Karl Wendlinger (* 20. Dezember 1968 in Kufstein) ist ein ehemaliger Formel-1-Rennfahrer und war von 2002 bis 2003 aktiver Fahrer in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). Im Jahr 2005 fuhr er für Maserati in der GT Championship.
Karriere
Die Zeit vor der Formel 1
Seine ersten Schritte machte er
1983 im Kart. Er überzeugte durch gute Leistungen und startete
1988 in seine erste
Formel-3-Saison, die er als
Österreichischer Staatsmeister abschloss. Im folgenden Jahr gewann er die
Deutsche Meisterschaft in der Formel 3. Damit erzeugte er genug Aufmerksamkeit um sich
1990 einen Startplatz beim
Mercedes-Werksteam in der
Sportwagen-Weltmeisterschaft zu sichern. Zum
Team gehörten u. a.
Jochen Mass,
Heinz-Harald Frentzen und kein geringerer als
Michael Schumacher.
Die Zeit in der Formel 1
1991 holte er mit dem
Sauber-Mercedes-Team die
Sportwagen-Weltmeisterschaft. Dieser Erfolg bescherte ihm seine ersten beiden Formel-1-Rennen in einem
Leyton House/Ilmor. Nachdem der junge
Konstrukteur Adrian Newey bereits bei seinem Debüt in der Formel 1 das schwierige Chassis überarbeitete, war der
Monoposto wie verwandelt und erlaubte Wendlinger beachtliche Platzierungen und Punkteränge. Sein Engagement setzte er
1992 bei
March-Ilmor und
1993 bei
Sauber-Mercedes fort.
1994 erlebte er den wohl tragischsten Moment in seiner Karriere, als er beim Training zum Grand Prix in
Monaco ausgangs des Tunnels einen schweren Unfall hatte, bei dem er seitlich in die Streckenbegrenzung prallt. Weil dabei sein Kopf durch die damals noch niedrigen Cockpitbegrenzungen an das Hindernis stieß und er erhebliche Hirnprellungen erlitt, versetzte man ihn in ein 19 Tage dauerndes künstliches
Koma. Nachdem er wieder "aufgeweckt" wurde, stellte man erst jetzt eine Beinverletzung fest, die sein rechtes Kniegelenk versteifte und ihn in der Folgezeit behindern sollte.
1995 startete er bei sechs Formel-1-Rennen, aber er konnte nicht mehr an alte Leistungen anknüpfen und beendete seine Formel-1-Karriere, da er keinen weiteren Vertragspartner finden konnte.
Die Zeit nach der Formel 1
Er unterschrieb einen Vertrag bei
Audi und startete
1996 im Super-Tourenwagen-Cup (STW-Cup). Im folgenden Jahr nahm er an der Italienischen Tourenwagenmeisterschaft teil.
1998 und
1999 folgte ein Abstecher in die
FIA-GT-Weltmeisterschaft mit einer
Dodge Viper und im Jahr
2000 fuhr er mit dem gleichen Fahrzeug in der
American Le Mans Series, in der er u. a. das 24-Stunden-Rennen in
Daytona gewinnen konnte. In diesen Jahren konnte er an der Seite von
Olivier Berettas diese Wertung für sich entscheiden.
2001 nahm er wieder für Audi am STW-Cup teil und startete zusätzlich in der V8-Star-Meisterschaft im
Zakspeed-Team.
2002 wechselte er in die
Deutsche Tourenwagen Masters, in der er für Abt-Audi insgesamt glücklos an den Start ging.
Formel-1-Rennfahrer (Österreich) | Mann | Geboren 1968 | Kufstein
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