In der Waffentechnik bezeichnet man als Kartätsche eine Schrotladung der Artillerie, die von Kartätschgeschützen abgefeuert wird.
Die Kartätsche wurde um 1600 erfunden und bestand aus einem Papier- oder Stoffbehälter, der mit kleinen Metallkugeln gefüllt wurde.
Ladungen mit vielen kleinen Kugeln wurden als Beutelkartusche, mit wenigen großen Kugeln als Traubenkartusche bezeichnet. Der Behälter besaß einen Treibspiegel aus Holz.
Seit dem 17. Jahrhundert bestand der Behälter in der Feldartillerie aus Eisen- oder Zinkblech (Büchsenkartusche), die Kugeln wurden in eine Masse aus Gips, Wachs oder Schwefel eingebettet. In der Festungsartillerie wurden noch weitere 2 Jahrhunderte lang Beutelkartätschen eingesetzt.
Im ersten Weltkrieg kamen die Granatkartätsche oder das Schrapnell auf, bei denen der Behälter erst im Zielbereich durch eine Ladung gesprengt und die um die Treibladung befestigten Kugeln weggeschleudert werden.
Auch im 2. Weltkrieg waren für einige Geschütze mittlerer Kaliber Kartätschen zur Nahverteidigung der Geschützstellung verfügbar.
Die Kartätsche wurde durch die Entwicklung von Schrapnell und Maschinengewehr weitgehend verdrängt. Eine moderne Waffe nach diesem Prinzip ist die amerikanische 120mm-Patrone M1028 zur Bekämpfung von nahen Zielen in Städten.
Die wirksame Reichweite beträgt 300 - 600m. Auf zu kurze Entfernung ist die Streuung zu gering, auf zu große Entfernung die Durchschlagskraft und die Feuerdichte unbefriedigend.
Bekannte Einsätze sind z.B.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Kartätsche (Munition)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world