| Wappen | Karte |
|---|---|
| Coat of arms of Kassel.svg | Kassel-Position.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 106,79 km² |
| Einwohner: | 199.173 (April 2006) |
| Ausländeranteil: | 12,2 % (Januar 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | ~ 1.812 Einwohner je km² |
| Arbeitslosenquote: | 16,7 % (Juni 2006) |
| Höhe ü. NN: | 132,9 m (nördl. Fuldatal) 166 m (Innenstadt; Ø) 615 m (Hohes Gras; Ø) |
| Postleitzahlen: | 34001–34134 (alt: 3500) |
| Vorwahl: | 0561 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | KS |
| Gemeindekennzahl: | 06 6 11 000 |
| Stadtgliederung: | 23 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Obere Königsstraße 8 34117 Kassel |
| Offizielle Webseite: | www.stadt-kassel.de |
| E-Mail-Adresse: | info@stadt-kassel.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Bertram Hilgen (SPD) |
| Regierende Parteien: | SPD |
Kassel ist die historische Hauptstadt Hessens und hatte von 1277 bis 1866 Hauptstadtfunktionen inne. Die Stadt ist heute Sitz des Regierungsbezirks Kassel und des Landkreises Kassel. Sie bildet eines der 9 Oberzentren des Landes Hessen.
International bekannt ist Kassel, das zu beiden Ufern der Fulda liegt, vor allem durch den Bergpark Wilhelmshöhe mit den Kasseler Wasserspielen im Habichtswald und die seit 1955 alle 4 bis 5 Jahre stattfindende Kunstausstellung documenta; aus diesem Grund nennt sich Kassel seit März 1999 documenta-Stadt.
Kassels Einwohnerzahl überschritt um das Jahr 1899 die 100.000-Grenze, wodurch sie zur Großstadt wurde; zur Zeit sind es 199.173 (April 2006).
siehe auch Kassel
Beschreibung: Die Kleeblätter als Stadtzeichen sind schon seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar und zwar als Wasserzeichen von Papier. Auch der Schrägbalken, der früher auch als Wellenbalken zu sehen war, ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar und bezieht sich wohl auf die Lage an der Fulda, womit man von einem „redenden“ Wappen spricht. Weshalb gerade 13 Kleeblätter abgebildet sind, lässt sich historisch nicht eindeutig belegen, ebenso wenig wie die Bedeutung der Kleeblätter. Hierüber gibt es unterschiedliche Ansichten. So sind z.B. einige Experten der Ansicht, der silberne Balken symbolisiert die Fulda und die sechs im oberen und sieben im unteren Teil des Wappens enthaltenen Kleeblätter repräsentieren die Zahl der Ratsherren auf den jeweiligen Seiten des Flusses. Eine andere Lesart, die Kasseler Schüler früher lernten, besagt, dass die Kleeblätter Fischerhäuser links und rechts der Fulda symbolisierten.
Die Stadt befindet sich in Nordhessen nahe der Grenze zu Niedersachsen im so genannten Kasseler Becken, das im geomorphologischen Sinn kein Becken ist sondern ein weit ausgedehnter Talkessel, in dem sich insbesondere im Bereich der Karls- und Fuldaaue eine weitläufige Flussniederung der Fulda befindet.
In diesem Talkessel wird die Stadt von den etwas entfernten Langenbergen im Südwesten und dem Habichtswald im Westen (jeweils ein Bestandteil vom Naturpark Habichtswald) sowie von den südlichen Ausläufern des Reinhardswalds im Nordosten, dem Kaufunger Wald (ein Teil vom Naturpark Meißner-Kaufunger Wald) im Osten und der Söhre im Südosten und Süden eingerahmt. Diese fünf Mittelgebirge sind durch einige Höhenrücken miteinander verbunden, so dass der Kasseler Talkessel - abgesehen vom Flusstal der Fulda, das diesen von Süd nach Nord durchschneidet - rundum durch Bergzüge umrundet ist. An das Stadtgebiet grenzen die Mittelstadt Baunatal, die Kleinstadt Vellmar sowie die Gemeinden Niestetal, Fuldatal, Fuldabrück, Kaufungen und Lohfelden an.
Kassel ist verkehrsmäßig über drei Autobahnen - die A7, A44 und A49-, fünf Bundesstraßen, durch einige Eisenbahn-Hauptverbindungen (darunter auch ICE-Strecken) und auch den wenige Kilometer entfernten Flughafen Kassel-Calden nicht nur an die deutsche Infrastruktur angebunden (siehe dazu hier).
