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Kandern
 

Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Lörrach
Geografische Lage:
Höhe: 350 m ü. NN
Fläche: 62,27 km²
Einwohner: 8.065 ''(30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 11,1 %
Postleitzahlen: 79396-79400
Vorwahl: 07626
Kfz-Kennzeichen:
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Waldeckstraße 39
79400 Kandern
Website: www.kandern.de
Bürgermeister: Bernhard Winterhalter

Kandern ist eine Kleinstadt im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geografie


Kandern liegt im Südwesten Deutschlands, am Fuße des Schwarzwaldes. Nördlich von Kandern stellt der Hochblauen das Ende des Kandertals dar, hier liegt auch die Quelle der Kander. Durch Kandern führt der bekannte Westweg, ein Wanderweg von Pforzheim nach Basel.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Schliengen, Malsburg-Marzell, Steinen, Lörrach, Wittlingen, Rümmingen, Schallbach, Efringen-Kirchen und Bad Bellingen.

Stadtgliederung

Zu Kandern gehören die Ortsteile
  • Feuerbach
  • Holzen
  • Riedlingen
  • Sitzenkirch
  • Tannenkirch
  • Wollbach
  • Egerten
  • Egisholz
  • Hammerstein
  • Nebenau

Geschichte


Archäologische Funde zeigen, dass das Gebiet des heutigen Kandern bereits in vorgeschichtlicher, keltischer und römischer Zeit besiedelt war. Vermutlich waren es die Tonvorkommen, den Ort schon damals für eine Siedlung attraktiv machten. Der Name Kandern ist eine germanische Bildung und bedeutet an der Kander liegend. Der Name der Kander selbst – des Baches, der Kandern durchfließt – stammt vom keltischen canter für frisch oder klar.

776 wurde Kandern zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als das Kloster Lorsch Besitzungen in der Gemarkung erhielt. Die Annalen des Klosters halten zur gleichen Zeit Eisenlieferungen aus Kandern fest, die demach bereits im 8. Jahrhundert Bedeutung für Kandern gehabt haben. Eisenabbau und -verarbeitung prägten den Ort das ganze Mittelalter und gewährleisteten einen gewissen Wohlstand und begrenzte Freiheit.

Kandern wuchs aus ursprünglich drei Ortschaften zusammen:

  • Kandern, im Bereich der evangelischen Kirche gelegen,
  • Minder-Kandern im Tal des Lippisbaches, etwa beim heutigen Schwimmbad, und
  • einer Siedlung im flachen Talgrund der Kander bei der Papiermühle.

Mehrere Klöster hatten auf der Gemarkung Besitzungen und bestimmmten so Kanderns frühe Geschichte. Zentral war dabei das Kloster St. Gallen in der heutigen Schweiz, das als mächtige Reichsabtei im frühen Mittelalter große Besitzungen in der Region erwarb. Durch die Niederlage im Investiturstreit geschwächt, musste das Kloster St. Gallen seine Besitzungen an andere Klöster aus der Region abtreten, unter anderem das Basler Kloster St. Alban.

1848 fand auf der Scheidegg bei Kandern ein Gefecht zwischen badischen Revolutionären unter Friedrich Hecker und hessischen Truppen unter Friedrich Freiherr von Gagern statt, in dessen Verlauf von Gagern getötet, die Revolutionäre jedoch geschlagen wurden.

Politik


Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 20 Mitglieder an.
CDU 7 Sitze
FWV 6 Sitze
SPD 4 Sitze
Die Grünen 3 Sitze

Städtepartnerschaften

Kandern unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Sutter Birthplace.jpg
  • Chanderli - Museumsbahn Kandertalbahn
  • Laufende Verkaufsausstellung zeitgenössischer Töpfer aus der Region um Kandern.
  • Die Kanderner Sau. Vergoldetes Silber, die älteste erhaltene Tierfigur eines Augsburger Silberschmides, 1605 vom badischen Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach ins Forsthaus Kandern gestiftet. Damals wurde auch das Willkommbuch angelegt, in das sich jeder eintragen musste, der aus der Sau trank. Das Gefäß fasst ca. 1,5 Liter.

Bauwerke

Sportvereine

  • TSV Kandern
  • FC Kandern
  • Golfclub Markgräflerland
  • TC Kandern
  • DLRG Kandern

Wirtschaft und Infrastruktur


Bildung

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

  • Carl Mez, Industrieller und Politiker
  • Johann August Sutter, besser bekannt als der "Kaiser von Kalifornien"
  • Richard Bampi, (* 1896, † 1965), bedeutender Keramiker
  • Horst Kerstan, (* 1941, † 22. März 2005), Schüler von Richard Bampi, international anerkannter Töpfer und Künstler

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Adolf Kußmaul, bedeutender Arzt, praktizierte um 1850 einige Zeit in Kandern
  • Hermann Karl Hakenjos, (* 1905, † 1991 in Kandern), bedeutender Töpfer und Künstler
  • Paul Hübner, (* 1915, † 2003 in Kandern), Maler und Schriftsteller
  • August Macke, bedeutender Maler, der einige Passagen in Kandern malte

Literatur


  • Volker G. Scheer: ''Kandern. Stadt seit 1810; Ereignisse, Personen und Bilder der Kanderner Stadtgeschichte seit der Stadterhebung und bekannte und bedeutende Personen aus der älteren Geschichte Kanderns, Scheer, 2005. 488 S., ISBN 3-00-016504-5

Weblinks


Ort in Baden-Württemberg | Landkreis Lörrach

Kandern

 

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