Als Kinki-Dialekt (jap.近畿方言, „Kinki-Hōgen“) oder auch Kansai-Dialekt (jap.関西弁, „Kansai-Ben“) werden diejenigen Dialekte bezeichnet, die in der Region Kinki respektive Kansai gesprochen werden.
In den unterschiedlichen Regionen der Kansai-Gegend gibt es wiederum abgrenzbare Dialekte, die jedoch alle eine gemeinsame, besondere Betonung der japanischen Wörter (Kyoto-Betonung) zum Kennzeichen haben.
Verschiedene Kinki-Dialekte:
- Ōmi-Ben (近江弁)
- Kyoto-Dialekt (京都弁)
- Mai|dsuru-Dialekt (舞鶴弁)
- Tanba-Dialekt (丹波弁)
- Ise-Dialekt (伊勢弁)
- Iga-Dialekt (伊賀弁)
- Ōsaka-Dialekt (大阪弁) + verschiedene Dialekte in Ōsaka selbst
- Senba-Kotoba (船場言葉)
- Settsu-Dialekt (摂津弁)
- Kawachi-Dialekt (河内弁)
- Senshū-Dialekt 泉州弁
- Kōbe-Dialekt (神戸弁)
- Banshū-Dialekt (播州弁)
- Nara-Dialekt (Yamato-Dialekt)奈良弁)
- Wakayama-Dialekt (和歌山弁)
- Awaji-Dialekt (淡路弁)
Besonderheiten:
- In der Kansai-Gegend werden Wörter anders betont: Beispiel: Das Wort für Brücke (橋) wird auf der ersten Silbe betont (hashi), das Wort für Saum(端) wird gleichbetont (ha shi) und das Wort für Essstäbchen(箸) auf der letzten Silbe (hashi)
- Benutzung der Endung "hen/n" als Verneinung (Beispiel: Verb dekiru (können)dekihen/dekin statt dekinai)
- Benutzung der Endungen ya und yanen als Ersatz für da (Beispiel: Das dort ist Osaka: Are ga, Osaka yanen)
- Die Tokioter Standardvarietät und die Kansai Varietäten beeinflussen sich gegenseitig (Beispiel: Das Kansai-Wort für „sehr“, meccha (sprich metscha) wird heute auch von Jugendlichen in Tokyo benutzt)
- Viele Begriffe und Formen der Höflichkeitssprache stammen aus dem Kyoto-Dialekt (Beispiel: Guten Morgen ohayou gozaimasu; eigentlich von ohayu gozaimasu, wörtlich: Es ist früh)
Siehe auch
Japanische Sprache | Kansai-ben | Kansai-ben | 関西弁