Die nächsten Großstädte sind - per Luftlinie/Straße gemessen - Hannover (ca. 120/164 km nördlich) und Göttingen (ca. 40/55 km nordöstlich) in Niedersachsen, Erfurt (ca. 115/185 km östlich) in Thüringen, Frankfurt am Main (ca. 150/193 km südlich) in Hessen sowie Siegen (ca. 115/165 km südwestlich), Dortmund (ca. 145/165 km westlich) und Paderborn (ca. 70/84 km nordwestlich von Kassel) in Nordrhein-Westfalen.
Im Kontrast zu den oft dicht bebauten Stadtvierteln birgt Kassel viele Grünflächen, darunter den Bergpark Wilhelmshöhe im Habichtswald und die Karls- und Fuldaaue (siehe hierzu Gärten und Parks in Kassel). An vielen Stellen im Kasseler Stadtgebiet fallen zahlreiche Eichen auf, die durch den Künstler Joseph Beuys unter dem Motto 7.000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung zwischen 1982 und '87 an Straßen und Plätzen angepflanzt wurden.
Kassel wird von der Fulda und den teils innerhalb des Stadtgebiets in diesen Fluss einmündenden Nebenflüssen und Bächen (darunter Ahne, Drusel (im Unterlauf "Kleine Fulda" genannt), Geile-Döll, Losse, Nieste und Wahle) durchflossen.
Kassels niedrigste Stelle befindet sich im nordöstlichen Fuldatal auf 132,9 m ü. NN (Flusspegel etwas nördlich der Grauen Katze); zieht man noch die etwas abseitige Exklave Kragenhof in diesem Tal mit in Betracht, so befindet sich die niedrigste Stelle der Stadt nur wenige Meter unterhalb der Staustufe an der Stadtgrenze zu Fuldatal-Wahnhausen auf nur noch 131,4 m über dem Meeresspiegel. Die Innenstadt liegt am Königsplatz 163 m bzw. am Rathaus 169 m hoch und das Schloss Wilhelmshöhe steht auf etwa 285 m Höhe. Die höchste Stelle des zur Stadt gehörenden obgleich stark bewaldeten Gebiets befindet sich mit etwa 615 m über Normalnull im Habichtswald am Hohen Gras.
Die höchsten Bauwerke von Kassel sind der alte Kirchturm der Lutherkirche (76 m), der Herkules (70,5 m) und die Doppel-Türme der Martinskirche (69 m), nicht jedoch der 186 m hohe Fernsehturm auf dem Essigberg, weil er außerhalb des Stadtgebiets steht.
Innerhalb der Kasseler Stadtteile gibt es zum Teil noch Ortsbezirke oder Siedlungen mit eigenem Namen, etwa Mulang und Wahlershausen die zum Stadtteil Bad Wilhelmshöhe gehören, die etwas abseitige Exklave Kragenhof, die zum Stadtteil Wolfsanger-Hasenhecke gehört, Osterberg, der zum Stadtteil Jungfernkopf gehört, oder das Blücherviertel, das zum Stadtteil Unterneustadt gehört. Nicht als Stadtteil sondern als ortsbezirksfreies Gebiet zählt die Dönche, die sich als unbebautes Naturschutzgebiet im Südwesten von Kassel befindet.
Kasseler Stadtgebiet: insgesamt 106,77 km²
Die erste urkundliche Erwähnung Kassels geht auf das Jahr 913 zurück. Dem ehemaligen fränkischen Königshof werden 1189 die Stadtrechte verliehen, bevor Kassel 1277 zur Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen wird. Seitdem ist die Stadtgeschichte eng verflochten mit den Geschicken der hessischen Regenten. Anfang des 16. Jahrhunderts entwickelt sich Landgraf Philipp zu einem wichtigen Protagonisten der Reformation. Entscheidend prägte Landgraf Karl das Stadtbild ab 1700 durch seine ambitionierten barocken Bauprojekte, wie die Karlsaue oder den Herkules.
Kurz nachdem Hessen-Kassel zum Kurfürstentum wurde, besetzten 1806 napoléonische Truppen die Stadt, und machten Kassel bis 1813 zur Hauptstadt des neu gegründeten Königreichs Westfalen und Residenz von Napoleons Bruder Jérôme.
