Der Kapitalstock gibt das Anlagevermögen einer Volkswirtschaft an. Es spielt neben den Erwerbstätigen als Produktionsfaktor eine wesentliche Rolle. Der Kapitalstock wird auch als Produktionsfaktor Kapital bezeichnet.
Der Kapitalstock oder das Anlagevermögen umfasst nach der Definition des Statistischen Bundesamtes alle produzierten Vermögensgüter, die länger als ein Jahr wiederholt oder dauerhaft in der Produktion eingesetzt werden.
Ermittelt wird der Kapitalstock durch die Kumulationsmethode. Man geht aus von dem Kapitalstock eines bestimmten Anfangszeitpunktes und addiert die danach erfolgenden Anlageinvestitionen und subtrahiert die Abschreibungen. So kann man den Kapitalstock im Laufe der Zeit fortschreiben. Das Problem ist der Kapitalstock des Anfangszeitpunktes, der im Allgemeinen nicht bekannt ist. Hier muss man sich mit Schätzungen behelfen. Im Laufe der Zeit hat die Größe des Anfangskapitalstocks allerdings keinen Einfluss mehr auf die laufende Größe des Kapitalstocks. Der mögliche Schätzfehler zu Beginn schwächt sich in seiner Auswirkung im Laufe der Zeit immer mehr ab. Dieses "Vergessen" (vgl. Ergodenhypothese) des Anfangswertes hängt davon ab, welche Lebensdauer für die einzelnen Anlagegüter angesetzt wird, je kürzere Lebensdauer, desto rascher kann man den Anfangswert des Kapitalstocks "vergessen".
Ob sich das "Kapital" zu einer eindimensionalen Größe addieren lässt (Elektrolokomitiven werden zu Reißnägeln addiert) ist theoretisch umstritten und Gegenstand der sog. Kapitalkontroverse.
Eine Definition und Erläuterungen des Statistischen Bundesamts finden sich: Revision der Anlagevermögensrechunung 1991 bis 2001
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"Kapitalstock".
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