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Als Karmeliten wird der christliche "Orden unserer lieben Frau vom Berge Karmel" bezeichnet, der im Jahr 1150 am Karmelgebirge im heutigen Israel gegründet wurde. Nach Berichten mancher Historiker wird der heilige Berthold von Kalabrien als Gründer angesehen. Der Orden kam 1238 nach Europa. Später wurde er in den Orden der Beschuhten Karmeliten (oder Calceaten, abgekürzt O.C.C.) und der Unbeschuhten (Theresianischen) Karmeliten (Discalceaten, abgekürzt O.C.D.), geteilt, weil im 15. Jahrhundert nach Überarbeitung der alten Ordensregeln die Theresianischen Karmeliter und Karmelitinnen von Theresa von Ávila und Johannes vom Kreuz gegründet worden sind.

In verschiedenen Städten gab es Karmeliterviertel, so auch in Wien 1623 in der Leopoldstadt, dem zweiten Bezirk.

Am Karmelgebirge bestehen heute noch zwei Klöster der Karmeliten:

  • Kloster Muhraqa am südöstlichen Karmel. Das Kloster soll an der Stelle liegen, an welcher der Prophet Elija nach biblischer Überlieferung einen Gottesbeweis gegen die Priester des Baal geführt und sie anschließend getötet hat (1. Könige 18).
  • das Karmelitenkloster am Karmelkap am Nordende des Gebirges in Haifa. Unterhalb der Kirche befindet sich eine Grotte, welche nach der Überlieferung die Wohnung Elijas war.

Der Karmelitergeist ist ein Melissengeist: mit Alkohol ausgezogene Melissenblätter werden mit Zimt und anderen Ingredienzen versetzt. Er wird als äußeres Heilmittel verwendet oder getrunken.

Weblinks


Ordensinstitut | Haifa

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