Am Ende des Krieges von 1866 wird Kurhessen, das wie auch das Königreich Hannover auf der Seite Österreichs gestanden hatte, Opfer der aggressiven Expansionspolitik Preussens und annektiert.
Zwischen 1920 und 1925 war Philipp Scheidemann Oberbürgermeister der Stadt Kassel.
Am Abend des 7. November 1938 wurden die Synagoge und andere jüdische Einrichtungen in Kassel verwüstet, 2 Tage vor dem 9. November, dessen Pogrome als Novemberprogrome in die deutsche Geschichte eingehen sollten. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges zerstörten mehrere Luftangriffe weite Teile der städtischen Bebauung und forderten viele Menschenleben. Das schwerste Bombardement erlebte die Stadt am 23. Oktober 1943. In dieser Nacht starben über 10.000 Menschen und 80% der Wohnhäuser wurden zerstört. Dadurch, dass Kassel, insbesondere in den Altstadtbereiche, eine Stadt mit vielen Fachwerkhäusern war, wurde sie zum perfekten Ziel von Brandbombenangriffen im Rahmen der britischen moral bombing Offensive. Durch den gezielten Massenabwurf von Phosphor- und Stabbrandbomben entstand durch das inbrandgesetzte Holz ein Feuersturm, wie z.B. auch in Hamburg, Dresden, Pforzheim, Hildesheim und Darmstadt.
1948 scheiterte Kassel bei dem Versuch die Hauptstadt der BRD zu werden.
Als Begleitprogramm zur Bundesgartenschau von 1955 wurde von Arnold Bode die documenta initiiert, die sich seitdem zu der weltweit bedeutendsten Ausstellung moderner Kunst entwickelt hat.
1899 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf 216.000 - historischer Höchststand. Ende Juni 2005 lebten in Kassel nach Fortschreibung des Hessischen Statistischen Landesamtes 194.176 Menschen mit Hauptwohnsitz. Vom Regierungspräsidium Kassel, Abteilung Regionalplanung, wird bis 2020 mit einem Rückgang der Bevölkerungszahl der Stadt auf 175.201 gerechnet.
In Kassel leben ca. 30 000 ausländische Mitbürger, deren Aufenthaltszweck verschiedene Gründe haben kann, z.B.:Arbeitsaufnahme, Familienzusammenführung, Studienaufenthalt, Touristenaufenthalt, Beantragung von Asyl. (Quelle: www.stadt-kassel.de/probuerger/public/produkt_detail.cfm?Produkt_ID=431). 199.173 (April 2006, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kassel). Das sind ca. 25 Prozent der Stadtbevölkerung.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes weist das Ausländerzentralregister (AZR) am Jahresende 2005 insgesamt rund 6,76 Millionen Personen in Deutschland nach, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Ihre Zahl hat gegenüber 2004 um etwas mehr als 38 000 Personen (+ 0,5%) zugenommen. (Quelle: www.destatis.de/presse/deutsch/pm2006/p1340025.htm). Das sind acht Prozent der deutschen Bevölkerung, wenn 82 532 000 Einwohner 2003 in Deutschland leben (Quelle: http://www.destatis.de/download/d/bevoe/bevoe_nach_bundeslaendern04.pdf).
Kassel hat somit einen überdurchschnittlichen Ausländeranteil.
Ab 1731 wurde auch den Lutheranern ein eigener Gottesdienst und ein eigener Geistlicher zugestanden, weil sich Hessen seinerzeit mit dem lutherischen Schweden verbündet hatte. Erst nach dem Übergang des Kurfürstentums Hessen an Preußen (1866) wurde 1873 ein einheitliches Konsistorium für den gesamten Regierungsbezirk Kassel innerhalb der Provinz Hessen-Nassau eingerichtet (dagegen richtete sich die Hessische Renitenz).
Ab 1731 gab es auch wieder katholische Gemeindeglieder in Kassel und ab 1776 wurden auch wieder Gottesdienste zugelassen, zumal der damalige Landgraf Friedrich II. selbst katholisch geworden war. Der Anteil der Katholiken vergrößerte sich danach stets, so dass sich bald auch wieder eigenständige Pfarrgemeinden bildeten. Diese gehören seit 1821 zum Bistum Fulda. Innerhalb dieser Diözese gehören sie heute zum Dekanat Kassel innerhalb der gleichnamigen Region.
