Diese Kategorie soll die japanischen Weg-Künste beherbergen.
In Japan hat sich eine Reihe von Künsten entwickelt, die als Ziel nicht die Schaffung eines Kunstgegenstandes haben, sondern deren Inhalt die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst ist. Kennzeichen dieser Wegkünste sind innere Einkehr und meditative Elemente. Wichtiger als das Sein ist in diesen Künsten immer das Tun, das häufig ritualisiert ist. Der Ausübende einer Kunst übt in der Regel nach Anleitung eines Lehrers oder Meisters, bis er selbst die Meisterschaft erreicht. In den Wegkünsten wird also zwischen Schülern und Meistern unterschieden. Gleichwohl gilt, dass der Weg von vornherein als nie endend angesehen wird. Selbst der höchste Meister muss immer wieder üben, um sich zu verbessern. Der Meister ist auf dem Weg nur ein Wegweiser: Gehen muss jeder den gewählten Weg allein. Die besondere Bedeutung der Lehrer-Schüler Beziehung im "auf dem Weg sein" wird dadurch deutlich, dass selbst alte, erfahrene Meister, die keinen "überlegenen" Meister mehr finden, lieber einen jüngeren Lehrer zum Meister wählen, als ganz ohne Meister zu praktizieren.
Viele Wegkünste haben sich auf dem Feld der Kampfkünste entwickelt. Siehe Bujutsu und Budo.
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