srilanka_kandy_lake.jpg]] Kandy ist eine Stadt im zentralen Gebirge von Sri Lanka, die 2001 etwa 110.000 Einwohner hatte. Der Name Kandy leitet sich von dem singhalesischen "Kanda uda Rata" ab, "Königreich auf dem Berg".
Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Stadt schon mehrere Namen, so hieß sie zuerst Senkadagalapura, später Sri Wardhanapura und wird noch heute von Singhalesen nicht Kandy sondern Maha Nuwara (මහ නුවර, gesprochen , deutsch "große Stadt") genannt.
1988 wurde der Tempelbezirk der Stadt von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
Der See (Kandy Lake) stellt einen weiteren Anziehungspunkt dar. An seinem dem Stadtzentrum zugewandten Ufer gehen abends, besonders sonn- und feiertags, Einheimische spazieren und sichern der Bootsvermietung und den zahlreichen Luftballon-, Eis- und Souvenirverkäufern den Unterhalt.
Die übersichtliche Innenstadt zwischen dem Uhrturm und dem Zahntempel ist hauptsächlich wegen ihrer verwinkelten Gassen und des regen Treibens interessant. An der Hauptstraße, der Dalada Vidiya, finden sich einige typische Gebäude aus der Kolonialzeit; erwähnenswert sind außerdem die rot-weiße Moschee in der Kotugodelle Vidiya und die St.Paul's Church nahe dem Tempelbezirk.
Seit den 90er Jahren befindet sich auf dem Bahirawakanda-Berg eine kolossale goldene Buddha-Statue, die von vielen Stellen der Stadt aus zu sehen ist. Es herrscht aber weitgehend Einigkeit darüber, daß ihr künstlerischer Wert als gering einzuschätzen ist.
Mitten in Kandy liegt der "Obergartenwald" (englisch Udawattakele, sinhala ), ein Naturreservat um einen kleinen Berg. Auf diesem liegt die „Forest Hermitage“, ein Meditationszentrum der fortgeschrittenen Mönche (Bhikkhus). Dort lebte der deutschstämmige Mahathera Nyanaponika bis zu seinem Tod und leitete von hier die ebenfalls in Kandy ansässige Buddhist Publication Society.