bei denen er auf 36 Bildern die Landschaften rund um diesen Vulkan einfing. Die große Welle von Kanagawa ist dabei bis heute eines der bekanntesten Bilder Japans. Diese Reihe entstand in der Zeit zwischen 1830 und 1836, ebenso wie über 200 weitere Zeichnungen.
Seine Werke verbreiteten sich anfangs nur in Japan, da die Inseln sich gegenüber anderen Nationen und vor allem gegenüber Europa weitestgehend isoliert hatten. Nur den Händlern aus den Niederlanden war es zu der Zeit erlaubt, Handel mit Japan zu treiben, und mit ihnen gelangten seine Bilder auch nach Europa. Dort wurden sie vor allem als Inspirationen empfunden, die später vor allem durch Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Egon Schiele und Gustav Klimt in den Impressionismus einflossen.
Als die wirtschaftliche Lage in Japan schlechter wurde, verschlechterten sich auch die Möglichkeiten für Katsushika Hokusai und er musste seine Bilder im Straßenhandel anbieten. Nach dieser Phase begann eine Zeit der staatlichen Zensur, die auch ihn betraf und ihn dazu brachte, statt seiner Zeichnungen auf die Malerei für reiche Kundschaft auszuweichen. Er starb am 10. Mai 1849, also am 18. Tag im vierten Monat des zweiten Jahres der Kaei-Periode.
Hokusai machte auch den Begriff Manga (etwa: zwangloses/ungezügeltes Bild) populär, der noch heute für japanische Comics verwendet wird. Seine Hokusai-Manga sind Skizzen, die in insgesamt 15 Bänden veröffentlicht wurden und keine zusammenhängende Geschichte erzählen, sondern Momentaufnahmen der japanischen Gesellschaft und Kultur während der späten Edo-Zeit darstellen.
Hokusai war sein ganzes Leben damit beschäftigt, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Am Ende seines Lebens beschrieb er sich stolz als „Landarbeiter“. Auf seinem Totenbett soll er gesagt haben:
Mann | Japaner | Japanischer Künstler | Holzschneider | Geboren 1760 | Gestorben 1849
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