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Karstadt-Zeil, Frankfurt.jpg | Karstadt-Warenhaus-Dresden.jpg | KQV Logo.JPG Die KarstadtQuelle AG ist Europas größter Warenhaus- und Versandhandels-Konzern. Er entstand 1999 durch die Zusammenführung der Karstadt AG (gegründet 1881) und der Quelle Schickedanz AG & Co. (gegründet 1927). Die vorherige Dachgesellschaft Karstadt AG konzentriert sich seit der Fusion auf den Betrieb der Karstadt-Warenhäuser.

Überblick


Im Jahr 2003 erwirtschaftet der Konzern mit über 100.000 Mitarbeitern und einer Verkaufsfläche von 2.621.000 m² einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2004 sank der Umsatz auf 6,87 Milliarden Euro. Der Konzern ist im MDAX notiert. Ihre größte Filiale ist gleichzeitig auch das zweitgrößte europäische Kaufhaus KaDeWe in Berlin mit 60.000 m² Verkaufsfläche; die größte Filiale unter der Marke Karstadt liegt auf der Zeil in Frankfurt am Main.

Geschäftsfelder


Die Geschäftsfelder des KarstadtQuelle-Konzerns sind:
  • Stationärer Einzelhandel:
  • Versandhandel:
    • Universalversand: Neckermann, Quelle
    • Spezialversand: Walz, Hess Natur, Fritz Berger
  • Dienstleistungen:
    • Touristik: Neckermann Reisen, Bucher Reisen, Thomas Cook AG (50-Prozent-Beteiligung)
    • Finanzdienstleistungen: KarstadtQuelle Bank, KarstadtQuelle Finanz Service, KarstadtQuelle Versicherungen (22,5-Prozent-Beteiligung); KarstadtQuelle FinanzService betreibt Finanzcenter in fast allen großen Karstadt-Warenhäusern, die sowohl Versicherungs- und Finanzprodukte des Direktversicherers KarstadtQuelle Versicherung, der eigenen KarstadtQuelle Bank, der ERGO Versicherungsgruppe (Victoria, Hamburg-Mannheimer, DKV, DAS), als auch aller namhaften Versicherungsunternehmen Deutschlands anbietet.
    • Weitere Dienstleistungen: Customer Advantage Program (HappyDigits), Itellium, KarstadtQuelle Information Services

Geschichte


Geschichte der Karstadt Warenhaus AG bis zur Fusion mit Quelle

Am 14. Mai 1881 gründete Rudolph Karstadt (1856–1944) sein erstes Geschäft namens „Tuch-, Manufactur- und Confectionsgeschäft Karstadt“ in Wismar. Das zweite Karstadt-Haus wurde 1884 in Lübeck eröffnet. Kunden der ersten Stunde waren Thomas und sein Bruder Heinrich Mann. Karstadt setzte von Anfang an auf günstige Festpreise anstelle des sonst noch üblichen Handelns, sodass schnell Filialen in 24 Städten Norddeutschlands eröffneten.

1920 wurde die Firma Althoff von Karstadt übernommen und der gesamte Konzern in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Firmensitz lag in Hamburg, nach der Kriegszerstörung des Haupthauses in der Hamburger Mönckebergstraße wurde er nach Essen verlegt.

1977 erwarb Karstadt zunächst eine Mehrheitsbeteiligung an der Neckermann Versand AG, kaufte das Unternehmen 1984 auf und gliederte es in die Konzernstruktur ein. 1994 wurden die Hertie-Kaufhäuser (u. a. KaDeWe Berlin) von Karstadt aufgekauft. 1999 fusionierten die Karstadt AG und das Versandhaus Quelle AG zur KarstadtQuelle AG.

Die KarstadtQuelle AG und die Krise

Im Juli 2000 legte Vorstandschef Walter Deuss nach Kritik an seiner Arbeit sein Amt nieder. Nachfolger wird Wolfgang Urban. Im Januar 2001 kündigte Karstadt an, bis zu 7.000 Stellen zu streichen. Der Konzern kauft die Textilkette SinnLeffers. Im Oktober 2001 wurde eine Gemeinschaftsfirma mit Starbucks gegründet. Im November 2001 wurde Christoph Achenbach Chef der Konzerntöchter Quelle und Neckermann.

Zwischen 2002 und 2004 kam es zu Umsatzrückgängen und einem Einbruch beim Jahresüberschuss. Im Mai 2004 musste Vorstandschef Wolfgang Urban - dem wie seinem Vorgänger eine verfehlte Unternehmenspolitik vorgeworfen wurde - das Unternehmen verlassen (offiziell aus gesundheitlichen Gründen). Im Juni 2004 wurde Christoph Achenbach Konzernchef, Thomas Middelhoff Aufsichtsratschef.

Im Oktober 2004 wurde bekannt, dass sich der Karstadt-Konzern in dramatischen finanziellen Schwierigkeiten befindet. Aufgrund jahrelangen Missmanagements und der anhaltenden Einzelhandelsflaute wurde angekündigt, 77 der 189 Warenhäuser (alle, die weniger als 8000qm Verkaufsfläche aufweisen) in Deutschland zu verkaufen. Ein Großteil der Beteiligungen des Konzerns (Facheinzelhandel, kleinere Karstadtfilialen, Anteile an der Thomas Cook AG und dem DSF sollen verkauft werden.

Im November 2004 wurde veröffentlicht, dass im dritten Quartal 2004 ein Verlust von 1,1 Mrd. Euro entstanden ist. Der Konzern vollzog daraufhin die Trennung von Starbucks.

KarstadtQuelle kämpft mit den Problemen des gesamten Einzelhandels, aber auch hausgemachten Problemen. So hielt man entgegen dem Markttrend an einem Gemischtwarenprogramm fest. Kritiker bemängeln, die Einrichtung sei zu altmodisch, das Programm nicht kundengerecht. Auch die einstige Beratungskompetenz sei durch Personalabbau verloren gegangen. Im Jahr 2004 wurde der Abbau von etwa 8.500 Stellen und Verkauf/Schließung der Hälfte der ca. 150 Kaufhäuser geplant, um das Unternehmen noch zu retten. Im August 2005 wurden 75 Karstadt-Filialen (Karstadt Kompakt GmbH & Co.KG), 51 SinnLeffers-Modehäuser sowie die Fachhandelskette Runners Point verkauft.

Seit März 2005 hält ein Aktionärspool um Madeleine Schickedanz über 50 Prozent der Aktien. Im Mai 2005 wurde bekannt, dass der Umsatz im ersten Quartal um 8,6 Prozent sank. Im gleichen Monat wurde Thomas Middelhoff nach Bitten von Quelle-Erbin und Großaktionärin Madeleine Schickedanz Vorstandschef.

Im Mai 2006 kündigte das Unternehmen an, für die Konzern-Holding einen neuen Namen zu suchen, der der großen Bedeutung der Touristiksparte gerecht wird.

Vorstandsvorsitzende der KarstadtQuelle AG


Konkurrenten


Der Hauptkonkurrent der Karstadt-Warenhäuser im KarstadtQuelle-Konzern ist die Metro mit ihren Galeria Kaufhof-Filialen.

Weblinks


Einzelhandelsunternehmen | Unternehmen (Essen) | Gegründet 1881 | Gegründet 1999

KarstadtQuelle | KarstadtQuelle AG

 

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