Kandersteg ist eine Gemeinde im Amtsbezirk Frutigen des Kantons Bern in der Schweiz. Der Name Kandersteg ist der Name eines alten Übergangs über die Kander der zum Gemmi- und Lötschenpass geführt hat.
Im Sommer gibt es Wanderwege, vom Spaziergang bis zum alpinen Klettersteig. Mehrere Bergbahnen führen in die Höhe. Zusätzliche Angebote sind zahlreiche Mountainbike-Routen. Der Ort selbst bietet ein geheiztes Schwimmbad, Tennisplätze, Wellness-Angebote und eine Kletterwand.
Im Winter stehen in der Skiregion Kandersteg sechs Transportanlagen (Oeschinen und Sunnbühl) und 100 km Langlaufloipen zur Verfügung
Die beliebtesten Ausflugsziele sind der Oeschinensee, Sunnbühl (Gemmipass), das Gasterntal (Kandergletscher), Allmenalp, Ueschinen, Blausee (Fischzucht) und der Tierpark Riegelsee.
Kandersteg gehört zum erweiterten Perimeter des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn.
Kandersteg verfügt über einen Ortsbus und eine Busverbindung nach Frutigen.
Gemmiwaegli.jpg Der Gemmi- und der Lötschenpass ermöglichten bereits den Römern die Alpenüberquerung vom Wallis ins Berner Oberland. Die früheste erhaltene Erwähnung findet Kandersteg 1374 als Übernachtungsgelegenheit an der von Italien über den Lötschenpass kommenden Gewürzhandelsroute. Vom Handelsverkehr über die Gemmi zeugt auch das Zollhaus im Schwarenbach.
Der Bau der ersten Dorfkirche wird 1511 begonnen. Das berühmteste Haus im Kandertal ist das reichverzierte "Ruedi-Haus", erbaut 1753 für den Landsvenner Peter Germann.
Kandersteg gehörte bis 1850 zur Gemeinde Frutigen und bildete danach mit Kandergrund die Gemeinde Kandergrund. 1908 wurde Kandersteg eine eigenständige Gemeinde, das ursprüngliche Gemeindegebiet Kandergrund von total 16'594 ha wurde aufgeteilt: 3'208 ha gingen an Kandergrund und 13'386 ha erhielt Kandersteg.
Der Bau des Lötschbergtunnels von 1906 bis 1913 schafft eine wichtige Nord-Süd-Verbindung und ist die Grundlage für den noch heute viel genutzten Autoverlad der Lötschbergbahn. Der Anschluss an das Bahnnetz förderte den Tourismus, viele der heutigen Hotels und Pensionen wurden in dieser Zeit gebaut. Vor dem 1. Weltkrieg verfügte Kandersteg bereits über 30 Hotels und Pensionen mit insgesamt mehr als 1'300 Betten.
1923 gründet der Pfadfinderweltverband WOSM mit dem Pfadfinderzentrum Kandersteg eine der ersten dauerhaften internationalen Begegnungsstätten für Pfadfinder. Auf dem Gelände des Zentrums treffen heutzutage jedes Jahr rund 10'000 Pfadfinder zusammen.
1991 kam es in Kandersteg zur Gründung des theravada-buddhistischen Klosters Dhammapala.
Ort in der Schweiz | Ort im Kanton Bern | Schweizer Gemeinde
Kandersteg | Kandersteg | Kandersteg | Kandersteg | Kandersteg | Kandersteg | Kandersteg (kommun, CH-BE)
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