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Kaolinite
 

Kaolin (in der Apotheke: Bolus Alba) ist ein feiner, eisenfreier, weißer Ton, der noch unzersetzte Feldspatteilchen enthält und zur Papierherstellung und Porzellanbereitung dient (Porzellanerde, Porzellanton). Ein weiterer Bestandteil von Kaolin ist der Kaolinit, ein Verwitterungsprodukt des Feldspat. Außerdem wird Bolus Alba als ein Bestandteil mancher Pudergrundlagen verwendet.

Etymologie


Das Wort Kaolin 高嶺土 wird von dem chinesischen Ortsnamen 高嶺 Gaoling (von chin.: gāo lĭng = hoher Hügel) abgeleitet. So heißt ein Ort in der Volksrepublik China, im Nordwesten der Provinz Jiangxi, wo die „weiße Erde“, eben das eingedeutschte Kaolin gefunden wurde. Das Wort kam im 18. Jahrhundert durch einen französischen Jesuitenpater nach Europa, wo es die bisher üblichen Bezeichnungen „Weißton“ oder „Passauer Erde“ ersetzte.

Vorkommen und Abbau


Lagerstätten dieser Tone sind ziemlich selten, nennenswerte Lagerstätten befinden sich in Deutschland, England, USA, Japan, China und Indien. Primärtone sind „China Clay“ und „Kaolin“.

Das Hauptabbaugebiet für Kaolin in Deutschland befindet sich bei Hirschau in der Oberpfalz. Hauptvorkommen in Österreich befinden sich in Kriechbaum-Weinzierl (zur Gemeinde Tragwein, Grube und Tagbau) und Aspang-Zöbern.

Eigenschaften


Kaolin (Al2O3. 2SiO2. 2H2O) ist der wichtigste Primärton. Primärton (lat. primus, der erste) wird an der Stelle gefunden, an der er sich gebildet hat, das heißt, er wurde nie durch Wasser oder Wind umgelagert.

Eigenschaften:

  • 1400 – 1750°
  • Besitzen eine große Kornpartikelgröße
  • Geringe Plastizität- kaum plastisch- mager
  • Feuerbeständigkeit
  • Der reinste+ natürlichste Ton
  • Kaum verunreinigt
  • Farbe: Weiß
  • Bildet einen festen dichten Scherben
  • Reinstes Vorkommen in Zettlitz

Verwendung


  • Herstellung von weißem Porzellan und für hellbrennende Tonmassen
  • Als Pudergrundlage
  • Nicht zum Töpfern geeignet, weil er nicht besonders plastisch ist
  • Gut für Gießmasse
  • Zur Herstellung von Gefäßen oder Geschirr
  • als Füllstoff beim Polyethylen (HDPE) zur Verbesserung des Elastizitätsmoduls
  • als Pigment für Streichfarben z.B. bei Papier
  • als Weichkaolin in der Reifenproduktion

Bekanntes Endprodukt ist das Meißener Porzellan.

Geologie | Bodenkunde | Pharmazeutischer Hilfsstoff

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