Kathodenstrahlen werden in einer Kathodenstrahlröhre erzeugt, indem eine Hochspannungsquelle mit ihrem Minuspol an die Kathode und mit ihrem Pluspol an die Anode angeschlossen wird. Aus der Kathode treten dann Elektronen aus, die man in diesem Zusammenhang als Kathodenstrahlen bezeichnete.
William Crookes (1832 - 1919) stellte 1879 fest, dass in hoch evakuierten Röhren keine Leuchterscheinungen mehr zu erkennen waren, die der Kathode gegenüberliegende Wand jedoch in einem grünlichen Licht erscheint. Außerdem erkannte er, dass sie feste Körper erwärmen und einen Druck ausüben. Dies führte zur Erkenntnis, dass Kathodenstrahlen offenbar aus Teilchen (Korpuskeln) bestehen.
Erstmals wurden Kathodenstrahlen systematisch von Philipp Lenard (1862 - 1947) in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts untersucht. Er baute hierfür das so genannte Lenard-Fenster, das aus einem Gitter mit einer aufgebrachten Metallfolie bestand. Er erkannte, dass die Kathodenstrahlen eine Folie aus mehreren tausend Atomschichten durchqueren konnte. Lenard erkannte ebenfalls, dass Kathodenstrahlen photographische Platten belichteten und bei geeigneten Stoffen Phosphoreszenz hervorrufen.
mit N0 Zahl der Elektronen vor der Folie, α Absorptionskoeffizient, x Foliendicke
Es gab vielerlei Versuche, die Masse der Teilchen zu bestimmen, aus denen die Kathodenstrahlen bestanden. Dies jedoch gelang erst Joseph John Thomson (1856 - 1940). Thomson setzte ein stark verbessertes Vakuum ein und konnte das Verhältnis der Ladung zur Masse durch elektrostatische Ablenkung der Kathodenstrahlen bestimmen.
Катодeн лъч | Cathode ray | Rayos catódicos | Katódsugárzás | 陰極線 | Raio catódico
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