Der Kanton Wallis ist ein Kanton im Südwesten der Schweiz.
Deutsch: Wallis; Französisch: Valais; Italienisch: Vallese; Rätoromanisch: Vallais; Arpitanisch: Valês; Englisch: Valais
Das Wallis besteht (mit Ausnahme eines kleines Gebiets jenseits des Simplonpasses) aus dem Tal der Rhône (Rotten) vom Rhônegletscher bis zum Genfersee und den Seitentälern. Im Norden liegen die Berner und Waadtländer Alpen, im Süden die Walliser Alpen mit den höchsten Bergen der Schweiz (Mischabel- und Monte-Rosa-Massiv). Die höchsten Berge der Walliser Alpen sind die Dufourspitze mit 4634 m.ü.M.(höchster Berg der Schweiz), Dom 4545 m.ü.M., Liskamm 4527 m.ü.M., Weisshorn 4505 m.ü.M., Täschhorn 4490 m.ü.M. und das Matterhorn 4478 m.ü.M. Karte Lage Kanton Wallis.png Mit dem Aletschgletscher, dem Gornergletscher und dem Walliser Fieschergletscher befinden sich im Wallis die drei grössten Gletscher der Alpen.
Durch den Schutz der umliegenden Berge ist das Haupttal des oberen Wallis, aber auch das untere Vispertal ausgesprochen trocken und warm (Steppenklima). Die Wasserversorgung wird vielerorts durch schon im Mittelalter angelegte Wasserleitungen (Suonen, Bisse) gewährleistet.
Blockgletscher.JPG
- bgcolor="#e3e3e3" | Nördlich der Rhône: | Südlich der Rhône: | - | Fieschertal | Binntal | - | Lötschental | Saastal | - | Dalatal (Leukerbad) | Nikolaital (auch Mattertal genannt) | - | Turtmanntal | - | Val d'Anniviers (Eifischtal) | - | Val d'Hérens (Eringertal) | - | Val de Bagnes (Baniental) | - | Val d'Entremont | - | Val d'Illiez |
Kantonale Amtssprachen sind das Französische und das Deutsche, kommunale Amtssprache entweder französisch oder deutsch.
Die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche sind beide öffentlich-rechtlich anerkannt.
| Partei | 2001 | 2005 |
|---|---|---|
| Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) | 61 | 58 |
| Christlichsoziale Volkspartei (CSP) | 14 | 15 |
| Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) | 32 | 28 |
| Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) | 18 | 21 |
| Liberale Partei der Schweiz (PLV) | 3 | 2 |
| Schweizerische Volkspartei (SVP) | 1 | 6 |
| Parteilos | 1 | 0 |
Auch nach den Grossratswahlen 2005 kann die CVP/CSP Familie im grossen Rat mit einer absoluten Mehrheit regieren. Diese absolute Mehrheit besteht nun schon fast seit 150 Jahren. Auch der flächendeckende Angriff der SVP konnte daran nichts ändern. Vom Grossen Rat erlassene Gesetze unterliegen der Volksabstimmung. Das Volk hat überdies das Recht, mittels Volksinitiative selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorzuschlagen; nötig sind hierzu 8'000 Unterschriften.
Daneben gibt es unzählige Postautolinien und Bergbahnen.
Hauptartikel: Geschichte des Wallis
Geschichte
Das um 25 v. Chr. von den Römern eroberte und danach zur Provinz Rätien gehörende Gebiet wurde im 5. Jahrhundert im Bereich des Unterwallis von Burgundern besetzt, während sich im heutigen Oberwallis Alemannen niederliessen. 999 kam die Grafschaft Wallis an den Bischof von Sitten. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eroberten die bäuerlichen Gemeindeorganisationen („die 7 Zenden”) des Oberwallis das inzwischen zu Savoyen gehörende Unterwallis und unterstellten es bis 1798 ihrer Verwaltung. Im 16. Jahrhundert erzwang das Wallis die Unabhängigkeit von bischöflicher Herrschaft. 1802 erklärte Napoleon I. das Gebiet zur unabhängigen Republik und 1810 zum französischen Département du Simplon. 1815 trat das Wallis als 22 Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei. Eine Verfassung wurde 1907 verabschiedet, die Frauen des Kantons sind seit 1970 wahlberechtigt.
Kanton (Schweiz) | Wallis (Kanton)
Kanton Wallis | Valais | Wallis | Wallis | Valais | Valezo | Cantón del Valais | Valais | Valês | Canton Vallese | Valesia | Wallis (kanton) | Wallis | Valais | Valais | Vallais | Вале (кантон) | Valais
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