Japan_kinki_map_small.png Kansai (Jap. 関西, wörtlich: westlich der Grenze), bezeichnet eine alte Kulturlandschaft in Japan. Sie liegt im Westteil von Honshū, der Hauptinsel Japans.
Der alternative und fest umrissene Verwaltungsbegriff Kinki (近畿, wörtlich: nahe der Hauptstadt) rührt daher, dass bis zur Meiji-Restauration praktisch alle japanischen Hauptstädte, zuletzt Kyōto, in dieser Region lagen.
Das völlig verstädterte Gebiet um die drei wichtigsten Städte Kyōto, Ōsaka und Kōbe zählt etwa 22 Millionen Einwohner und ist damit nicht nur der zweitgrößte Megaplex Japans, sondern (laut Fischer-Weltalmanach) auch die elftgrößte Metropolregion der Welt.
Die Kansai-Gebiet, vor allem Ōsaka, ist in Japan für seinen Humor bekannt und beliebt. Der lokale, stark ausgeprägte japanische Dialekt ist landesweit eine berüchtigte Mundart und sorgt im Norden des Landes für ähnliches Schmunzeln wie es etwa Schweizerdeutsch in Norddeutschland verursachen mag, wenngleich besonders die Ōsaka-Variante des Kansai-ben eher Züge der Berliner Schnauze aufweist.
Das Städtepaar Ōsaka (大阪) und Kōbe (神戸) wird zusammen als Hanshin (阪神) bezeichnet und findet sich in zahlreichen Namen wie zum Beispiel in dem des Baseballteams Hanshin Tigers. Ähnlich bezieht sich Keihan (京阪) auf die Städte Kyōto (京都) und Ōsaka, Hanna (阪奈) auf Ōsaka und Nara (奈良) und Keihanshin (京阪神) auf das Trio der größten Städte der Region.
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