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Kaspar Andreas Ritter von Jakomini war ein wohltätiger Spekulant, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Steiermark ansässig war. Nach ihm ist heute noch der 6. Bezirk der Stadt Graz und auch der wichtigste Platz und das Verkehrszentrum dieser Stadt benannt: Jakominiplatz.

Zunächst wirkte Jakomini als Postmeister von Cilli in der Untersteiermark (heute Celje in Slowenien) und errang durch mehr oder weniger riskante Spekulationen ein ansehnliches Vermögen. Er erwarb großen Grundbesitz und verlegte seinen Wohnsitz schließlich nach Graz. Eine kaiserliche Entschließung hatte dort 1782 die Auflassung der Stadtbefestigung und den Verkauf der Festungsgründe ausgelöst. Jakomini nützte die einmalige Gelegenheit und kaufte 1784 den größten Teil dieser Grundstücke südlich des Eisernen Tores auf, also dort gelegen, wo sich heute der Gemeindebezirk „Jakomini“ ausbreitet. Die von ihm erworbenen Gründe verkaufte er, angeblich wohlfeil, an verschiedene Grazer Bürger weiter, wobei er die Auflage erteilte, diese zu überbauen. So entstand in den Jahren bis 1820 die „Jakominivorstadt“. Einige der damals errichteten kleinbürgerlichen Bauten und engen Straßenzüge sind noch heute erhalten.

Mann | Österreicher | Mäzen | Geburtsdatum noch unbekannt | Gestorben unbekannt

 

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