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Berlin_u55.jpg | U-Bahn_Berlin_Reichstag_1.jpg | U-Bahn Berlin Bundestag Neues Schild.jpg | U-Bahn Berlin Hauptbahnhof June 2006.JPG Die Kanzler-U-Bahn ist die projektierte Verlängerung der U-Bahnlinie U5 in Berlin. Der Name ist eine Anspielung auf den Altbundeskanzler Helmut Kohl, da der Bau der Linie auf Betreiben der damaligen Bundesregierung im Hauptstadtvertrag geregelt wurde. Die ursprünglichen Planungen stammen allerdings aus dem sogenannten 200-Kilometer-Plan der West-Berliner Verwaltung Mitte der 1950er Jahre, die bereits damals neben vielen anderen Projekten u.a. eine westliche Verlängerung der U-Bahn-Linie E (heute U5) in der heute projektierten Trassenführung vorsahen. Ein separates Stück im Westen der Linie, das bereits eher eröffnet werden soll, erhält solange den Namen U55.

Im Zuge der Wiedervereinigung sind verschiedene U-Bahn-Linien in Berlin wieder in Betrieb genommen oder ausgebaut worden. Eines der Projekte ist die Verlängerung einer U-Bahn-Strecke, durch welche die Umgebung des neuen Kanzleramts angebunden werden sollte. Dabei wird die vorhandene U-Bahnlinie 5 vom Bahnhof Alexanderplatz zum neuen Hauptbahnhof verlängert. Die Strecke soll über folgende neu zu bauenden Bahnhöfe verlaufen:

2001 stoppte der Berliner Senat das Projekt aus finanziellen Gründen. Der Bau war inzwischen vom Hauptbahnhof per Tiergartentunnel bis zum Brandenburger Tor vorangeschritten.

Während des Baustopps fungierte der im Rohbau fertige Bahnhof Reichstag als Veranstaltungs- und Filmdrehort. Beispielsweise fanden dort die Uraufführung von Angie, ein Stück über Angela Merkel, Kart-Rennen und eine Party mit Robbie Williams während seiner Tournee statt. Aber auch Teile der amerikanischen Horror-Filmproduktion Resident Evil und des Science-Fiction-Films Æon Flux wurden im U-Bahnhof Reichstag gedreht.

Als aber der Bund drohte, die schon geleisteten Finanzhilfen wegen des Baustopps zurückzufordern, wurde 2003 beschlossen, den schon fertigen Abschnitt als Mini-U-Bahnlinie zu betreiben. Sie soll, um die Fahrgäste nicht zu verwirren, U55 heißen. Unter der Senatorschaft des SPD-Politikers Peter Strieder sollte der Bahnhof Brandenburger Tor, der noch nicht fertiggestellt war, nur für Kurzzüge mit einem Ausgang errichtet werden. Nach dem Rücktritt des Senators und der Übernahme des Amtes durch Ingeborg Junge-Reyer wurden diese Pläne geändert: So sollte der Bahnhof Brandenburger Tor nun komplett ausgebaut werden. Da dies jedoch wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, ist erst 2007 mit einer Fertiggestellung zu rechnen. Bis Oktober 2005 wurde noch mit einem provisorischen Betrieb während der Fußballweltmeisterschaft 2006 gerechnet. Doch aufgrund von Grundwasserproblemen verzögert sich der Bau, so dass die komplette Einweihung der 1,4 km kurzen Linie - dann jedoch mit einem 120 Meter langen Bahnsteig Brandenburger Tor - erst 2007 stattfinden wird. Ein zuvor angekündigter Inselbetrieb zwischen den Stationen Hauptbahnhof und Bundestag ab 28. Mai 2006 fand aufgrund der Inrentabilität nicht statt.

Die Umbenennung des Bahnhofs Reichstag in Bundestag geht auf eine Initiative des Ältestenrates des Deutschen Bundestages zurück, der den Bahnhof nach dem aktuellen Namen des deutschen Parlamentes bezeichnet wissen wollte. Dieser Name werde auch der Lage des Bahnhofs besser gerecht, da er sich nicht vor dem Reichstagsgebäude, sondern vor dem Paul-Löbe-Haus des Bundestages befinde.

Anschließend sollen die Bauarbeiten zum Weiterbau der Strecke Alexanderplatz - Hauptbahnhof beginnen. Die Bauarbeiten für eben jene Tunnel zum Alexanderplatz müssen (laut Hauptstadtvertrag) spätestens ab 2010 fortgeführt werden.

Die Planungen sehen weiter vor, dass die Linie vom Hauptbahnhof über Turmstraße (U9) und Jungfernheide (U7) zum Flughafen Tegel und von dort weiter Richtung Reinickendorf verlängert werden soll. Die beiden genannten Bahnhöfe sind dafür bereits zum Zeitpunkt ihres Baus in den frühen 1960er bzw. 1970er Jahren als zukünftige Kreuzungsbahnhöfe ausgelegt worden. In Jungfernheide sind die beiden ungenutzten Gleiströge für die Fahrgäste direkt sichtbar; im Bahnhof Turmstraße ragt der ungenutzte Bahnsteig ins Hallendach der U9 und wird als Treppenzugang genutzt. Die Realisierung der Verlängerungspläne ist angesichts der Haushaltsnotlage Berlins ungewiss, zumal der Flughafen zu Gunsten des Großflughafens Berlin-Schönefeld geschlossen werden soll.

Weblinks


U-Bahn (Deutschland) Verkehr (Berlin)

U55 (Berlin U-Bahn)

 

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