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Das bis 7.680 m tiefe Karibische Meer (kurz die Karibik) gehört zum Atlantik. Sie ist der südöstliche Teil des Amerikanischen Mittelmeers und durch die Westindische Inselkette, die sich in einem Bogen vom Golf von Mexiko bis fast nach Venezuela erstreckt, vom Hauptteil des Atlantischen Ozeans abgegrenzt.

Die Karibik ist nach dem Volk der Kariben benannt, das die spanischen Eroberer auf den Kleinen Antillen vorgefunden hatten.

Bevölkerung


In der Karibik lebt ein buntes Völkergemisch mit insgesamt etwa 35 Mio. Einwohnern. Neben den sehr wenigen Indianern leben dort vor allem Menschen europäischer und afrikanischer Herkunft, Mulatten (span. mulato) sowie in geringerem Maße Inder (vor allem in Trinidad und Tobago) und Chinesen auf den verschiedenen Inseln der Karibik.

Spanisch und Englisch sind die Hauptsprachen der Karibik, daneben Französisch. Hinzu kommen verschiedene Kreolsprachen. Niederländisch wird ebenfalls gesprochen.

Geologie


Der größte Teil der Karibik, die im Kaimangraben bis 7.680 m tief ist, befindet sich auf der Karibischen Platte, nur ihr Nordwestteil jenseits des Tiefseegrabens, liegt auf der Nordamerikanischen Platte.

Geschichte der Karibik


Westindien und Zentral-Amerika (Doppelseitige Farbkarte).jpg Vor den Entdeckungen im 1. Jahrtausend v. Chr. setzten die Arawak-Indianer von Venezuela kommend auf die karibischen Inseln über. Von Trinidad kommend, breiteten sie sich nach Norden aus. Ihnen folgten rund 1500 Jahre später die kriegerischen Kariben, die die Arawaken langsam von den kleinen Antillen vertrieben. Zur Zeit der Entdeckungsreisen Christoph Kolumbus besiedelten die Arawaken Kuba, Hispaniola sowie die Bahamas, während die Kariben die kleinen Antillen bewohnten.

Entdecker und Siedler

Als Kolumbus im Auftrag der spanischen Krone 1492 auf San Salvador landete, war er vor allem auf der Suche nach Gold und anderen Reichtümern. Aber die Arawaken legten keinen Wert auf das, was Europäer als Reichtum ansahen. So wurde die Karibik zwar besiedelt, aber die Konquistadoren zog es alsbald auf den amerikanischen Kontinent. Nach und nach ließen sich auch Engländer, Niederländer und Franzosen nieder; sogar Dänemark und Kurland waren im Besitz einiger Kolonien.

Die Karibik war besonders im 16. Jahrhundert Schauplatz von Piraterie. Die kleinen Inseln boten den Seeräubern, die zum Teil als Freibeuter im Auftrag eines Königs unterwegs waren, zahlreiche Unterschlupfmöglichkeiten und die spanischen Schatzflotten ein gutes und lohnendes Angriffsziel. Port Royal auf Jamaika sowie die französische Siedlung auf Tortuga waren regelrechte Piratensiedlungen.

Unabhängigkeit

Die meisten Inseln wurden Mitte des 20. Jahrhunderts unabhängig.

US-Interventionen in der Karibik und Mittelamerika

  • Nicaragua: 1833, 1855-57, 1867, 1894, 1896, 1909-10, 1912-25, 1926-33
  • Mexiko: 1845-48, 1914, 1916-17
  • Honduras: 1863, 1896, 1903, 1905, 1907, 1911-13, 1917, 1919, 1924-29
  • Kuba: 1898, 1901-03, 1906-09, 1912, 1917-19, 1921-23, 1933, 1961
  • Panama: 1901, 1902, 1903, 1908, 1912-14, 1917-18, 1921, 1964, 1989-90
  • Dominikanische Republik: 1869-70, 1903-05, 1907, 1914, 1916-24, 1965-66
  • Haiti: 1914, 1915-35, 1944, 1994-95, 2004
  • Costa Rica: 1919
  • Guatemala: 1920, 1954
  • Grenada: 1983

Inseln und Inselgruppen in der Karibik


Inselgruppen im Atlantik, die aber zur Karibik gezählt werden


An die Karibik grenzende Staaten


Literatur


Primärliteratur

  • Matthew Mulcahy, Hurricanes and society in the British Greater Caribbean, 1624 - 1783, Baltimore : Johns Hopkins University Press 2006, 257 S., ISBN 0-8018-8223-0

Sekundärliteratur

Eine geistreiche Beschreibung zur Geschichte, Situation und Bedeutung der Karibik zur Zeit der europäischen Kolonisation der Welt findet sich in dem von Andreas Venzke herausgegebenen Tagebuch des Seemanns Heinrich Hasebeck: Gasparan oder die letzte Fahrt des Francis Drake, Benziger-Verlag, Zürich 1996 ISBN 3-545-36531-X

Weblinks


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