Karl Wilhelm Georg Grolman, ab 1786 von Grolman (* 30. Juli 1777 in Berlin; † 15. September 1843 in Posen) war preußischer General, Chef des Generalstabes und preußischer Reformer. Grolmann.jpg ]]
Nach dem Krieg gehörte Grolman der Militär-Reorganisationskommision von Gerhard von Scharnhorst an und wurde am 1. März 1809 als Direktor des ersten Departements des Kriegsministeriums an den Arbeiten zur Reorganisation des Heers beteiligt. Gleichzeitig stieg er damit zum Chef des neugeschaffenen Militärkabinetts auf.
Da er jedoch unbedingt gegen die französische Besatzung Deutschlands kämpfen wollte, nutzte er noch 1809 die Gelegenheit um in österreichische Dienste zu treten und machte im Korps des Generals von Kienmayer den Feldzug in Franken und Sachsen mit. Der Krieg diesen Jahres war jedoch nicht erfolgreich und Grolman flüchtete über England in die spanische Armee (1810), wo er als Major und Kommandeur eines Fremdenbataillons Dienst tat. Er nahm am Krieg gegen die französischen Truppen teil, doch bereits im Januar 1812 wurde er bei der Belagerung Valencias gefangen genommen. Er konnte im Juni in die Schweiz entkommen und begab sich dann von Bayern aus als Student zur Universität in Jena.
Im Frühjahr 1813 wurde Grolman wieder als Major in der preußischen Armee angestellt. Er diente in den folgenden Feldzügen als Generalstabsoffizier in verschieden Korps und nahm an den wichtigsten Schlachten der Befreiungskriege bei Lützen, Bautzen und an dem Gefecht bei Hainauteil. Nach dem Waffenstillstand erhielt Grolman seine Beförderung zum Oberstleutnant und einen Posten als Generalstabsoffizier beim II. Armeekorps. In der Schlacht bei Kulm wurde er schwer verwundet, kämpfte aber dennoch als Oberst in der Völkerschlacht bei Leipzig mit und nahm dann am Feldzug von 1814 bis zum Pariser Frieden teil. Im Jahre 1814 wurde er zum Wiener Kongress entsandt, doch schon im März 1815 wurde er zum Generalquartiermeister der Armee des Generals Gebhard Leberecht von Blücher. In dieser Funktion diente er im Feldzug von 1815.
Nach dem Krieg diente Grolman in der Topographischen Abteilung des preußischen Generalstabes. Er avancierte zum Generalmajor und Chef des Generalstabes (damals noch 2. Departement des Kriegsministeriums). Doch schon im Jahre 1819 verließ er die Armee unter dem Druck der Restauration der preußischen Monarchie. Dabei erhielt er nicht einmal eine Pension bewilligt. Er zog in das kleine Dorf Gosda. Fünf Jahre später bewog ihn Prinz August von Preußen wieder in den aktiven Dienst zurückzukehren. Grolman diente als Generalleutnant und Kommandeur der 9. Division in Glogau. Im Jahre 1830, zur Zeit des polnischen Aufstandes, kommandierte er unter Gneisenau an der preußischen Grenze Truppen. Im Jahre 1832 wurde er interimistisch und 1835 definitiv zum kommandierenden General des in Posen stehenden V. Armee-Korps ernannt. Noch 1837 avancierte er zum General der Infanterie befördert. Am 15.September 1843 starb Grolman in dieser Funktion in Posen.
Mann | Deutscher | Militärperson (Preußen) | Geboren 1777 | Gestorben 1843 | Koalitionskriege (Person, Preußen)
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