1907 kam es in der Folge von Predigten des Evangelisten Heinrich Dallmeyer zu einer Erweckungsbewegung, deren Auswüchse zur Ablehnung der aufkommenden Pfingstbewegung durch die evangelikale Gemeinschaftsbewegung führt.
siehe Berliner Erklärung + Kasseler Erklärung
Die später mit Evangelische Landeskirche in Hessen-Kassel benannte Kirche vereinigte sich 1934 mit der Evangelischen Landeskirche in Waldeck zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Innerhalb dieser Landeskirche gehören die Kirchengemeinden Kassels - sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören - zu den Kirchenkreisen Kassel-Mitte, Kassel-Ost und Kassel-West (ab 1. Januar 2005: Stadtkirchenkreis Kassel) des Sprengels Kassel.
Seit 1900 gibt es auch die Neuapostolische Kirche in Kassel. Derzeit sind es 5 Gemeinden mit insgesamt 1700 Mitgliedern.
Aufgrund des hohen Anteils von Personen mit Migrationshintergrund im Stadtgebiet ist zu vermuten,daß es weit mehr lebendige islamische Gemeinden gibt - und aus dem Stadtbild sind islamische Gebetshäuser und Kulturvereine nicht wegzudenken. { Es wäre sinnvoll, wenn an dieser Stelle eine passende Artikelergänzung von kompetenter Seiter vorgenommen wird. }
Kassel wurde relativ spät durchgreifend industrialisiert (ab ca. 1890) und hat seit den 1970er Jahren bedeutende industrielle Großbetriebe verloren. Heute liegt die Arbeitslosenrate in Kassel zwischen 15 und 20 Prozent.
Dennoch ist Kassel Sitz einiger umsatzstarker Unternehmen, z. B. die Erdgaslieferanten Wintershall und WINGAS sowie der Kali und Salz Produzent K+S.
siehe auch: Flughafen Kassel-Calden, Nordhessischer Verkehrsverbund, Herkulesbahn, Hessencourrier, Straßenbahn Kassel
Zwei Mal in der Woche wird das Anzeigenblatt Extra-Tip an alle Kasseler Haushalte verteilt. Er finanziert sich nur durch Kleinanzeigen und Werbeeinnahmen und verfügt über einen kleinen stark umstrittenden redaktionellen Teil. Es ist nicht unüblich, seinen Briefkasten mit einem handelsüblichen "Bitte kein Extra-Tip"-Aufkleber zu versehen.
Das (K)Magazin erscheint monatlich und berichtet über kulturelle Themen der Region Nordhessen.
Seit 2004 erscheint monatlich die von der IG Metall herausgegebene Nordhessische Neue Zeitung, die in Betrieben und Wohngebieten kostenlos verteilt wird.
Verschiedene Rundfunksender haben Studios in Kassel. Der Hessische Rundfunk betreibt hier sein Studio Kassel und sendet sein Radioprogramm hr4 direkt aus Kassel. Hit Radio FFH hat sein Nordhessenstudio im Haus der HNA und der Radiosender Sky Radio sendet hessenweit aus der Friedrich-Ebert-Straße. RTL Television betreibt im Stadtgebiet eine Nebenstelle. Der Radiosender Freies Radio Kassel und der Fernsehsender Offener Kanal Kassel sind zwei nichtkommerzielle Bürgersender.
International bekannt wurde Kassel unter Anderem auch mit der Planung und dem Bau der so genannten Treppenstraße, einer Fußgängerachse, die den Hauptbahnhof mit dem Friedrichsplatz (zentraler Platz) verbindet und mit der erstmals nach modernen städtebaulichen Kriterien gebaut worden ist. Aufgrund des Baus des ICE Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe verlor der Hauptbahnhof jedoch seine Bedeutung und damit auch die einst stark frequentierte Treppenstraße.
Die evangelische Brüderkirche ist das älteste Kirchengebäude der Stadt. Im Gebiet der Innenstadt befinden sich weitere historische Baudenkmäler. Zusammen mit dem Renthof und dem Rondell, Martinskirche mit den markanten Türmen der frühen Nachkriegszeit, Ottoneum, Marstall, Ruine des Zeughauses, Karlshospital, Druselturm, Ruine der Garnisonkirche, vereinfacht wiederaufgebaute Karlskirche, Fridericianum mit Zwehrenturm (zeitweilig als Sternwarte genutzt), Altan des ehemaligen Roten Palais', Kirchturm der alten Lutherkirche mit moderem Beton-Neubau und umgebenden Grabdenkmälern des Altstädter Friedhofs.
