Karstadt-Zeil, Frankfurt.jpg | Karstadt-Warenhaus-Dresden.jpg | KQV Logo.JPG Die KarstadtQuelle AG ist Europas größter Warenhaus- und Versandhandels-Konzern. Er entstand 1999 durch die Zusammenführung der Karstadt AG (gegründet 1881) und der Quelle Schickedanz AG & Co. (gegründet 1927). Die vorherige Dachgesellschaft Karstadt AG konzentriert sich seit der Fusion auf den Betrieb der Karstadt-Warenhäuser.
1920 wurde die Firma Althoff von Karstadt übernommen und der gesamte Konzern in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Firmensitz lag in Hamburg, nach der Kriegszerstörung des Haupthauses in der Hamburger Mönckebergstraße wurde er nach Essen verlegt.
1977 erwarb Karstadt zunächst eine Mehrheitsbeteiligung an der Neckermann Versand AG, kaufte das Unternehmen 1984 auf und gliederte es in die Konzernstruktur ein. 1994 wurden die Hertie-Kaufhäuser (u. a. KaDeWe Berlin) von Karstadt aufgekauft. 1999 fusionierten die Karstadt AG und das Versandhaus Quelle AG zur KarstadtQuelle AG.
Zwischen 2002 und 2004 kam es zu Umsatzrückgängen und einem Einbruch beim Jahresüberschuss. Im Mai 2004 musste Vorstandschef Wolfgang Urban - dem wie seinem Vorgänger eine verfehlte Unternehmenspolitik vorgeworfen wurde - das Unternehmen verlassen (offiziell aus gesundheitlichen Gründen). Im Juni 2004 wurde Christoph Achenbach Konzernchef, Thomas Middelhoff Aufsichtsratschef.
Im Oktober 2004 wurde bekannt, dass sich der Karstadt-Konzern in dramatischen finanziellen Schwierigkeiten befindet. Aufgrund jahrelangen Missmanagements und der anhaltenden Einzelhandelsflaute wurde angekündigt, 77 der 189 Warenhäuser (alle, die weniger als 8000qm Verkaufsfläche aufweisen) in Deutschland zu verkaufen. Ein Großteil der Beteiligungen des Konzerns (Facheinzelhandel, kleinere Karstadtfilialen, Anteile an der Thomas Cook AG und dem DSF sollen verkauft werden.
Im November 2004 wurde veröffentlicht, dass im dritten Quartal 2004 ein Verlust von 1,1 Mrd. Euro entstanden ist. Der Konzern vollzog daraufhin die Trennung von Starbucks.
KarstadtQuelle kämpft mit den Problemen des gesamten Einzelhandels, aber auch hausgemachten Problemen. So hielt man entgegen dem Markttrend an einem Gemischtwarenprogramm fest. Kritiker bemängeln, die Einrichtung sei zu altmodisch, das Programm nicht kundengerecht. Auch die einstige Beratungskompetenz sei durch Personalabbau verloren gegangen. Im Jahr 2004 wurde der Abbau von etwa 8.500 Stellen und Verkauf/Schließung der Hälfte der ca. 150 Kaufhäuser geplant, um das Unternehmen noch zu retten. Im August 2005 wurden 75 Karstadt-Filialen (Karstadt Kompakt GmbH & Co.KG), 51 SinnLeffers-Modehäuser sowie die Fachhandelskette Runners Point verkauft.
Seit März 2005 hält ein Aktionärspool um Madeleine Schickedanz über 50 Prozent der Aktien. Im Mai 2005 wurde bekannt, dass der Umsatz im ersten Quartal um 8,6 Prozent sank. Im gleichen Monat wurde Thomas Middelhoff nach Bitten von Quelle-Erbin und Großaktionärin Madeleine Schickedanz Vorstandschef.
Im Mai 2006 kündigte das Unternehmen an, für die Konzern-Holding einen neuen Namen zu suchen, der der großen Bedeutung der Touristiksparte gerecht wird.
Einzelhandelsunternehmen | Unternehmen (Essen) | Gegründet 1881 | Gegründet 1999
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