Die karibischen Sprachen sind eine einheimische Sprachfamilie in Südamerika. Sie sind besonders im nördlichen Teil Südamerikas weit verbreitet, von der Mündung des Amazonas bis zu den Kolumbischen Anden. Die 29 lebenden karibischen Sprachen werden in einen nördlichen Zweig (21 Sprachen) und einen südlichen Zweig (8 Sprachen) aufgeteilt. Die Familie der karibischen Sprachen ist besonders durch das Hixkaryana bekannt, eine Sprache mit dem Satzbau Objekt-Verb-Subjekt, einem Satzbau, von dem zuvor angenommen wurde, dass er in keiner menschlichen Sprache existierte.
Vor mehreren hundert Jahren besetzten karibisch sprechende Menschen die Kleinen Antillen. Sie töteten, verdrängten oder assimilierten die Arawak, welche die Inseln bewohnten. Die arawakische Sprache wurde aber von dem unterlegenen Volk bewahrt und von den eingefallenen Kariben übernommen. Diese Sprache wird „Insel-Karibisch“ genannt, obwohl sie nicht zur karibischen Sprachfamilie zählt. Inzwischen ist die Sprache ausgestorben, wurde aber noch bis in die 1920er Jahre auf den Kleinen Antillen gesprochen. Ein sprachlicher Nachkomme des Insel-Karibischen ist die Sprache der Garifuna, das Igñeri (Sprache), das vor allem in Honduras und Belize gesprochen wird und auch unter den Namen „Garifuna“, „Karib“ oder „Schwarzes Karib“ bekannt ist.
Die karibische Sprachfamilie könnte mit dem Je und dem Tupi durch einen „Je-Tupi-Karib-Stamm“ verwandt sein. Die karibischen Sprachen selbst werden vorläufig in zwei bis vier Zweige unterteilt.
Yezhoù karibek | Cariban languages | Lenguas caribe | Langues caraïbes
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"Karibische Sprachen".
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