Das - besonders unter jüngeren Stadtbewohnern immer beliebter werdende - Grätzl Karmeliterviertel bezeichnet einen kleinen Teil des 2. Wiener Gemeindebezirkes - Leopoldstadt, es wird auch als ein Teil der Mazzesinsel bezeichnet. Den Namen Karmeliterviertel hat es von dem ehemaligen Karmeliterkloster, welches sich auf der Südseite des Karmeliterviertels befand und die Grenze zum Judengetto bildete. Teile der historischen, bis zu 5 m hohen Klostermauer sind heute noch erhalten (in den Innenhöfen der Häuser Karmelitergasse und Tandelmarktgasse).
Das Karmeliterviertel wird im Osten von der Taborstraße, im Süden vom Straßenverlauf Kleine Sperlgasse, Hollandstraße, Krummbaumgasse, Große Schiffgasse (in Richtung des Donaukanals) und im Westen vom Verlauf des Oberen Donaustraße, der Schiffamtsgasse, Leopoldsgasse und Malzgasse begrenzt. Nach Norden wird das Karmeliterviertel von der Oberen Augartenstraße bzw dem Augarten, einer großen, historischen Parkanlage aus dem 17. Jahrhundert, begrenzt. Die ruhige, geschlossene, aber sehr zentrale Lage sowie die hervorragende Verkehrsanbindung machen diesen Stadtteil sehr attraktiv. Früher waren diese Grenzziehungen wichtiger Teil eines sozialen Bewußtseins und auch Zugehörigkeit, welche von allen Bewohnern auch heute mit Stolz vertreten und sehr genau erkannt werden.
Das ursprüngliche Karmeliterviertel wird durch die Straßenzüge Taborstraße, Obere Augartenstraße, Rembrandtstraße und Obere Donaustraße begrenzt.(Quelle: Gebietsbetreuung Karmeliterviertel)
An beiden Rändern des Grätzels entstehen zur Zeit U-Bahnstationen der neuen verlängerten U2 (Taborstraße, Schottenring). Mit der Fertigstellung wird 2008 gerechnet.
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