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Karl Hoffmann (* 1885; † 22. Dezember 1941 in Köln-Deutz) war ein praktischer Arzt in Bielstein.

Leben


Hoffmann, der seit 1921 in Bielstein niedergelassen war, wurde Ende 1941 zum Lager russischer Kriegsgefangener in Wiehlmünden gerufen. Er fand die unterernährten, teils verwundeten Gefangenen in bedauernswertem Zustand vor. Die hygienischen Bedingungen waren katastrophal und ein medizinische Versorgung war nicht vorhanden, da sich bis zu diesem Zeitpunkt ein Arzt zur Behandlung der Russen nicht gefunden hatte. Erst als eine Epidemie ausbrach und die Wachmannschaft um ihre eigene Gesundheit fürchtete, bemühte sich der Unteroffizier als Lagerleiter um ärztliche Hilfe. Entgegen allen Warnungen übernahm Karl Hoffmann diese Aufgabe und leistete den Kranken ärztliche Hilfe. Zwei Drittel der etwa 80 Gefangenen und ein Teil der Wachmannschaft starben am Fleckfieber. Hoffmann erkrankte selbst und verstarb wenige Monate später in einem Lazarett in Köln-Deutz.

Zum Gedenken an den selbstlosen Einsatz des Arztes ist auf dem großen Platz vor dem Bielsteiner Schulzentum eine Straße mit Dr.-Hoffmann-Platz benannt und in der Realschule eine Gedenktafel angebracht worden.

Mann | Deutscher | Mediziner (20. Jh.) | Persönlichkeit im Oberbergischen Land | Geboren 1885 | Gestorben 1941

 

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