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Kassengift bezeichnet in der Theaterbranche und vor allem in der Filmindustrie eine Thematik oder auch eine Person, die durch mehrfache Flops an den Kassen als finanziell nicht lohnend für weitere Produktionen angesehen wird.

Der Begriff wird meist abfällig verwendet und ist häufig umstritten; typische "Opfer" der Bezeichnung sind Schauspieler, die zwar in anspruchsvollen Rollen brillieren, aber keine für die Studios lohnenden Einspielergebnisse erzielen. Auch bestimmte Regisseure oder Themen sind häufig mit diesem mehr oder weniger berechtigten Vorurteil belastet. In diesem Zusammenhang wird die Nennung als "Kassengift" von manchen aber schon wieder als ein Ausdruck von Qualität angesehen.

Beispiele

Ein bekanntes Beispiel aus jüngerer Zeit ist der Planet Mars, dessen Erforschung in mehreren großen Hollywood-Filmen (Red Planet, Mission to Mars, Ghosts of Mars) verarbeitet wurde; alle waren finanzielle Flops und verbannten den Roten Planeten bis auf weiteres aus den Kinos.

Ein solches Etikett kann jedoch auch täuschen. So wurde Fantasy in der Filmbranche lange Zeit als Kassengift betrachtet, bis Regisseur und Produzent Peter Jackson mit seiner Verfilmung des Herrn der Ringe eine sensationelle Erfolgsserie aufweisen konnte.

  • Das deutsche Pop-Dou Rosenstolz gab seinem 2000er Album den Namen "Kassengift".

Film | Theater

 

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