Im Stadtteil West (Volksmund: „Vorderer Westen“) von Kassel finden sich eindruckvolle Jugendstil-Gebäude; dabei handelt es sich zumeist um Mietswohnhäuser mit vielfältig gestalteten Fassaden.
Die Architektur der 1950er ist mit zahlreichen Beispielen vertreten, zum Beispiel: Kopfgebäude des Hauptbahnhofs, ehemaliges Hotel Hessenland, Haus der Jugend, Treppenstraße.
Die Stadtbibliothek ist mit zahlreichen Zweigstellen über das Stadtgebiet verteilt.
Um 1700 wurde der Bergpark von Landgraf Karl als barocke Parkanlage begonnen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde er teilweise zu einem englischen Landschaftspark umgestaltet. In den Sommermonaten finden dort 2mal wöchentlich die sehenswerten Kasseler Wasserspiele statt.
Die Karlsaue, befindet sich im Gebiet des Stadtteils Südstadt, sie ist eine ursprünglich barocke, innerstädtische Parkanlage am westlichen Fuldaufer, die bis an die Innenstadt von Kassel bzw. an den Friedrichsplatz heranreicht. Die historisch äußerst beeindruckende Parkanlage, die auf dem flachen Gelände einer ehemaligen Fuldainsel angelegt wurde, beinhaltet zahlreiche künstlich angelegte Gewässer, wie Teiche, Seen und Gräben, die die barocke Grundkonzeption der Anlage heute noch veranschaulichen. Auf chaussierten Wegen kann man die Anlage durchwandern. Über Fußgängerbrücken gelangt man in die Fuldaaue. In der Karlsaue befinden sich die Orangerie mit dem Museum für Astronomie und Technikgeschichte und dem Marmorbad. Die Blumeninsel Siebenbergen kann wartet im Sommer reichhaltiger Blumenpracht auf.
Die Fuldaaue -gebräuchlicher Buga, nach der Bundesgartenschau- befindet sich der Karlsaue am anderen Fuldaufer gegenüber. Sie wurde zur Bundesgartenschau 1981 auf dem Gelände alter Kieswerke angelegt. Die modern gestaltete Parkanlage, beinhaltet einen großen künstlich angelegten See, dessen nördlicher Teil als Naturschutzgebiet abgegrenzt ist. In dem Naturschutzgebiet brüten viele seltene Vögel, während sich auf dem südwestlichen, größeren Teil der Anlage sich viele Bürger treffen um zu Baden, Grillen sowie Sport zu treiben.
Die Buga liegt im Stadtteil Waldau und ist eine städtische Anlage, während die Karlsaue ein Staatspark ist und vom Land Hessen unterhalten wird.
Die Einwohner der Stadt unterscheiden sich selbst zwischen Kasselern, Kasselanern und Kasselänern. Der Kasseler ist lediglich ein Zugezogener, während der Kasselaner in Kassel geboren ist. Kasseläner darf sich nur nennen, wessen Eltern bereits Kasselaner waren.
Kasselänern zu folgen, die sich auf Kasselänerisch unterhalten, kann sich für Auswärtige als schwierig erweisen.
- „Gehädd dä Rädde däh?“ (= Gehört der Hund Dir/Ihnen?)
Das allsommerliche Fest am Fuldaufer, der Zissel, ist in der ganzen Region bekannt. Er zieht Alt und Jung entweder magisch an, oder verschreckt sie langanhaltend. Ebenso wie der Glowesabend, ein Brauchtum zum Nikolausstag.
1997 folgte der Konkurs und der Fall in „ein Fass ohne Boden“, denn der Verein wurde bis in die Kreisliga zurückgestuft. 1998 wiederbegründet spielt das Team des KSV Hessen nach 4-maligem Aufstieg in Folge wieder in der Oberliga Hessen (2002 - 2005). In den Jahren 2003 und 2004 verpasste die Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp und zum Ende der Saison 2004/2005 kämpfte der Klub gegen den Abstieg. In der Saison 2005/06 gelang der Aufstieg in die Regionalliga Süd durch einen 1:0-Sieg beim Aufstiegskonkurrenten FSV Frankfurt am letzten Spieltag.
Ort in Hessen | Nordhessen | Kassel | Ehemalige deutsche Landeshauptstadt | Ehemaliger Residenzort in Hessen | Gegründet 913
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