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Karl Schranz (* 18. November 1938 in St. Anton am Arlberg, Tirol) zählt zu den erfolgreichsten und bekanntesten Skirennläufern Österreichs.

Aufgewachsen in einer der bekanntesten Skiregionen Österreichs, begann er sehr zeitig mit dem Skilauf. Nach dem Wunsch seines Vaters, einem Eisenbahner, sollte er zwar einen bürgerlichen Beruf erlernen, setzte sich aber schließlich durch und fuhr bereits in seiner Jugend zahlreiche Meisterschaftsrennen.

Trotz seiner Erfolge bei den Skiweltmeisterschaften blieb ihm ein Sieg bei den Olympischen Spielen versagt. Bei seiner ersten Teilnahme 1960 in Squaw Valley ging er verletzt an den Start. In Innsbruck erreichte er trotz Grippe eine Silbermedaille. In Grenoble wurde er nach einem Lauf im Nebel, in dem sich auch ein Pistenbetreuer in der Strecke befand, disqualifiziert. Die Umstände sind bis heute unklar.

Schranz wurde nach einem Verstoß gegen das damalige Amateurgesetz von IOC-Präsident Avery Brundage von den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo ausgeschlossen. Als er nach Wien zurückkehrte, bereiteten ihm mehrere tausend Menschen einen heroischen Empfang. Schranz beendete nach dem Ausschluss seine aktive Skikarriere. Seither lebt er mit seiner Familie in St. Anton am Arlberg und ist Inhaber des Hotels Karl Schranz, ist aber nach wie vor dem Skisport stark verbunden und trug als Mitglied des Ski Club Arlberg maßgeblich dazu bei, dass die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2001 in St. Anton am Arlberg stattfanden.

Erfolge


Olympische Winterspiele 1964 in Innsbruck:

Alpine Skiweltmeisterschaft 1962 in Chamonix: Alpine Skiweltmeisterschaft 1966 in Portillo: Alpine Skiweltmeisterschaft 1970 in Val Gardena: Gold im Riesenslalom Dazu kommen 11 Weltcupsiege (8 A, 3 RS) und 2 Siege im Gesamtweltcup (1969, 1970).

Literatur


Karl Schranz, Mein „Olympiasieg“. Aufgezeichnet von Stefan König und Gerhard Zimmer. Herbig Verlag, München 2002. ISBN 3-7766-2308-X

Weblinks


Mann | Skiläufer (Österreich) | Weltmeister | Geboren 1938

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