Katakomben (vom römischen Flurnamen ad catacumbas für einen Tuff-Steinbruch an der Via Appia an der Stelle der Kirche San Sebastiano fuori le mura), der vom griechischen κατα κυμβας - kata kymbas = "in den Höhlungen, in der Vertiefung" herrührt) sind unterirdische Leichengewölbe. In manchen Fällen umfassen sie in den Felsen eingehauene Grabkammern. In der Regel wurden die Toten jedoch nicht direkt dort beigesetzt, sondern die Gebeine aus den Friedhöfen exhumiert und in die Katakomben überführt. Besonders bekannt sind die angeblich von den ersten Christen in Rom für heimliche Gottesdienstfeiern benutzten unterirdischen Grabanlagen. Entgegen dieser durch einschlägige Romane und Pseudoantik-Filme herrührenden landsläufigen Meinung wurde durch Forschungen inzwischen festgestellt, daß die Katakomben nie für christliche Versammlungen oder gar als Verstecke genutzt wurden. Ihr Entstehen ist ganz einfach darin begründet, daß im römischen Reich innerhalb der Stadtmauern keine Erdbestattungen stattfinden durften, Feuerbestattungen aber der damaligen christlichen Glaubensauffassung widersprachen. Daher wurden im Lauf der Zeit von befreundeten römischen Familien Christen zur Verfügung gestellte Grabstätten unterirdisch erweitert und ausgebaut, wobei die Anlage in weichem Vulkantuff-Gestein dem Ausbau entgegenkam. Heute sind beispielsweise in der Calixtus-Katakombe an der Via Appia antica in Rom ungefähr 20km Gänge und Räume bekannt.
Katakomben befinden sich in vielen Städten. Unter anderem an den folgenden Orten :
In einigen Orten können Teile der Katakomben besichtigt werden.
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