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Prinz Karim Aga Khan IV. (* 13. Dezember 1936 in Creux de Genthod, Schweiz) ist das Oberhaupt der Nizari-Ismailiten. Er ist das Kind von Prinz Ali Khan, Botschafter bei den Vereinten Nationen und dem Model Joan Yarde-Buller, spätere Prinzessin Tajudaulah. Er lebt wie sein Vorgänger Aga Khan III. in Genf. Sein offizieller Titel His Highness Prince Aga Khan IV. wurde als Hoheitstitel von der englischen Queen verliehen.

Lebenslauf


Karim Aga Khan verbingt seine frühe Kindheit in Nairobi, Kenia, später folgen neun Jahre lang das Internat "Le Rosey", danach absolvierte er bis 1959 ein Studium in Harvard.

Am 14. Juli 1957, nach dem Tod seines Großvaters Sultan Mohamed Schah (Aga Khan III.), wurde der gebürtige Schweizer und britische Staatsbürger zum Oberhaupt der auf dem Islam basierenden Ismailiten ernannt, das hatte sein Großvater vor seinem Tod verfügt. Er gilt seinen Anhängern als direkter Nachfolger des Propheten Mohammed und daher als der neunundvierzigste Imam der Ismailiten (gegründet 765) und deren geistliches Oberhaupt. Es gibt rund 20 Millionen Glaubensanhänger in 25 Ländern.

Prinz Aga Khan erlangt vor allem durch die Spenden der Ismailiten seinen Reichtum. Er ist Großaktionär bei internationalen Konzernen, beteiligt an der Fiat-Agnelli-Gruppe sowie an Lufthansa. Er besitzt zudem Bankhäuser, Zeitungsverlage, Edelsteinminen, Fluglinien und Hotels.

Privatleben


1969 heiratete Karim prunkvoll in Anwesenheit von Prinzessin Margaret von England, den Savoyens und Rockefellers die Engländerin Sally Croker Poole (damals 29), ein Topmodel, die zur Begum Salima wurde und ihm drei Kinder, Prinz Rahim, Prinz Hussein und Prinzessin Zahra, schenkte. Wenige Tage vor der silbernen Hochzeit reichte der Aga Khan die Scheidung ein. Seine Dauergeliebte war zu diesem Zeitpunkt die Italienerin Milena Maffei.

Bei einer Jagd eines seiner besten Freunde, des spanischen Königs Juan Carlos, lernte Karim die deutschstämmige geschiedene Gabriele Prinzessin zu Leiningen kennen. Nach kurzer Zeit heiratete er am 30. Mai 1998 die bürgerlich geborene promovierte Juristin auf dem französischen Stammsitz des Aga Khan in Aiglemont nahe Paris. Ihr Name seit der Hochzeit ist Gabriele Inaara Begum Aga Khan. Sie konvertierte zum Islam und brachte im März 2000 den gemeinsamen Sohn Prinz Aly Aga Khan zur Welt. Das Paar lebt inzwischen getrennt, ist aber nicht geschieden.

Entwicklungsprogramme


Der Aga Khan unterstützt vor allem durch sein privates Entwicklungshilfenetzwerk Aga Khan Development Network (AKDN) eine Vielzahl von Entwicklungsprogrammen unter anderem in den Bereichen:

  • Gesundheit, Bildung und Architektur
  • Ländlicher Entwicklung und Förderung des privaten Unternehmertums
  • Projekte zur Sicherstellung des Nahrungsmittelbedarfs und der Wasserversorgung

Das AKDN stiftete z.B. in Afghanistan 80 Millionen Dollar für den Wiederaufbau.

Im Jahr 2006 wurde Karim Aga Khan IV. für seine „Verdienste ... für eine Verständigung zwischen dem Islam und der westlichen Welt“ sowie für „sein humanitäres Engagement“ mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet.

Weblinks


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